Friedhofs-WC ein „Ort des Ekels“

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Das „stille Örtchen“ auf dem Roetgener Friedhof bietet keinen schönen Anblick. Foto: Günther Sander

Roetgen. „Eklig, unhygienisch, schlichtweg unfassbar“, so urteilen Friedhofsbesucher über den derzeitigen Zustand der öffentlichen Toilettenanlage auf dem Friedhof an der Hauptstraße in Roetgen. Die FDP Roetgen hat sich nun vor Ort selbst umgeschaut und kann sich dem Urteil der Bürger nur anschließen.

Deshalb bekam Bürgermeister Manfred Eis nun einen Antrag überreicht, der die Mängel auflistet und für rasche Abhilfe sorgen soll. Schon beim Öffnen der WC-Türe bietet sich dem Benutzer ein beschämendes Bild. Von einem Klositz mit Deckel ist nichts zu sehen, Papierhandtücher sind Mangelware. Nicht zu übersehen jedoch überlaufende Papierauffangbehälter sowie verschmutzte Wände. Fürwahr nicht einladend für Friedhofsbesucher, wenn sich das menschliche Bedürfnis bemerkbar macht.

„Vermutlich würde diese öffentliche Toilette bei einer Prüfung aus Sicherheitsgründen unter Hinweis auf den hohen Verschmutzungsgrad der Anlage und den damit einhergehenden Gesundheitsgefahren für Benutzer geschlossen werden“, heißt es im Antrag der Liberalen.

Die Probleme sind bekannt, aber bislang wurde nichts unternommen. Mehrere Parteien haben schon auf den schlechten Zustand hingewiesen, doch nun sieht die FDP „das Maß voll“, die Gemeindeverwaltung wurde erneut aufgefordert, „endlich unverzüglich zu handeln und den untragbaren Zustand zu beenden.“

Die Verwaltung möge schnellstmöglich ein entsprechendes Konzept erarbeiten, wie „der Ort des Ekels“ in eine „hygienisch anspruchsvolle öffentliche WC-Anlage“ umgewandelt werden kann. Außerdem heißt es im Antrag: „Welcher finanzielle Aufwand ist erforderlich, um das Vorhaben zu realisieren?“

Gewünscht wird ein Friedhofswärter (wie in der evangelischen Kirche), damit wieder „normale Zustände“ herrschen.

Bürgermeister Manfred Eis bestätigte gegenüber unserer Zeitung, das Problem sei nicht neu. Er appelliert an die Benutzer der Einrichtung, das „stille Örtchen“ sauber zu verlassen. Eine Sanierung sei im Haushalt 2013 vorgesehen, „aber wir haben einen Personalengpass“, entschuldigt Eis die Verzögerung. Man wolle versuchen, rasch nun wieder „saubere Verhältnisse“ zu schaffen.

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