Frühjahrskonzert: Mit Blech, Holz, Schlagwerk und Stimme

Von: hes
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„Kuschelig“ wurde es unter dem Dach des Kunst- und Kulturzentrums „Weisses Pferdchen“, als der Musikverein „Eintracht“ Mützenich dort unter Leitung von Helmut David zum traditionellen Frühjahrskonzert aufspielte. Foto: Heiner Schepp

Mützenich. „Wir hoffen, dass wir mit unserer Musik ein wenig den Frühling locken können“, begrüßte Vorsitzender Rolf Müller die Zuhörer in der Kunst- und Kulturstätte „Weisses Pferdchen“ zum diesjährigen Frühjahrskonzert des Musikvereins „Eintracht“ Mützenich. Denn bunt wie der Frühling war auch das Programm, das die insgesamt über 60 Aktiven den Zuhörern darboten.

Den Anfang machte das Jugendorchester unter Leitung von Stefan Jollet, das, verstärkt durch einige erfahrenere und jung gebliebene Musiker schon ein erstaunliches Klangbild auf die Bühne zauberte. Los ging‘s mit einem Medley der bekannten Filmmusik aus „Piraten der Karibik“, auch „Skyfall“ ist Cineasten bekannt, nämlich als Begleitmusik zu einem James-Bond-Krimi. Rhythmisch und rockig ging es beim Medley „Best of Queen“ zu, einer Hommage an Freddy Mercury & Co., die auch ohne Gitarren gut klingt.

Mit Filmmusik startete dann auch das große Orchester, mit dem sich alle Plätze auf der Bühne füllten, so dass man für Dirigent Helmut David ein eigenes Podest davor hatte aufbauen müssen. Die „Winnetou-Melodie“ ist nicht nur durch die TV-Neuauflage im vergangenen Jahr vielen noch im Ohr und entfaltete in der guten Akustik des Saales einen beeindruckenden Klang.

Nach der Musical-Melodie aus „König der Löwen“ legten Helmut David und sein stolzes Ensemble die modernsten Stücke des Repertoires 2017 auf: „Cheerleader“ vom jamaikanischen Popsänger Omi ist auch als Blasmusik-Arrangement ein absoluter Ohrwurm, „Haven‘t met you yet“ von Michael Bublé erfreute besonders auch Moderator Mark Förster, den die „Eintracht“ erstmals hatte gewinnen können und der bekannte: „Das ist einer meiner absoluten Lieblingssänger!“

Musikalisch anspruchsvoll ging es weiter mit dem Medley aus „Tanz der Vampire“, das schwindelerregende Tempi, düstere Passagen und bekannte Melodien gekonnt miteinander verbindet und die Zuhörer zufrieden in die Pause entließ. Nach dem Luftholen und der ungewöhnlichen Ehrung für Bernhard Jollet (s. Box) hielt das Orchester den Spannungsbogen hoch und fuhr mit geballtem Pop fort: Michael Jacksons „Heal the world“ („Heile die Welt“) kündigte Mark Förster als „Stück mit einer hoch aktuellen Botschaft“ an, „Lemon Tree“ und das unsterbliche Abba-Medley waren Vertreter der leichten, unbeschwerten Popmusik.

Mit starken Saxofon- und Trompeten-Registern war „Time for Boogie“ für das „Eintracht“-Orchester wie gemacht, ehe die Blasmusiker ganz andere Qualitäten bewiesen: „E Dörpche litt em Monscher Land“ heißt die Hymne der Mützenicher, die für den Musikverein eigens als flotter Marsch vertont wurde und die im Trio mit inbrünstigem Gesang der Blasmusiker mitreißt.

Mit dem folgenden „Military Escort“ und der stürmisch geforderten Zugabe „Alte Kameraden“ endete ein tolles Frühjahrskonzert dann mit traditioneller Blasmusik, die trotz moderner Ausrichtung bei der „Eintracht“ immer noch ihren Platz im Repertoire hat.

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