Einruhr/Rurberg - Fronleichnamsfest in einmaliger Kulisse

Fronleichnamsfest in einmaliger Kulisse

Von: Gudrun Klinkhammer
Letzte Aktualisierung:
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Die Gläubigen pilgerten nach Rurberg; die einen kamen zu Fuß über den Damm, der den Obersee vom Rursee trennt, die anderen kamen auf der „Stella Maris“, dem Flaggschiff der Rursee-flotte, angefahren.
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Hildegard Büchel zündete die Altarkerzen im Schiff an.

Einruhr/Rurberg. Die Flamme tanzte auf der Zündholzspitze, es herrschte Durchzug auf dem Schiff „Seensucht“ der Rurseeflotte. An diesem Feiertag herrschte mal wieder Ausnahmezustand auf zwei Rurseeschiffen. Schützend legte Hildegard Büchel ihre linke Hand um den Kerzendocht und um das flammende Streichholz.

Problemlos ließ sich daraufhin die erste Altarkerze anzünden. Zum 28. Mal zündete die 74-Jährige aus Einruhr die Altarkerzen in einem Schiff der Rurseeflotte zu Fronleichnam an. Sowohl das Schiff „Seensucht“ als auch „Stella Maris“ starteten noch vor Sonnenaufgang in ihren Häfen, die „Stella Maris“ in Schwammenauel und die „Seensucht“ in Einruhr, um Rurberg anzusteuern. Dort wurde am Antoniushof der Fronleichnams-Gottesdienst gefeiert. In Einruhr stiegen auch die Geistlichen, die die Überfahrt und die Messe zelebrierten, ein. Das waren Pastor Michael Stoffel, Pater Daniel von den Franziskanern in Vossenack und Gemeindereferent Sven Riehm.

Rund 350 Gläubige folgten von Schwammenauel und Einruhr aus der Einladung zur ungewöhnlichen Prozession auf dem Wasser. Eine der Teilnehmerinnen war die 79-jährige Gisela Cremer aus Einruhr. Hatte sie in den vergangenen Jahren die Messe in Rurberg eher mit dem Auto angesteuert, freute sie sich nun, zum ersten Mal vom Schiff aus diesen besonderen Tag begrüßen zu können.

Cremer: „Ich bin gespannt auf das, was kommt.“ Herzlich wurde sie von Bekannten, unter anderem von Hildegard Büchel, am Anleger begrüßt. Ununterbrochen beteten sie fortan, betend legten die Gläubigen mit der „Seensucht“ auch in Einruhr bei noch leichten Morgennebelschwaden ab.

In Rurberg schlängelte sich die Prozession dann über den Damm, der den Obersee vom Rursee trennt. Wie bestellt kletterte genau zu diesem Zeitpunkt die Sonne über die Bergspitzen und beleuchtete die Szenerie. Pastor Michael Stoffels sagte am Rande: „Die Kulisse am Rursee am Donnerstagmorgen war mal wieder einmalig schön.“

Pater Daniel hielt die Predigt. Für die musikalische Umrahmung waren von Woffelsbach aus der Musikverein „Rurseeklänge“ Woffelsbach unter der Leitung von Dirk Cremer verantwortlich. Die Woffelsbacher spielten auch während der Festmesse am Antoniushof auf. Von Einruhr aus begleitete die Prozession bis hin nach Rurberg der Musikverein „Allzeit Fröhlich“ Dedenborn.

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