Freundschaftstreffen zwischen Monschau und Bütgenbach

Von: P. St.
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In Freundschaft verbunden: Die Delegationen aus Monschau und Bütgenbach, bestehend aus Vertretern von Rat und Verwaltung, trafen sich zum 34. Mal in Folge. Ort des Geschehens war diesmal die Gemeindeverwaltung der ostbelgischen Kommune. Foto: P. Stollenwerk

Monschau/Bütgenbach. An Themen, die es anzupacken gibt, hat es im Laufe der regelmäßig stattfindenden Freundschaftstreffen zwischen den Kommunen Monschau auf deutscher und Bütgenbach auf belgischer Seite noch nie gefehlt. Auch beim jetzt stattgefundenen 34. Freundschaftstreffen der beiden Grenzkommunen stand die Gemeinsamkeit wieder im Mittelpunkt.

Das ganze Jahr über sind beide Verwaltungen bei Bedarf in Kontakt, aber die persönliche Begegnung darf zur Pflege der Freundschaft selbstverständlich nicht fehlen. Erst am vergangenen Sonntag wurde wieder mit dem gemeinsamen Herbstkonzert in Monschau ein bewährter Akzent der Freundschaft gesetzt.

Seit 33 Jahren hat diese Konzertreihe Tradition, und zum 19. Mal bereits sind musikalische Gäste aus Ostbelgien dabei. Getreu dem Wechselmodus fand das Treffen 2016 in Bütgenbach statt, wo nach der gut zweistündigen Gesprächsrunde der beiden Delegationen im Gebäude der Gemeindeverwaltung auch Bilanz gezogen wurde.

Im kommenden Frühsommer soll es die Neuauflage einer gemeinsamen grenzüberschreitenden Kunstausstellung mit Beteiligten aus Monschau und Bütgenbach geben. Auch das Radrennen Triptyque Ardennais verbindet seit Jahren bereits die beiden Kommunen. Im vorigen Jahr gab es auf deutscher Seite viel organisatorische Arbeit, weil im Stadtgebiet Monschau gleich zwei Halbetappenziele betreut werden mussten. Im Mai 2016 durchqueren die Fahrer erneut die Grenzregion.

Die Freundschaftsgesten auf beiden Seiten nehmen aber auch neue Formen an. So werden im Sommer Schüler aus Nidrum fünf Tage in Monschau verbringen.

Mehr Stellplätze am Bahnhof

Als einen „Riesenerfolg“ bezeichnete Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter den Vennbahnradweg. Gerade der Abschnitt zwischen Monschau und Bütgenbach gehöre zu den hochfrequentierten Streckenstücken. Diskutiert wurde beim Treffen über weitere Möglichkeiten der Aufwertung wie beispielsweise eine Ladesäule für Elektrofahrräder. Auch eine bessere Ausschilderung wurde als wünschenswert betrachtet.

Die Gemeinde Bütgenbach hat im Bereich des Kalterherberger Bahnhofes bereits konkrete Aktivitäten ergriffen. Von der belgischen Bahn wurde ein Grundstück erworben, wo für rund 80 Fahrzeuge weitere Stellplatzplatz-Kapazitäten geschaffen werden können.

Bei der Rad- und Wandermesse Ende Februar in Antwerpen wurde der „Wanderweg des Jahres“ gewählt. Erst im Frühjahr 2015 eröffnet, schaffte es der grenzüberschreitende „Weg des Gedenkens“, mit vier weiteren Wettbewerbern schon dieses Jahr ins Finale unter die besten fünf. Die Gesprächspartner aus Monschau und Bütgenbach kamen überein, die Marketing-Aktivitäten für diesen Weg noch auszudehnen, da er bei einheimischen Bevölkerung noch nicht so fest verankert sei.

Die Weg berührt die Gemeinden Bütgenbach, Büllingen, Hellenthal, Monschau und Weismes. Er ist 94 Kilometer lang und führt zu markanten Schauplätzen des Kriegsgeschehens in der Nordeifel. 30 Infotafeln erläutern in vier Sprachen das historische Geschehen und die Folgen des Krieges. Mitten in der Monschauer Altstadt liegen Start und Ziel des Rundwegs.

Praktische Unterstützung wollen die beiden Kommunen auch bei der Verbesserung der Internetverbindung anstreben. Es soll in Überlegungen technischer Art eingestiegen werden, ob die unterversorgten Bereiche Küchelscheid und Leykaul eventuell durch einen Anschluss an das deutsche Netz bedient werden können.

Zum Abschluss des offiziellen Treffens gab es dann noch den obligatorischen Geschenkeaustausch, wobei sich beide Kommunen in Bescheidenheit üben. Von deutscher Seite gab es Monschauer Adventskalender und den neuen Eifelkalender 2017, während die belgischen Gastgeber, allen voran Bürgermeister Emil Dannemark, mit einem Buchgeschenk und Weckmännern aufwarteten.

Auf die Tagesordnung eines jeden deutschen-belgischen Treffens mit politischer Dimension sollte in diesen Tagen eigentlich der Lütticher Problemreaktors Tihange 2 gehören. Die öffentliche Aufmerksamkeit, die das umstrittene Kernkraftwerk inzwischen erhält, war auch ein Thema in Bütgenbach. Der Austausch darüber stand zwar nicht auf der Tagesordnung, aber nach dem gemeinsamen Mittagessen im Bütgenbacher Hof, so wurde versichert, werde die Thematik ausgiebig zur Sprache kommen.

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