Früherer Turnweltmeister Eberhard Ginger in Roetgen

Von: kk
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Der 1. Vorsitzende des FC Roetgens, Friedrich Kessel, freute sich mit seiner Vorstandsmannschaft über den Besuch des Bundestagsabgeordneten Eberhard Gienger (Siebter von rechts). Foto: Kurt Kaiser

Roetgen. Auch wenn der Kalender des Bundestagsabgeordneten und Mitglieds des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, Eberhard Gienger, mit Terminen randvoll ist, besuchte der frühere Turnweltmeister auf Einladung der CDU Roetgen am Freitag im Rahmen der Jugend-Sportwoche des SV Rott die sporttreibenden Vereine der Gemeinde Roetgen.

Politisch ist der Turnweltmeister erst seit 1996 aktiv. Seit 2002 ist der Diplomsportlehrer und gebürtige Künzelsauer Bundestagsabgeordneter. Neben seinen politischen Aufgaben nimmt der Bundestagsabgeordnete aber auch noch etliche Aufgaben in Vereinen, Verbänden und Stiftungen wahr. Seine sportlichen Höhepunkte feierte Eberhard Gienger in den 1970er Jahren. Nach ihm ist der Gienger Salto, ein Flugelement am Reck, benannt.

Die sportliche Vita des Turnweltmeisters ist mit Erfolgen gespickt. Unter anderem wurde er in den Jahren von 1971 bis 1981 36-facher Deutscher Meister. In den Jahren 1973, 1975 und 1981 wurde er Europameister am Reck. Bei den olympischen Spielen 1976 in Montreal holte Eberhard Gienger die Bronzemedaille für Deutschland. 1974 wurde er in Varna Weltmeister am Reck. 1974 und 1978 wählten Deutschlands Sportjournalisten ihn zum Sportler des Jahres. Schon viele Jahre bevor Eberhard Gienger politisch tätig wurde, war er durch seine überragenden sportlichen Leistung schon ein gern gesehener Botschafter Deutschlands.

Die Reise durch Roetgens sportbetreibende Vereine begann der Bundestagsabgeordnete, der vom Landtagsabgeordneten und Vorsitzendem des Sportausschuss des Landtages, Axel Wirtz, vom Alsdorfer Bundestagsabgeordneten Helmut Brand, vom Abgeordneten der Städteregion Aachen, Ronald Borning, und vom Vorsitzendem des Roetgener Gemeindesportbundes, Helmut Helzle, begleitet wurde am Freitag beim TV Roetgen. An der vereinseigenen TV Halle in der Rosentalstrasse begrüßte der Fraktionsvorsitzende der Roetgener CDU, Stephan Speitkamp, mit einigen Vorstandsmitgliedern des TV Roetgen den früheren Turnweltmeister. Über den neuen Kunstrasenplatz ging es dann zum FC Roetgen.

Bei beiden Vereinen ging Eberhard Gienger näher auf seine sportpolitischen Aufgaben ein. Beim Bund ist er mehr für die Mittelaufteilung im Spitzensport zuständig, aber auch für die Förderung des Ehrenamtes, den Mindestlohn, einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Doping und die Gesetze gegen Spiele- und Spielermanipulation beschäftigen den sportpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Integrationsarbeit der Vereine

Da Eberhard Gienger und auch der Landtagsabgeordnete Axel Wirtz Menschen sind, die ein geordnetes Vereinsleben schätzen, hatten beide ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der beiden Roetgener Sportvereine. „Der Kampf um unsere Jugend hat für die Vereine begonnen“, sagte Eberhard Gienger, wohl wissend, dass es für die Vereine immer schwerer wird, Jugendliche für den Amateursport zu begeistern.

Beim FC 13 erklärte der Turnweltmeister, dass er sich erst mit 14 Jahren für den Turnsport entschieden hatte und vorher auch lieber gegen die runde Kugel getreten hatte. In der Defensive der Bundestagsmannschaft taucht der 63-Jährige heute noch auf.

Vom FC Roetgen ging es dann zum SV Rott, wo der SV Vorsitzende, Paul Mirbach, mit seiner Vorstandsmannschaft die sportliche Delegation begrüßte. Auch beim ranghöchsten Nordeifeler Fußballverein wurde Eberhard Gienger mit den sportlichen und steuerlichen Problemen der Amateurvereine konfrontiert. Nach dem Termin beim SV Rott ging es eine Tür weiter in die Rotter Schützenhalle, wo der Vorsitzende des Schützenvereins, Hans Dirk Coppeneur, und der Bürgermeisterkandidat der CDU, Björn Schmitz, den Bundestagsabgeordneten mit seiner Crew empfingen. Björn Schmitz hob in seiner Ansprache noch mal die sportlichen Erfolge des Turnweltmeisters hervor und bedankte sich beim ihm, dass er am Freitagnachmittag noch den Weg vom Osten des Landes in eine der westlichsten Gemeinden Deutschlands gefunden hatte.

In seinem anschließenden Vortrag ging der Bundestagsabgeordnete noch mal auf die Themen ein, mit denen er bei den Sportvereinen konfrontiert worden war. Dass Eberhard Gienger Vereinsarbeit und die Integrationsarbeit der Vereine für sehr wichtig hält, machte er mit folgenden Worten deutlich: „Der Verein ist die zweite Familie und der Kit unserer Gesellschaft.“

Nach über sechs Stunden bei den Roetgener Sportvereinen bedankten sich Stephan Speitkamp und Björn Schmitz mit einigen Eifeler Spezialitäten bei dem sympathischen Turnweltmeister, der bei den Roetgener Vereinen zeigte, dass er auch auf der politischen Bühne Kür und Pflicht bestens beherrscht .

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