Franziskus-Gymnasium verabschiedet 80 Abiturienten

Von: Heiner Schepp
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Vor der Klosterkirche posierten sie ein letztes Mal als Abiturientia 2015, die 80 Schülerinnen und Schüler des Franziskus-Gymnasiums Vossenack. Es war ein weiterer, sehr leistungsstarker Jahrgang, wie Schulleiter Pater Peter Schorr feststellte. Foto: H. Schepp

Vossenack. Umrahmt von einem gehaltvollen Gottesdienst in der Klosterkirche der Vossenacker Franziskaner und einer rauschenden Ballnacht in der Festhalle Birkesdorf haben am Freitag 80 junge Menschen aus der Nord- und Rureifel das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife erhalten.

Mit der Abiturientia 2015 entließ das Private Franziskus-Gymnasium Vossenack einen quantitativ wie qualitativ starken Jahrgang, der mit einem Notenschnitt von 2,14 deutlich über dem Landestrend, aber auf Augenhöhe der vergangenen Jahrgänge an dieser Schule liegt.

Aufbauend auf dem Evangelium „Ihr seid das Salz der Erde, Ihr seid das Licht der Welt“ rief Zelebrant Pater Peter Schorr in seiner Predigt die Entlassschüler auf, auf ihrem weiteren Lebensweg ein gutes Beispiel zu geben für christliches Leben, „den Menschen als Menschen zu begegnen, sie in ihrer Würde zu achten und sie zu ehren und ihnen ihrer selbst wegen Gutes zu tun.“ Um die frohe Botschaft zu verkünden und weiter zu geben, müsse man kein Jünger Jesu sein oder auf die Kanzel steigen, „aber wenn Ihr so handelt, wie Jesus selbst gehandelt hat, seid Ihr für die Anderen so etwas wie das Salz der Erde und das Licht der Welt“.

Familien und Freunde der 80 jungen Damen und Männer fanden kaum alle Platz in der Klosterkirche für den festlichen Gottesdienst, der von der Abiturientia weitgehend selbst gestaltet und vom Schulorchester musikalisch begleitet wurde.

Positive Lebenseinstellung

Während der Himmel noch nur grollte, begab sich die große Festgesellschaft trockenen Fußes in die Aula der Schule, wo Pater Peter Schorr, nun als Schulleiter, die Gäste, vor allem aber die 80 Hauptpersonen des Tages willkommen hieß. „Ein acht Jahre langer Weg voller Höfen, Tiefen, Emotionen, Stress und Streit, aber auch voller Hoffnung und Freunde“, zitierte er aus der Einladung der Schüler für diesen besonderen Tag. Welches Gefühl davon am Ende überwiege, hänge natürlich immer auch ein wenig von den Ergebnissen ab, sagte Pater Peter, „aber die können sich bei Euch, wie bei unseren vergangenen Jahrgängen, durchaus sehen lassen“, lobte der Schulleiter und nannte ein paar Namen und Zahlen.

Von den 80 frisch gebackenen Abiturienten haben stolze 41 Prozent die Prüfungen mit einer „1“ vor dem Komma abgelegt, 43 Prozent haben einen Zweierschnitt, bei 16 Prozent steht die Drei vorne. Der Gesamtschnitt von 2,14 liegt deutlich besser als der Landesschnitt (2,46).

Vier Schülerinnen und Schüler schlossen mit der Traumnote 1,0 ab – Hannah Breuer, Pia Falter, Ann-Christin Schleupner und der Punktbeste der gesamten Stufe, Moritz Haas aus Simmerath. Sophia Gostek, Thomas Prinz und Kristin Dick schafften eine 1,1, Anna König, Anna Neuß und Katharina Schnitzler einen Schnitt von 1,2. Pater Peter vergaß bei allen Erfolgsmeldungen aber auch nicht einen Schüler, der es trotz dreier Nachprüfungen nicht geschafft habe, der aber seinen Weg mit der Fachoberschulreife weitergehe.

Der Schulleiter sprach dann reichlich Dankesworte aus – an die Abiturienten für die gut vorbereitete Feier und den Gottesdienst, „der Eure Handschrift trug“, Dank an die Stufenlehrer, die guten Geister der Schule und nicht zuletzt die Eltern, die Euch hier acht Jahre (oder mehr) begleitet haben. Es war sehr schön, Euch hier zu wissen“, bekannte Pater Peter und lehnte seinen Abschiedsgruß an das Motto der Abiturientia 2015 („ABIos Amigos. Viva la Fiesta!“) an: „Adios Amigos!“

Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch war einst selbst Schüler am FGV und bekannte, „dass diese Schule mir meine positive Grundeinstellung zum Leben mitgegeben hat“. Er riet den Abiturienten: „Macht die Dinge, die Ihr macht, stets mit Freude – dann geht Vieles leichter.“ Schüler Martin Kreutz, fungierte wortgewandt und mit viel Humor als Moderator, während der Vorsitzende der Schulpflegschaft, H. Voß, die Eltern in den Mittelpunkt seiner Dankadresse stellte. „Sie haben gelobt, getadelt, geschimpft und getröstet – und dürfen heute zu recht stolz auf Ihre Kinder sein“, sagte er.

Schülersprecherin Laika Lauscher packte für die Abschlussschüler einen Rucksack, „den ihr nun für Euer weiteres Leben braucht“. Mit einem Kompass für die richtige Richtung, Wanderschuhen für manch steinigen Weg und einer Taschenlampe, wenn es einmal dunkel werde, seien die jungen Menschen gut ausgestattet, so die Schülervertreterin. Und in Bezug auf die witzige Diashow, die die Schüler präsentierten, meinte sie: „Sammelt in Eurem Leben weiter viele bunte Bilder, denn das Leben ist nicht schwarz-weiß. Und der heutige Tag ist nicht das Ende, sondern gerade erst der Anfang.“

Die drei Stufensprecherinnen blickten humorvoll und dankbar auf ihre Zeit am FGV und besonders die bewegenden letzten Wochen mit Abigag, Abifeten und Abizeitung zurück. Stufenkoordinator Dirk Kirch, der offensichtlich neben seiner Lehrertätigkeit auch Qualitäten als DJ bewies, überreichten die drei Damen im Namen der Stufe eine Goldene Schallplatte, für den zweiten, leider erkrankten Stufenlehrer Heinz-Josef Mölders gab‘s ein Buchgeschenk, und Sportkoordinator Dirk Sieven nahm sogar eine Geldspende entgegen, „damit das Unterrichtsmaterial für den Sportunterricht mal etwas aufgefrischt werden kann“, so die Stufensprecherinnen augenzwinkernd.

Schließlich ging es zum letzten Akt – der Überreichung der Abiturzeugnisse, begleitet von selbst gewählter – aufschlussreicher! – Musik und alten Bildern der erfolgreichen Reifeprüflinge.

Gemeinsam stießen dann Hauptakteure, Eltern, Lehrer und Gäste auf einen denkwürdigen Tag an, ehe sich der Konvoi aufmachte nach Birkesdorf, wo die Festhalle die 80 jungen Menschen zum letzten Mal in diesem Leben vereinte.

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