Frauenhilfe Roetgen: Not gelindert, Freude gebracht

Von: heg
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Das Doppeljubiläum der Evange
Das Doppeljubiläum der Evangelischen Frauenhilfe und des Frauen- und Müttertreffs wurde mit einem festlichen Gottesdienst in der Kirche und einer Feierstunde im Gemeindehaus begangen. Dabei wurde die langjährige Treue der Frauen zu den beiden Institutionen gewürdigt. Foto: H. Giesen

Roetgen. Es war ein ganz besonderer Festtag für die evangelische Gemeinde in Roetgen: Vor 65 Jahren wurde die Evangelische Frauenhilfe gegründet, gleichzeitig blickte der Frauen- und Müttertreff auf sein 35-jähriges Bestehen zurück.

Das Doppeljubiläum wurde mit einem festlichen Gottesdienst in der Kirche und einer Feierstunde im Gemeindehaus begangen.

Den Gottesdienst mit den Pfarrern Wolfgang Köhne und Jens-Peter Bentzin hatten die Frauen beider Gemeinschaften unter das Psalmwort „Du stellst meine Füße auf weiten Raum” gestellt. Die musikalische Gestaltung hatten der Kirchenchor unter der Leitung von Ingeborg Gäb und der Posaunenchor unter der Leitung von Helmut Bechtel übernommen.

Langjährige Treue gewürdigt

Im Rahmen des Gottesdienstes wurde die langjährige Treue der Frauen zu den beiden Institutionen gewürdigt. Die offiziellen Ehrungen, die für eine 25- oder gar 50-jährige Mitgliedschaft erfolgen, haben die meisten längst erhalten, erklärte die Leiterin des Frauen- und Müttertreffs, Ingeborg Schildknecht, nun wurde allen Mitgliedern neben einer Rose der neue Button der Frauenhilfe - ein blaues Kreuz auf silbernem Rechteck - als Zeichen der Zugehörigkeit und Verbundenheit überreicht. Sie erhielten ihn aus der Hand der Vorsitzenden des Kreisverbandes der Frauenhilfe, Hannegret Stoff, die dazu für jede einzelne ein Schriftwort ausgewählt hatte.

Ein besonderer Dank wurde Ingeborg Schildknecht, die 1976 neben Karin Eltester und Brigitte Merkwitz zu den Mitbegründerinnen des Frauen- und Müttertreffs gehörte, für ihren langjährigen Einsatz ausgesprochen.

Der kurze offizielle Teil der Feierstunde im Gemeindehaus wurde von Pfarrer Wolfgang Köhne moderiert. Er begrüßte unter den zahlreichen Gästen auch Bürgermeister Manfred Eis sowie Vertreterinnen der katholischen Gemeinde und Abordnungen benachbarter Frauenhilfen.

In seinem Grußwort stellte der Bürgermeister den ehrenamtlichen Einsatz der Frauen in einer gut funktionierenden kirchlichen Gemeinschaft heraus, die von ihnen mit geprägt und gestaltet wird. „Was sie hier leisten, tun sie auch für die Zivilgemeinde”, würdigte er, dass das caritative Engagement von Menschen für Menschen auch dem Allgemeinwohl dient. Ohne das Ehrenamt könnten viele Aufgaben nicht wahrgenommen werden, verwies er beispielhaft auf den immer wichtiger werdenden Einsatz für ältere und alleinstehende Menschen.

Als Zeichen der Solidarität und Gemeinschaft mit der katholischen Schwestergemeinde überbrachte Dr. Marion Behrend-Höhne Glückwünsche und Grüße auch im Namen von Pfarrer Hans-Georg Schornstein. Sie blickte zurück in das Gründungsjahr der Frauenhilfe 1946. Es war eine Zeit, in der viele Frauen Tote zu betrauen hatten, um das Leben ihrer Männer und Söhne in der Kriegsgefangenschaft bangten und sie in bitterer Armut lebten. In dieser besonders belastenden und herausfordernden Situation wurde die Frauenhilfe für sie zu einem Ort der Zuflucht, wo sie Rat und Hilfe fanden und in der Hinwendung zu Gott neue Kraft schöpfen konnten.

Den im Laufe der Zeit geänderten Lebensbedingungen trug dann 30 Jahre später die Gründung des Frauen- und Müttertreffs Rechnung.

Auch die Kreisvorsitzende Hannegret Stoff ließ die Zeitläufe Revue passieren und zeigte anhand der Jahreslosungen für die beiden Gründungsjahre auf, wie sich die Frauen auf unterschiedliche Weise der Aufgabe gestellt haben, Not zu lindern, Lücken zu füllen und Freude zu bringen. Im geselligen Beisammensein wurden anschließend viele Erinnerungen ausgetauscht und auch eine kleine Fotoausstellung gab Einblick in vergangene Zeiten.
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