Vossenack - Franziskus-Gymnasium Vossenack verabschiedet die Abiturientia

Franziskus-Gymnasium Vossenack verabschiedet die Abiturientia

Von: Max Stollenwerk
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Sie gehen nun von Bord: „Glabiatoren – Die Legenden verlassen die Arena“ war das Motto der 89 Abiturienten am Franziskus-Gymnasium Vossenack, die am Freitag ihre Zeugnisse erhielten. Foto: H. Schepp
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Geschafft: Schulleiter Pater Peter überreichte der Abi­tu­ri­en­tia 2017 nach einem Gottesdienst in der Aula die Reifezeugnisse. Foto: M. Stollenwerk

Vossenack. Schluss mit Klausurvorbereitung, Lerngruppen und Referaten, weg von den täglichen Busfahrten und dem Abschreiben der Hausaufgaben: Dies waren sicherlich einige der Gedanken der 89 Abiturienten des Franziskus-Gymnasiums Vossenack, die am Freitag ihre Abschlusszeugnisse überreicht bekamen.

„Euch allen, die ihr Blut geschwitzt habt bis zum letzten Prüfungstag, aber nun alle bestanden habt, möchte ich ganz herzlich zu dieser Leistung gratulieren“, lobte Schulleiter Pater Peter die Abi­tu­ri­en­tia 2017. Und dazu hatte er allen Grund, denn von den 89 Absolventen hatten 34 eine Eins vor dem Komma, 47 eine Zwei und nur acht eine Drei. Der Durchschnitt der gesamten Stufe konnte sich mit 2,18 ebenfalls sehen lassen und liegt über dem Schnitt in ganz NRW, der in diesem Jahr 2,4 beträgt.

Jessica Breuer und Daniel Cloots haben es als Jahrgangsbeste sogar geschafft, einen Zeugnisdurchschnitt von 1,0 zu erreichen.

„Ihr seid jetzt junge Erwachsene mit guten Perspektiven für die Zukunft“, gab Pater Peter den Schülern mit auf den Weg. Scherzhaft merkte er an, dass er sogar auf drei Abifeten in Eicherscheid gewesen sei, was es „vorher noch nie gegeben hat“.

„Glabiatoren – Die Legenden verlassen die Arena“, so lautete das Motto der Jahrgangsstufe. Auch wenn der Schulleiter den Legendenstatus der Abiturienten anzweifelte, attestierte er ihnen „in den Jahren, auch wenn es einige Niederlagen gegeben hat, erfolgreich gekämpft zu haben“. Zum Gelingen sei jedoch neben Fleiß ein gutes Umfeld wichtig, sagt er und bedankte sich auch bei den Eltern und Lehrern für ihren Einsatz.

Nicht unerwähnt lassen wollte Pater Peter zudem den ehrenamtlichen Einsatz einiger Schüler bei der Flüchtlingsarbeit. Dies sei nicht selbstverständlich und eine große Geste.

Schlussendlich bedankte er sich noch bei allen, „die zum Gelingen der Messe, die eine würdige Feier war, die ich nicht so schnell vergessen werde, beitragen haben“. Die Messe fand im Vorfeld der Zeugnisübergabe im Vossenacker Kloster statt. Für diese hatten sich die Beteiligten etwas Besonderes überlegt: Sie hatten ein Foto der gesamten Jahrgangsstufe ausgedruckt, dies zu einem Puzzle umgestaltet und jedem Lehrer und Schüler ein kleines Puzzleteil gegeben. Beim Gang zum Altar legte schließlich jeder sein Teil an die passende Stelle, um das Bild zu vollenden und zu zeigen, dass jeder ein Teil des Ganzen ist. Mit Hilfe eines Beamers konnten alle Besucher der Messe das Geschehen live auf einer Leinwand verfolgen.

Zum Abschluss des Gottesdienstes sang die Stufe gemeinsam das Lied „Time of our lives“, bevor es zur Feierstunde in die benachbarte Aula ging. Diese drohte dabei aus allen Nähten zu platzen.

Stufenkoordinator Thomas Herrmann wünschte den Abiturienten „Freiheit und Nervenkitzel in der großen weiten Welt“. Passend zu diesem „unvergesslichen Tag“ machte er den Song „Kumm loss mer fiere“ der Höhner zum Motto des Tages.

Schülersprecherin Lorena Roeb hob die starke Gemeinschaft der Stufe hervor. „Wir kamen vor acht Jahren als Einzelkämpfer an die Schule und sind dann zu einer großen Gemeinschaft zusammengewachsen.“ Sie bedankte sich zudem bei allen Lehrern und sagte, dass „Anspannung und Druck jetzt Erleichterung und purer Freude gewichen sind“. Als Dank für ihren unermüdlichen Einsatz hatte die Jahrgangsstufe für einige Lehrer ein paar kleine Präsente besorgt.

Für die jungen Erwachsenen ist mit dem Abitur ein Meilenstein erreicht, doch jetzt warten neue Herausforderungen. „Ich bin zufrieden mit meinem Zeugnis und ab dem Herbst studiere ich Architektur an der RWTH Aachen“ sagte Tim Montag aus Breinig. Und auch Nico Ruddies aus Steckenborn weiß bereits, wie es weitergeht: „Ich werde ein Management-Studium an der Europäischen Fachhochschule in Aachen beginnen.“ Bei der Frage, welche Erinnerung aus der Schulzeit besonders einprägend war, sind sich die beiden einig: „Die Stufenfahrt nach Wien hat richtig Spaß gemacht. Besonders der letzte Tag, als wir mitten in der Nacht nach etwas zu Essen gesucht haben“, erinnern sie sich noch gut.

Während ihre Stufenkollegen bald ein Studium beginnen, zieht es Alexa Wellnitz aus Bergstein ins Ausland. „Ich bin mit meinem Zeugnis, abgesehen von Mathe, zufrieden“, sagte sie schmunzelnd. Nun gehe sie ein Jahr nach Kanada, um sich dort auf das Berufsleben vorbereiten zu können.

In den Reigen der Glückwünsche reihte sich auch Tanja Sieverichs als Vertreterin der Schulpflegschaft ein. Respekt und Anerkennung würden den Schülern, aber auch den Eltern und Angehörigen, die ihre Kinder „erfolgreich auf diesem Weg begleitet haben“, gelten. Dieser Kampf sei nun gewonnen, doch für die Zukunft gab sie den Abiturienten mit auf den Weg, sich „gute Berater zu suchen, kluge Entscheidungen zu treffen und verlässliche Freunde zu finden“.

Auch Simmeraths stellvertretender Bürgermeister, Bernd Goffart, gratulierte den Abiturienten im Namen der Gemeinden Hürtgenwald und Simmerath herzlich zum Erreichen dieses Abschlusses. „Für eure Eltern und Angehörigen ist heute ein besonderer Tag, aber für euch ist es einer der wichtigsten Tage in eurem Leben“, rief er den Schülern entgegen. „Mit diesem Abschluss könnt ihr von der Ausbildung bis zum Studium alles machen, was ihr wollt“, versicherte er den frisch gebackenen Abiturienten. Er appellierte, dass sie „gute und glückliche Menschen“ werden sollen, die „immer den Mut behalten, auch wenn einmal etwas nicht nach Plan läuft“.

Nach dem offiziellen Teil ging es am Abend weiter nach Gey, wo ein Buffet sowie ein gemütliches Beisammensein auf dem Programm standen.

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