Führungswechsel: „Oldie“ Willi Axer schlägt beim TC Roetgen auf

Von: Günther Sander
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Der neue TC-Boss Willi Axer (links), Vize Josef Plum und Vorgänger Martin Wilksi (von links) ehrten Rita Severain und Gaby Leinesser für 25 Jahre Vereinstreue. Foto: Günther Sander

Roetgen. Führungswechsel an der Spitze des Tennis-Clubs: Vorsitzender Martin Wilski hört auf, „Oldie“ Willi Axer (68) bietet sich als Nachfolger an – und wird prompt gewählt (25 Ja-, acht Neinstimmen, eine ungültige).

Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten gestaltete sich als „eine schwere Geburt“, sie ähnelte der nach der berühmten Nadel im Heuhafen. Eine neuerliche außerordentliche Versammlung lag in der Luft, konnte im letzten Moment noch verhindert werden. Für viele überraschend, dass Martin Wilski nicht mehr kandidierte. Er habe lange überlegt, sei zu dem Entschluss gekommen, nach fünf Jahren Vorsitz nun „Ade“ zu sagen.

„Es ist mir nicht leicht gefallen“, sagte er. Die Versammlung dankte Wilski für seinen großen Einsatz. Dann folgte für den Ehrenvorsitzenden Rolf Mathée, der als Wahlleiter fungierte, die Ernüchterung auf dem Fuße. Der spürbare Nachwuchsmangel macht auch beim TC nicht halt, alle vorgeschlagenen möglichen Kandidaten winkten vorzeitig dankend ab. Ergo werden die Vorsitzenden nicht jünger, ältere Mitglieder müssen in die Breche springen.

Pressewart Günther Severain plädierte daher für eine neuerliche außerordentliche Versammlung, man möge zwischenzeitlich alle 297 Mitglieder anschreiben und mitteilen, dass es mit der Beitragszahlung allein nicht getan sei. Verantwortung sollte gezeigt werden, auch von den Damen, so Severain. Ein kommissarisch gewählter Nachfolger für Martin Wilski könne „nicht die Lösung sein“, damit werde das Loch nur gestopft.

Willi Axer machte sich stark, er meldete sich zu Wort, weiß er nur zu gut, dass man einen „jüngeren“ Vorsitzenden braucht. Wenn aber niemand Bereitschaft signalisiere, wolle er sich für ein Jahr zur Verfügung stellen. „Das Angebot ist großartig, ist lobenswert“, merkte Günther Severain an. Nach der Satzung seien aber zwei Jahre vorgeschrieben. „Dann suchen wir erneut“, meinte Martin Wilski. Willi Axer erwies sich hartnäckig, als „Mann für alle Fälle“, er stimmte spontan einer zweijährige Amtszeit zu. In geheimer Wahl wählten die Sportsfreunde ihn, Axer schlägt fürderhin beim TC auf.

Positive Sportberichte

Die weiteren Vorstandswahlen per Akklamation ergaben: Geschäftsführer Patrik Mohr, Kassenwart Björn Ruppert, erster Sportwart Julia Röhm, Clubwart Helmut Helzle (Nichtmitglied). Zweiter Vorsitzender bleibt Josef Plum. Zuvor wurde dem alten Vorstand einstimmig Entlastung erteilt.

Durchweg positive Berichte hatten zuvor Martin Wilski, Kassenwart Björn Ruppert, erster Sportwart Patrik Mohr und Jugendwartin Juli Röhm abgeliefert. Gerade bei der Jugend sei ein Mitgliederanstieg zu verzeichnen. Derzeit gibt es 201 Mitglieder bei den Erwachsenen (Vorjahr 190), 96 bei den Jugendlichen (92), so dass der TC über 297 Mitglieder verfügt.

Aus der Versammlung heraus wurde bezüglich des Voranschlags für das Haushaltsjahr 2014 deutlich gefordert, dass die Einnahmen zu verbessern seien und sparsamer mit dem Geld umgegangen werden müsse. Mehr Werbung auf der Anlage wurde vorgeschlagen, ebenso Spendenaufrufe (neue Küche für das Clubhaus).

Bei den Veranstaltungen sollen künftig Kuchenspenden und Speisen nicht mehr für lau abgegeben werden. Fraglich ist auch, ob durch eine Beitragserhöhung die finanzielle Lage zu stemmen sei. Der neue Vorstand jedenfalls wird sich auf seiner ersten Vorstandssitzung mit möglichen Beschlüssen befassen. Einig war man sich jedoch, das Tennisheim nicht anderweitig vermieten zu wollen.

Fest steht auch, der jährliche Wandertag bleibt im Vereinsangebot, er „schweiße zusammen“, sagte Günther Severain.

Ehepaar Stoffels geehrt

Vorsitzender Willi Axer und Vorgänger Martin Wilski ehrten für 25-jährige Mitgliedschaft Rita Severain, Gaby Leinesser, Maria Völl, Monika Schewe und Jasmin Schewe (die drei letzten Damen fehlten). Außerdem wurden Irene und Ingo Stoffels zu neuen Ehrenmitgliedern ernannt. Alle Geehrten erhielten Urkunden und herzlichen Dank für ihre Engagements.

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