Rollesbroich - Frühlingsgrüße quer durch die Musik

Frühlingsgrüße quer durch die Musik

Von: ale
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Ihre musikalische Vielfalt unt
Ihre musikalische Vielfalt unterstrich die Musikvereinigung Harmonie Rollesbroich beim Frühjahrskonzert in der Pfarrkirche. Foto: Anneliese Lauscher

Rollesbroich. Frühlingsgrüße wollten die Musiker der „Harmonie” Rollesbroich ihren Gästen übermitteln; in der Rollesbroicher Pfarrkirche spielte das Orchester jetzt vor voll besetzten Reihen auf, um die Gäste zu erfreuen.

Farbenfrohe Frühlingsblumen waren vor der Bühne aufgestellt worden, das 38. Frühjahrskonzert bot einen bunten Melodienstrauß. Für das Jubiläumsjahr des Musikvereins - er wird 110 Jahre alt - hatte man sich offensichtlich ein anspruchsvolles Programm vorgenommen. Den Auftakt bildete der „Saxophone Rag”, bei dem das Jugendorchester unter Leitung von Claudia Nießen eine schöne Vorstellung gab; die jungen Saxophonisten boten eine rhythmisch-kesse Kostprobe ihres Könnens.

Andrea Wilden, die stellvertretende Vorsitzende des Musikvereins, bedankte sich bei Pastor Stoffels und dem Kirchenvorstand, dass wieder einmal der Kirchenraum mit seiner guten Akustik für das Konzert zur Verfügung stand. Sie begrüßte besonders den Ehrenvorsitzenden des Musikvereins, Klemens Lennartz, sowie Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und Ortsvorsteher Marc Topp.

Filmszenen als Begleitung

Mit „Air Force One” ging es in die Lüfte, zur stürmischen Musik wurde ein Video mit Szenen aus dem berühmten Film gezeigt; Dirigent Achim Breuer forderte eine konzentrierte Leistung seines Orchesters, die mit viel Applaus belohnt wurde. Dann durfte sich das Publikum über eine Polka freuen, mit Schwung, Können und Spielfreude zogen die Musiker alle Register; man merkte, dass „Du bist wunderbar” ihre Lieblingspolka ist.

Auch „Unheilig” in der Kirche

Über Mozart lässt sich viel erzählen: Achim Breuer zeigte einige Stationen aus dem Leben des Genies auf und kündigte unsterbliche Melodien an. Die ganze Aufmerksamkeit richtete sich anfangs auf Claudia Nießen, die in der Arie „Dies Bildnis ist bezaubernd schön” mit einem Trompetensolo glänzte. Auch „Reich mir die Hand, mein Leben” gelang den Bläsern besonders gut, schmeichelnd, sanft, verführerisch.

Ausgerechnet „Unheilig” hatte man für das Konzert in der Kirche ausgewählt! Achim Breuer las ein Zitat des „Grafen” vor: „Ich brauche keine Religion, um mit Gott zu sprechen.” Ein peppiger Querschnitt aus den bekannten Melodien gefiel offensichtlich sehr. Eine Überraschung präsentierte das Orchester mit dem Swing-Jazz „A Night Like this” von Caro Emerald, hier trumpfte Steffi Syben mit ihrer gewaltigen Stimme auf.

Die Sängerin gehört zu „Acht-Capella”, einem Doppelquartett aus vier Damen und Herren. Echt hörenswert waren deren Vorträge, starke Soli und raffiniert gezauberte Begleitung, alles nur mit den Stimmen gemacht. Besonders starken Beifall gabs für die witzige „Barbara Ann” von den Beach Boys.

Das Orchester spielte sich ebenfalls in Hochform: Radetzky Forever war eine witzige, leicht chaotische Mischung aus zwei weltberühmten Märschen, dem Radetzky-Marsch und „Stars and Stripes Forever”. Mit Status Quo wurde rund um die Welt gerockt, und dem Gitarristen Eric Clapton wurde eine Hommage gewidmet, das melodiöse „Wonderful Tonight” war ein Ohrenschmaus.

Eine schwungvolle, frische Polka setzte den Schlusspunktdes musikalischen Blumenstraußes: die Löffelpolka der Egerländer. Die Zuhörer spendeten lang anhaltenden Applaus für einen unvergesslichen Musikabend.
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