Für den Fall, dass es im Venn wieder brennt

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Mit mehr als 20 Fahrzeugen und über 90 Feuerwehrleuten wird grenzüberschreitend die Brandbekämpfung im Venn geübt. Foto: Feuerwehr Monschau / St. Schillings
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Das benötigte Wasser zapfen die Feuerwehrleute von Wasserreservoiren und im Getzbach ab. Foto: Feuerwehr Monschau / St. Schillings

Nordeifel. 1000 Hektar Land hat das Feuer im Venn vor rund fünf Jahren vernichtet. Um auf ein ähnliches Brandereignis so gut wie möglich vorbereitet zu sein, hat die Feuerwehr Monschau unter Leitung von Brandoberinspektor Erwin Jollet kürzlich eine rund dreieinhalbstündige Großübung im belgischen Venn absolviert.

Die schweißtreibende Arbeit der Feuerwehrleute lässt sich vielleicht anhand der folgenden Daten erahnen: Ws wurden zwei tragbare Pumpen aufgebaut und mehr als 1000 Meter B-Schlauch sowie 300 Meter C-Schlauch verlegt. Die abgegebene Wassermenge betrug ca. 1000 Liter pro Minute.

An der Übung waren auch Kameraden der Feuerwehr in Büllingen (B) und Wehrleute der Gemeinde Simmerath (Eicherscheid) sowie Jugendfeuerwehrmitglieder der Löschgruppe Mützenich beteiligt. Die Feuerwehr Eupen musste wegen der verheerenden Unwetterereignisse im Raum Welkenraedt nach Schwergewitter die Teilnahme kurzfristig absagen.

Geübt wurde die „Brandbekämpfung mit Wasserversorgung über lange Wegstrecken“, eines angenommenen Flächenbrandes im Hohen Venn, in der sogenannten Zone „D“. Dieses Einsatzgebiet befindet sich auf belgischem Hoheitsgebiet an der N67 von Monschau in Richtung Eupen, direkt linksseitig des Feuerturmes.

10.000-Liter-Behälter

Um genügend Wasser zur Brandbekämpfung zur Verfügung stellen zu können, wurde zunächst ein Zwischenwasserbehälter mit 10.000 Liter Fassungsvermögen als Puffer aufgebaut, der dann in Folge über einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen gespeist wurde. Die Tankfahrzeuge holten sich das benötigte Wasser in den mehrfach im Venn eigens für solche Fälle angelegten Wasserreservoiren bzw. über Saugstellen im Getzbach und fuhren auf einer festgelegten Fahrtroute in einer Art „Einbahnstraße“ das Wasser an seinen Bestimmungsort.

Auf den Stegen aufgestellte Feuerwehrpumpen konnten nun das Wasser vom Zwischenbehälter bis an die Strahlrohre der Brandbekämpfer befördern und somit einen breitflächigen Löschangriff in die Vegetation ermöglichen. Für diese Übung waren sechs Strahlrohre im Übungseinsatz. Für die Versorgung der Einsatzkräfte mit Trinkwasser und Snacks wurde die Jugendfeuerwehr Mützenich eingesetzt. Insgesamt waren an der Übung über 90 Feuerwehrleute mit mehr als 20 Fahrzeugen beteiligt.

Fazit: Übung gelungen

Nach Ende der Übung lud die Löschgruppe Mützenich die Teilnehmer ein, bei einem Getränk auf den Dorfplatz die geleistete Arbeit noch einmal Revue passieren zu lassen. Der Leiter der Feuerwehr Monschau, Stadtbrandinspektor Falk Claßen und Übungsleiter Erwin Jollet dankten den Teilnehmern für die gut verlaufene Übung.

Verbesserungen im Ablauf, die in der Nachbesprechung aufgefallen sind, sollen rasch umgesetzt werden, um dies bei einem Ereignis wie dem am Anfang beschriebenen einfließen lassen zu können. Die Feuerwehr sei grenzübergreifend gut für einen solchen Ernstfall gerüstet, konstatierten auch Beobachter von der Feuerwehr- und Katastrophenschule in Rheinland Pfalz und von der Berufsfeuerwehr Aachen.

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