Fremdwasser soll jetzt gestoppt werden

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
axelbild
Im Dialog: Der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz (vorne, li.) und Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter erörterten mit der Spitze der Stadtverwaltung für Monschau bedeutende Themen. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Zahlen lügen nicht. Das gilt auch für den Wasserverband Eifel-Rur, wenn er den Kommunen die jährliche Rechnung für das in den Kläranlagen ankommende und folglich zu reinigende Abwasser ausstellt.

Im Fall der Stadt Monschau aber lügen die Zahlen doch, denn im Stadtgebiet werden im Jahresschnitt gut 500.000 Kubikmeter Wasser verbraucht. Die Kanalsammler aber transportieren faktisch drei Millionen Kubikmeter Wasser (also die sechsfache Menge!) in die Kläranlagen.

Von den Hausanschlüssen bis zur Kläranlage gibt es also eine Art wunderbare Wasservermehrung, doch wundersam ist für die Stadt das Zusatzaufkommen keineswegs, weil man die Ursache genau kennt. Fremdwasser lautet das Problem, das nun gezielt bekämpft werden soll. Mit finanzieller Unterstützung des Landes soll in diesem Jahr ein Pilotprojekt zur deutlichen Reduzierung des Fremdwassers gestartet werden.

Bei einem Arbeitsbesuch in der Monschauer Stadtverwaltung erläuterte der CDU-Landtagsabgeordnete Wirtz, dass gemeinsam mit den betroffenen Bürgern eine „ganzheitliche Sanierung” erfolgen solle. Für die Untersuchung des Kanalnetzes in Verbindung mit der Erarbeitung einer Konzeption wolle das Land eine 80-prozentige Förderung bereitstellen. Ab dem Jahr 2011 soll dann die investive Phase erfolgen, indem die Fremdwassereinträge durch bauliche Eingriffe gestoppt werden sollen.

Undichte Kanalleitungen, durch die massenhaft Grundwasser eindringt, sind eine Ursache, aber auch Drainagen sowie Grund- und Oberflächenwasser, das von Privatleuten eingeleitet wird, erhöhen die Wasserfracht.

Wenn es gelinge, diese „wahnsinnigen hohen Fremdwassereinträge” zu minimieren, erläutert Bürgermeisterin Margareta Ritter, werde auch der Bürger über eine Verringerung der Gebühren deutlich entlastet.

Modell für Schulstandorte

Auch die Entwicklung der Schullandschaft in der Eifel war ein wichtiges Thema in der Gesprächsrunde des Abgeordneten. Drei Grundschulen an fünf Standorten bezeichnete Axel Wirtz als gute Lösung für die Stadt Monschau. Derzeit informiert die Stadt die Eltern über künftige Modell-Möglichkeiten bei den Grundschulen, ehe dann am 23. Februar der Schulausschuss einen endgültigen Beschluss trifft.

Allein 1,6 Millionen Euro muss die Schulstadt Monschau pro Jahr an Kosten für die Unterhaltung der weiterführenden Schüler und Schülerfahrtkosten aufbringen. Da gelte es, „in der gesamten Region nach Lösungen zu suchen”, betont Axel Wirtz. Eine gemeinsame Schulentwicklungsplanung für Monschau, Simmerath und Roetgen sei unabdingbar. Der CDU-Abgeordnete unterstrich in diesem Zusammenhang noch einmal sein „Bekenntnis zur Hauptschule und zum Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem.”

Margareta Ritter betonte, dass man mit dem Nachbarkommunen über die künftige regionale Gestaltung der Schulangebotes „in guten Gesprächen” sei.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert