Frühjahrskonzert der „Eintracht“ mit Tango und Schlager-Disco-Fox

Von: nap
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Der Musikverein „Eintracht“ Konzen nahm seine zahlreichen Zuhörer am Samstagabend im Konzener Musik- und Kulturzentrum (MuK) mit auf eine Reise durch Süd- und Mittelamerika und legte dabei auch einen kurzen Zwischenstopp in der Karibik ein. Dirigent Bertram Model und sein Orchester ließen sich für ihre hohe musikalische Klasse und das abwechslungsreiche Programm von den begeisterten Besuchern feiern. Foto: Nadine Palm

Konzen. Die überschwappende Lebensfreude süd- und mittelamerikanischer Musik übertrugen die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins „Eintracht“ Konzen auf ihrem Frühjahrskonzert, das am Samstagabend im Musik- und Kulturzentrum (MuK) stattfand, auf ihre begeisterten Zuhörer.

Unter dem Motto „Eine Reise durch Süd- und Mittelamerika und die Karibik“ gestaltete das knapp 60-köpfige Blasorchester der „Eintracht“ mit seinem Dirigenten Bertram Model einen kurzweiligen Konzertabend, der von vielen musikalischen Höhepunkten und einer abwechslungsreichen Auswahl an Musikstücken geprägt war.

Der 1. Vorsitzende, Stephan Förster, freute sich, wieder zahlreiche Besucher im MuK begrüßen zu dürfen und startete sogleich mit seinem Jugendorchester in einen abwechslungsreichen Konzertabend.

„Accidentally in Love“ machte den Anfang und bewies, dass sich die intensive Probearbeit der rund 30 Nachwuchsmusiker in den letzten Wochen bezahlt gemacht hat. Lena Jung glänzte am Saxofon bei Alfred Bösendorfers „Guidita“ und zeigte als Solistin starke Nerven. Mit Elvis Presleys Evergreen „You are always on my mind“ und „Beyond the sea” aus dem Disney-Erfolg „Findet Nemo” gaben die Nachwuchsmusiker mit Stephan Förster weitere Einblicke in ihr musikalisches Können, ehe sie den „Zugabe-Rufen” des Publikums mit „Two celtic folksongs“ gerne nachkamen und hiermit ein kleines Stück Irland nach Konzen holten.

Mit Jack Sparrow unterwegs

Traditionell eröffnete das große Orchester des Konzener Musikvereins das Frühjahrskonzert mit einem Konzertmarsch. Der slowenische Marsch „Triglav“ bestach vor allem durch seine eingängige Melodie und den harmonischen Wechsel zwischen zünftigen Marschklängen und zarten Tönen der Holzbläser.

Danach begann die „Eintracht“ ihre musikalische Reise in die Länder Süd- und Mittelamerikas. „Conquest of Paradise“, Titelmusik des Films „1492 – die Eroberung des Paradieses“, erlangte durch Boxer Henry Maske große Bekanntheit, der von diesem Musikstück begleitet bei seinem WM-Kampf 1994 in den Ring schritt. Der monotone Rhythmus und der Wechsel der Melodiestimme zwischen den einzelnen Registern prägen dieses bekannte Liedgut.

Einen musikalischen Höhepunkt des kurzweiligen Konzertabends bildeten die Melodien aus dem Disney-Welterfolg „Fluch der Karibik“. Zahlreiche Tempo- und Tonartwechsel gepaart mit anspruchsvollen Begleit-Rhythmen stellten eine große musikalische Herausforderung dar, die die Musiker der „Eintracht“ mit Bravour meisterten. Man konnte das Piratenschiff „Black Pearl“ mit Kapitän Pirat Jack Sparrow förmlich über die Weltmeere segeln sehen.

Die Schlagzeuger gaben dem Stück mit ihren zahlreichen Schlaginstrumenten das gewisse Etwas und erzeugten mit ihren Pauken ein furchteinflößendes Gewitter. Die düsteren Klänge des tiefen Blechs kämpfen immer wieder gegen die hellen, filigranen Klänge der Holzbläser an. Für diese emotionsgeladene Darbietung erhielten Dirigent Bertram Model und sein Orchester großen Beifall.

Mit „Don’t cry for me Argentina“ wurde ein Gegenpol zum „Fluch der Karibik“ geboten. Mit der Titelmusik zum Musical „Evita“, die im Jahr 1977 erstmalig veröffentlicht – und seitdem vielfach gecovert wurde, zeigten die Blasmusiker ihre ruhige, gefühlvolle Seite. Das tiefe Blech erzeugte einen sanften Rhythmus, der die Grundlage für die feine Melodiestimme bildete. Als lateinamerikanische Tanzkapelle könnte die „Eintracht“ mit dem Tango „La Cumparsita“ und dem Cha-Cha-Cha „Patricia“ problemlos auftreten. Wer hätte gedacht, dass sich diese Tänze mit einer klassischen Blasorchester-Besetzung derart überzeugend intonieren lassen.

Feuerwerk der Emotionen

Ein Feuerwerk der Emotionen und Energie entfachte das Schlagzeugregister beim „Samba de Janeiro“. Mit einem virtuosen Solo, das zwischen den einzelnen Schlaginstrumenten hin und hersprang, rissen Sascha Huppertz, Sebastian Schmitz und Jonas Brück ihre Zuhörer mit. Ihr Registerkollege Christian Huppertz gab derweil am E-Bass alles. Auch die Posaunen gaben bei diesem Stück Vollgas und feierten brasilianischen Karneval in Konzen.

Die Schlagerfans kamen an diesem Konzertabend ebenfalls nicht zu kurz. Die „Eintracht“ präsentierte ein Dieter-Thomas-Kuhn-Medley, das Hits wie „Anita“, „Mendocino“ und „Fiesta Mexicana“ an diesem Abend wieder auferstehen ließ.

Für ein derart facettenreiches Programm, das vom Tango bis zum Schlager-Disco-Fox reichte, spendeten die Zuhörer großen Beifall und forderten lautstark eine Zugabe. Bei „Schuld war nur der Bossa Nova“ übernahmen Alina Rosenwick und Nadine Palm den Gesang, ehe mit „Samba de Janeiro“ das MuK noch einmal kräftig zum Beben gebracht wurde.

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