„Frittenbuden-Liebreiz”: Nach 35 Jahren vor dem Aus

Von: Günther Sander
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Nach mehr als  35 Jahren soll
Nach mehr als 35 Jahren soll „Knauf Imbiss” in Petergensfeld jetzt verkauft werden. Der „Frittenbuden-Liebreiz” hat dann ein Ende. Foto: Günther Sander

Roetgen/Petergensfeld. In mehr als 35 Jahren hat sich „Knauf Imbiss” an der Bundesstraße in Petergensfeld mit „Belgischen Fritten” einen Namen gemacht. Und die allermeisten Kunden bestätigen, was die Werbung verspricht: „Fritten schmecken immer juut!”

Echte selbst gemachte belgische Fritten, besonders große Portionen, so kennt man den Imbiss gegenüber dem neuen Vennbahnradweg in Roetgen.

Jetzt, nach über 35 Jahren, wollen Hans und Ria Knauf, die von ihren Kindern Melanie und Stefan unterstützt werden, ihren weithin Imbiss verkaufen. „Es geht nicht mehr, ich muss aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten”, erklärt Hans Knauf gegenüber unserer Zeitung. Ria Knauf sieht das nahende Ende mit einem lachenden und weinenden Auge. „Es tut schon weh, wir hängen alle an unserem Geschäft”, bedauert sie.

Immerhin ist dieses Geschäft bereits seit mehr als 35 Jahren an der selben Stelle. Im Jahr 1977 hat Vater Matthias Knauf den Anfang gemacht, Sohn Hans mit Frau und Kindern traten 1989 das „Erbe” an. Permanent wurde der Imbiss umgebaut, erweitert, modernisiert und hat sich zu einem bei Wanderern und Radlern beliebten Speiselokal gemausert.

„Unsere Kinder haben ihre Berufe, die möchten das Geschäft nicht übernehmen”, sagen Hans und Ria Knauf. Also: Das gesamte Ensemble (Geschäft und Wohnhaus), ein großes Areal, steht zum Verkauf an. Die Geschäftsleute suchen einen Nachfolger, der den Imbiss nach „Knaufscher Art” weiterfüht. Eine andere Nutzung würden sie auch akzeptieren, ein Abriss wird nicht gewünscht. „Alle meine Rezepte stelle ich gerne zur Verfügung”, fügt Hans Knauf hinzu.

Die sind in ganz Deutschland gefragt, ebenso der Chef, denn er hatte Anfragen auch aus dem Ausland, um dort so etwas wie in Petergensfeld aufzubauen.

In Petergensfeld boomt das Geschäft dank des neuen Vennbahnradweges. Man könne es kaum noch schaffen, war zu hören. Eile ist derweil aber nicht geboten. Erst wenn ein geeigneter Käufer gefunden worden sei, wollen sich die Knaufs zur Ruhe setzen. Bis dahin brauchen Kunden auf die bekannte Currywurst mit Röstzwiebeln, Pommes und Mayo nicht zu verzichten, ebenso der hausgemachte Sauerbraten ist noch zu haben. Vorerst noch bleibt der „Frittenbuden-Liebreiz” erhalten.
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