„Freundschaftsspiel“ der Musikvereine in der Tenne

Von: Peo
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Beim Freundschaftsspiel der Eifelklänge Eicherscheid und Lyra Höfen brachten fast 100 Musiker auf der Bühne die Tenne zum kochen Foto: Peter Offermann

Höfen/Eicherscheid. Ein Freundschaftsspiel zwischen Höfen und Eicherscheid? Da denken viele zu allererst an die Germania, den TV, den Sportplatz an der Bachstraße und das rollende Leder. Doch ging es diesmal um die Tenne sowie die beiden Musikvereine „Lyra“ und „Eifelklänge“, also ein musikalisches Freundschaftsspiel.

Zwei Vereine, welche abwechselnd die Gäste mit Themenblöcken musikalischer Stilrichtungen unterhalten, gemeinsam musizieren, niemals durcheinander.

Die Eifelklänge machten den Anfang. Ihr erster Teil: Volkstümlich, mit Stücken wie „Prager Gassen“, „Herz-Schmerz“ und der „Amboss-Polka“. Zum Schluss des ersten Teils war es Moderator Jochen Jansen eine Freude, an einen ganz besonderen Tag zu erinnern: den 14. Juli 1999. Damals spielten die Zillertaler Schürzenjäger vor über 5000 begeisterten Zuschauern auf dem Sportplatz. Und so war es klar, dass die Eicherscheider mit einem Potpourri aus Stücken wie „Sierra Madre“ und „Jodl-Automat“ an die 2007 aufgelöste Band erinnerten. Danach ging es mit der Lyra in die Welt des Schlagers. Von „Über den Wolken“ und „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“, einem Medley von Udo-Jürgens-Liedern sowie einer „surfenden Tenne“ zu Songs der Beach Boys war alles vertreten. Danach entführten die Eifelklänge in die Welt der lateinamerikanischen Musik mit Stücken wie „The Spanish Night ist over“ und „El Bimbo“.

Anschließend machten die Musiker der Lyra einen Abstecher nach Böhmen. Nicht nur das Gesangspaar Dorothee Breuer und Stefan Jansen in Tracht wusste stimmlich zu „Darf ich bitten bei schöner Blasmusik“ und „Aus Böhmen kommt die Musik“ zu begeistern. Allen voran der erst 15-jährige Jonas Breuer riss mit seinem Trompetenspiel das Publikum aus den Stühlen. Der „Alte Dessauer“ ist ein Marsch wie kein anderer. Nicht nur, dass der junge Mann die Solo-Signale in Perfektion beherrschte, beim letzten Posten fügte er noch ein paar Variationen hinzu, die die ganze Interpretation noch anspruchsvoller machten. Nach dieser Vorstellung waren ihm die stehenden Ovationen des gesamten Publikums, allen voran der Eifelklänge und der Lyra-Kollegen sicher. Klar, dass es hier im Anschluss, mit einem Augenzwinkern versehene Abwerbungsversuche und Tauschangebote ob der vielen Höfener in den Reihen der Eifelklänge, seitens Jochen Jansen gab.

Es folgte die Reise der Eifelklänge in die Welt des Schlagers. Hier durfte nicht nur Helene Fischer mit Hits wie „Atemlos“ und „Fehlerfrei“ einen Abstecher in die Tenne machen. Als wenn man in Eicherscheid eine Vorahnung über den Brexit gehabt hätten gab es auch „You´ll never walk alone“.

Nun folgte der gemeinsame Auftritt. Hier wurden abwechselnd unter der Leitung vom Eicherscheider Dirigenten Harry Schaeps und seinem Höfener Kollegen Ralf Jansen „Auf der Vogelwiese“, „Böhmischer Traum“, die „Borsicka Polka“ und „Heidi“ dargeboten, welche das frenetische Publikum auch zum Mitsingen einluden. Die Moderatoren des Abends, Jochen Jansen aus Eicherscheid und Heinz-Georg Kerkmann aus Höfen wussten das Publikum mit ihrem, humorvollen Zusammenspiel und gegenseitigen „Frotzeleien“ zwischen den Stücken zu begeistern. So erfuhren die Gäste auch, dass es doch Unterschiede zwischen einer Tuba und einer Waschmaschine gibt (bei einer von beiden kommt auf jeden Fall etwas „Sauberes“ am Ende raus).

Zum Schluss, bevor es noch eine gemeinsame Zugabe gab, war es am Vorsitzenden der Eifelklänge, Enrico Jansen, sich für den schönen Abend bei allen Mitwirkenden zu bedanken. Ein unterhaltsamer Abend der Superlative mit fast 100 Musikern auf der Bühne nahm nach dreieinhalb Stunden musikalischer Nonstop-Unterhaltung mit 34 Musikstücken aus dunterschiedlichen Stilrichtungen langsam seinen Ausklang.

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