Führerloser Traktor landet im Bett der Vicht

Von: Peter Stollenwerk
Letzte Aktualisierung:
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Die steile Uferböschung (im Hintergrund rechts) rollte der führerlose Trecker hinunter. Hier überschlug er sich und blieb seitlich im Bachbett der Vicht liegen. Foto: P. Stollenwerk
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Auf seiner Irrfahrt mähte der Traktor auch einige junge Obstbäume nieder. Foto: P. Stollenwerk

Rott. Nur noch hilflos zuschauen konnten am Donnerstagmittag drei Männer, deren Traktor sich plötzlich selbstständig machte. Auf einer Wiese am Ende des Brunnenweges in Rott war das Trio gegen 11.30 Uhr gerade damit beschäftigt, einen Weidezaun zu erneuern.

Plötzlich setzte sich der ebenfalls auf der Wiese abgestellte schwere Traktor mit Baggeraufsatz in Bewegung und rollte aus bisher noch ungeklärter Ursache langsam auf das dahinter liegende abschüssige Gelände zu. Dann durchbrach das tonnenschwere landwirtschaftliche Nutzfahrzeug zunächst einen stabilen Stacheldrahtzaun und überquerte dann einen Feldweg. Dieser Weg dient augenblicklich als Umleitungsstrecke für den Eifelsteig. Nach Überqueren des Weges durchbrach der Traktor einen weiteren Weidezaun sowie eine Hecke, ehe er auf einen abschüssigen Wiesenhang geriet.

„Ich sah nur noch, wie der Trecker immer schneller wurde“, berichtet einer der Männer, der aber auch aufatmen konnte, weil der außer Kontrolle geratene Koloss sich zum Glück nicht auf ein unterhalb linksseitig liegendes Wochenendhaus zubewegte.

Auch mehrere junge Obstbäume konnten das immer mehr Tempo aufnehmende führerlose Gefährt nicht aufhalten. Nach etwa 300 Metern Fahrt stürzte der Traktor die steile Uferböschung zur Vicht hinunter, überschlug sich und blieb schließlich schwer beschädigt auf der Seite im Bachbett liegen. Die drei Männer informierten umgehend die Feuerwehr, die großem Aufgebot anrückte. Die Löschgruppe Rott und der Löschzug Roetgen waren mit vier Fahrzeugen und 14 Wehrleuten im Einsatz, der gegen 16 Uhr beendet werden konnte.

Mit Hilfe eines weiteren Treckers wurde das Unglücksfahrzeug zunächst einmal wieder aufgerichtet. Die Feuerwehr Roetgen errichtete wegen der ausgelaufenen Betriebsstoffe zwei Ölsperren in der Vicht. Auch ein Mitarbeiter des Wasserverbandes Eifel-Rur inspizierte die Unglücksstelle. Die Unglücksstelle befindet sich allerdings einige Kilometer außerhalb des Trinkwassereinzugsgebietes Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand, aber der Sachschaden ist beträchtlich. Die Bergung des Traktors wurde auch durch das Ordnungsamt Roetgen und die Städteregion Aachen begleitet. Zum Glück war nur eine geringe Menge an Betriebsstoffen in den Bachlauf gelangt.

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