Monschau - Frauengesundheitstag im Aukloster: Informationen, Fachvorträge und Expertenrunden

Frauengesundheitstag im Aukloster: Informationen, Fachvorträge und Expertenrunden

Von: Gudrun Klinkhammer
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Die erste Expertenrunde im Aukloster bildeten Dr. Dirk Crommelinck (Chefarzt der Frauenklinik des Luisenhospitals in Aachen), Prof. Dr. Peter Effert (Urologe), Dr. Iordanis Gisses (Orthopäde), Dr. Britta Heindl (Hautärztin), Dr. Julia Steinberger (Plastische Chirurgie), Dr. Alexandra Schlachetzki (Chirurgie) und Moderator Robert Esser (v.li.). Foto: G. Klinkhammer
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Die Ü-30-Gruppe „N‘Joy“ der Tanzwerkstatt Simmerath sorgte für gute Unterhaltung im Aukloster. Foto: G. Klinkhammer

Monschau. Zum ersten Mal fand in Monschau im Aukloster ein Frauengesundheitstag statt. „Kinder kriegen und dann Inkontinenz?“ lautete eine der provokanten Fragen, die dort am Samstag Fachleuten gestellt wurden. Der angesprochene Urologe Prof. Dr. Peter Effert blieb gelassen.

Er antwortete: „Die Rückbildung ist wichtig, und die braucht Zeit.“ Außerdem machte der Arzt, der im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) des Luisenhospitals in Aachen arbeitet, klar, dass dieses Problem nicht jede Frau trifft. Effert: „Das hat auch etwas mit der Gewebestruktur zu tun.“

Bereits in Aachen erfolgreich

Vor einigen Wochen ging dieses Angebot bereits in Aachen mit Erfolg über die Bühne, und auch in Monschau fand das hochkarätig besetzte Angebot Beachtung.

Das Motto des Tages lautete „LoS“, gleichzeitig ist dies das Firmenlogo der beiden Unternehmerinnen und Impulsgeberinnen Dr. Alexandra Schlachetzki und Birgitt Lahaye-Reiß.

Schlachetzki ist Fachärztin für Chirurgie und Allgemeinmedizin im MVZ des Luisenhospitals. Seit zehn Jahren betreut sie ebenso wie Diplom-Sportlehrerin und Gesundheitsmanagerin Birgitt Lahaye-Reiß ehrenamtlich Herz- und Rehabilitationssportgruppen. Irgendwann kam den beiden, die auch zusammen Laufen gehen, der Gedanke: „Wir müssen etwas für die Gesundheit der Frauen tun.“ Bei den Verantwortlichen des Luisenhospitals rannten sie offene Türen ein und fanden sofort die nötige Unterstützung.

Der wichtigste Rat, den die beiden Fachfrauen anderen Frauen geben möchten, lautet: „Man braucht als Frau immer mal wieder Experten, um Rat einzuholen. Aber man muss auch ein gewisses Maß an Eigenverantwortung übernehmen“, sagt Lahaye-Reiß. Alexandra Schlachetzki fügt hinzu: „Daher auch der Name ,LoS‘, loslaufen muss jede Frau von selber.“

Zum Angebot des Frauentags zählten diverse Stände, an denen zu verschiedenen Fachgebieten wie etwa zu Themen rund um die Haut, zu Orthopädie und zu Bewegung informiert wurde.

Außerdem gab es einen Impulsvortrag von Dr. Dirk Crommelinck, Chefarzt der Frauenklinik am Luisenhospital. Commelinck kam auf das Angebot und die Tücken der Mammografie zu sprechen. Er sagte: „Haben Frauen eine dichte Brust, dann kann bei der Mammografie unter Umständen einiges übersehen werden.“ Besser wäre in diesem Fall ein Ultraschall. Leider erhielten die betroffenen Frauen von den Röntgeninstituten keine entsprechende Rückmeldung, dass sie eben eine dichte Brust hätten und daraufhin nochmal eine Ultraschalluntersuchung vornehmen ließen.

Zu Expertenrunden fanden sich dann weitere Mediziner und Fachleute wie Stressmanager und Ernährungswissenschaftler zusammen.

Die Moderation übernahm Robert Esser, Redakteur beim Zeitungsverlag Aachen. Er lobte zunächst die schöne Location und verglich das neue Angebot mit einer „offenen Sprechstunde“.

Der stellvertretende Städteregionsrat, Hans-Josef Hilsenbeck, begrüßte die Anwesenden und hob heraus: „Frau, das ist ein harter Job. Die hohen Anforderungen können zu gesundheitlichen Problemen führen.“

Für weitere Unterhaltung sorgten die Live-Band „342 or more“, bestehend aus Hanno Dahmen, Gerti Bartenstein und Leo Leuchtenberg sowie die Ü-30-Gruppe „N‘Joy“ der Tanzwerkstatt Simmerath.

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