Rurberg - Fronleichnam führt rund 200 Gläubige nach Rurberg

Fronleichnam führt rund 200 Gläubige nach Rurberg

Von: P. St.
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Nicht nur bei den Messdienern
Nicht nur bei den Messdienern sondern auch bei den Teilnehmern des Gottesdienstes waren beim Fest Fronleichnam am Rursee Regenschirme gefragt. Foto: P. Stollenwerk

Rurberg. „Jesus forderte die Jünger auf, ins Boot zu steigen und ans andere Ufer vorauszufahren.” So wie im Matthäus-Evangelium Jesus auf unruhiger See seine Jünger auf eine Glaubensprüfung stellt, folgten am Fronleichnamstag auch in der Eifel wieder zahlreiche Gläubige dem Ruf der Kirche, gemeinsam das Hochfest des Leibes und Blutes Christi zu feiern.

Eine besonders eindringliche Form der Feier im Einklang mit der Natur bietet seit nahezu 30 Jahren die Schiffsprozession am Rursee mit den Fahrgastschiffen der Rurseeschifffahrt als gemeinsame Einladung der beiden Pfarren St. Barbara Rurberg und St. Nikolaus Einruhr. Seit 2010 treffen sich beide Schiffsprozessionen aus Einruhr und Woffelsbach sowie die Rurberger Fußprozession zu gemeinsamen Messfeier am neuen Antoniushof, wo sich unter dem Altar auf der Bühne die Wald- und Seenlandschaft ausbreitet.

Das herrliche Bild der erwachenden Natur und der rund 200 Gläubigen wurde diesmal allerdings ein wenig getrübt durch anhaltenden Nieselregen, dem erst der Schlusssegen ein Ende bereitete.

Von Woffelsbach aus stach die Stella Maris mit den Gläubigen an Bord in Richtung Rurberg in See, von Einruhr aus glitt schon in aller Frühe um 7.30 Uhr die Nikolaus über den Obersee.

Es ähnelte nicht gerade der Schiffsparade auf der Themse zum 60. Thronjubiläum der englischen Königin, als sich das stattliche Fahrgastschiff der Rurseeschifffahrt am neuen barrierefrei gestalteten Anleger ab Woffelsbach in Bewegung setzte, aber immerhin ein Handvoll Boote waren der Aufforderung, das Sakramentsschiff zu begleiten, gefolgt. Mit zwei Booten hatte die DLRG einen Großeinsatz und auch ein Boot der Feuerwehr zog mit. Drei weitere Segelboote bildeten das insgesamt spärliche Spalier.

Auf der Nikolaus begleitete die Musikvereinigung Dedenborn die Gläubigen zwischen Gebeten und meditativen Texten, während zeitgleich die Stella Maris unter musikalischer Begleitung der Rursee-klänge an der Anlegestelle Rurberg festmachte.

Vor der Stirnseite des Antoniushofes nahmen die Gläubigen Platz mit Blick auf die blumengeschmückte Altarbühne. Herzlich begrüßt wurde hier vom Simmerather GdG-Pfarrer Michael Stoffels und dem in der Eifel immer gern gesehenen Lütticher Bischof Aloys Jousten, der sich angesichts der Witterung selbst auferlegte, seine Festpredigt kurz fassen.

Unterstützt wurde er beim Gottesdienst von Pfarrer Michael Stoffels, der sich inzwischen mit einer Pilgergruppe im Wallfahrtsort Lourdes befindet und Gemeindereferent Sven Riehn. Die Messdiener und einige Kommunionkinder hatten in der ersten Reihe Platz genommen, als der Bischof den tieferen Sinn des Fronleichnamsfestes erläuterte und dessen Bedeutung besonders daran festmachte, dass an diesem Tag die Gläubigen aus allen Richtungen zusammengeführt würden. Er freue sich, dass so viele Menschen dem „Ruf Christi nach Rurberg” gefolgt seien. Dies sei ein eindrucksvolles Zeichen für das Funktionieren des Schiffes Gemeinde, „das uns durch das Meer der Zeit führt.” Weiter sagte Aloys Jousten: „Die Gemeinschaft der Gläubigen bringt zum Ausdruck, dass wir das Vertrauen Gottes, seine Vergebung und seine Versöhnung annehmen.”

Dann machten sich die drei Prozessionen wieder auf ihren eigenen Weg, und es läuteten fast die Mittagsglocken, als die letzten Prozessionsteilnehmer wieder zu Hause ankamen.
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