Nideggen/Vossenack - Franziskus-Gymnasium: Den Patres fehlt das Schulgeld

Franziskus-Gymnasium: Den Patres fehlt das Schulgeld

Von: P.St./bugi
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Nideggen/Vossenack. Die Stadt Nideggen hat den Vertrag mit dem Trägerverein des Franziskus-Gymnasiums Vossenack zum 31. Dezember gekündigt.

Bisher hat die Stadt für die 72 Kinder, die das Gymnasium in der Nachbargemeinde besuchen, rund 10.000 Euro im Jahr gezahlt - abhängig von der Anzahl der die Schule besuchenden Kinder. Laut Schulleiter Pater Peter Schorr besuchen derzeit über 80 Kinder aus Nideggen die Schule, so dass der Zuschuss eher bei 14.000 Euro liegt.

Nideggens Bürgermeisterin Margit Göckemeyer: „Das ist eine Freiwillige Leistung, die wir in dieser Größenordnung nicht mehr tragen können.” Die Schule, die sich in privater Trägerschaft befindet, wird zu 94 Prozent vom Land gefördert.

Die verbleibenden sechs Prozent müsste der Trägerverein aufbringen. In Nideggen besuchen insbesondere Kinder aus Schmidt die Schule. „Es ist ein gutes Gymnasium, das seine Kinder optimal fördert”, weiß die Bürgermeisterin, die dennoch die freiwilligen Leistungen streichen muss.

200.000 Euro fehlen

Bei einem Etat von rund 3,4 Millionen Euro muss der Trägerverein rund 200.000 Euro aufbringen. Schulleiter Pater Peter Schorr: „Bisher haben das Bistum, der Kreis Düren und die drei Kommunen Hürtgenwald, Simmerath und Nideggen sich die Kosten anteilig an der Zahl der Schüler aus den jeweiligen Kommunen geteilt. Sollten die Kommunen nun ausscheren, wird das für uns ganz schwierig.”

Der Trägerverein könne das nicht ausgleichen, weil er die nötigen Investitionen zahlen müsse - und diese nicht habe. In der Gemeinde Simmerath stehen in Kürze die Beratungen an, ob der freiwillige Zuschuss von zuletzt 29.000 Euro im Jahr auch weiterhin gezahlt werden soll, da Ende des Jahres der 10-Jahresvertrag mit dem Trägerverein des Vossenacker Gymnasiums ausläuft.

Aus der Gemeinde Simmerath besuchen derzeit etwa 150 Schüler das Franziskus-Gymnasium.
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