Forum Eifel: Familie und Beruf soll verbunden werden

Von: cl
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Nathalie Malekzadeh und Björn
Nathalie Malekzadeh und Björn Schmitz freuen sich auf das diesjährige Forum Eifel, das die Themen „Innovative Talentsuche” und „Vereinbarkeit von Familie und Beruf” beinhaltet. Foto: Clara Lamm

Imgenbroich. Ein Magnet, der manche Kugeln anzieht und manche abstößt - dieses Bild ziert die Einladung des diesjährigen Forum Eifel, das am Freitag, 21. September, im Monschauer Innovationszentrum Himo stattfindet. „Der Magnet ist ein Symbol für Unternehmen, die für einige Mitarbeiter reizvoll und für andere noch unsympathisch wirken”, erläutert Björn Schmitz, der Leiter des innovativen Handwerkerzentrums.

Damit die ortsansässigen Unternehmen zukünftig für Mitarbeiter attraktiver werden, widmet sich das diesjährige Forum den Themen „Innovative Talentsuche” und „Vereinbarkeit von Familie und Beruf”.

Der erste Schwerpunkt behandelt die Rekrutierung neuer Fachkräfte sowohl im regionalen Monschauer Raum als auch grenzüberschreitend in der belgischen deutschsprachigen Gemeinschaft, die innovativ angesprochen statt per Internet oder Anzeige gelockt werden sollen. „Wir bieten keine Anleitung zur optimalen Mitarbeitersuche an, sondern wollen Unternehmen aufwecken und ihnen neue Wege nahe bringen.”, erklärt Schmitz das Konzept.

Lokaltalente sollen vor Ort bleiben, um soziale Kontakte und Familie optimal halten zu können und der Nordeifel und ihren Unternehmen als treue Mitarbeiter verbunden zu sein. „Dadurch ergibt sich eine Win-Win-Situation, von der Arbeitgeber und -nehmer profitieren.” schwärmt Schmitz von den unausgeschöpften beruflichen Perspektiven der Region.

Innovation zeigt sich zum Beispiel in Form des dualen Studiums, das unter anderem von der ortsansässigen Firma Dürr propagiert wird. „In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Aachen und der AGIT führen wir Jobexpeditionen mit Studenten durch, in denen sie durch Unternehmensbesuche Firmen besser kennen lernen”, führt Nathalie Malekzadeh der Städteregion Aachen eine weitere Möglichkeit der Talentsuche aus. Zudem kommen die Professoren Johannes Gartzen und Christiane Vaessen der Fachhochschule Aachen sowie Vetreter namhafter ortsansässiger Unternehmen zu Wort, um díe Themen Aninstitute und „company goes school” vorzustellen.

Der zweite Teil des Forums befasst sich mit innovativen Arbeitszeitmodellen des Unternehmens Dürr sowie Teilzeitausbildungen der Firma Reno. „Auf dem Arbeitsmarkt wird fälschlicherweise oft Flexibilität und Mobilität vermittelt, doch qualifizierte Alleinerziehende haben es oft schwer, in Unternehmen Fuß zu fassen.”, kritisiert Björn Schmitz und möchte diese Situation durch Initiativen und Förderung ändern, um den bis dato ungenutzten Personalbeständen vor Ort eine Chance zu geben.

Die familiäre Sichtweise und die Erwartungen dieser bzw. speziell der Frauen an Arbeitnehmer stellen Vertreter der AGIT und der Caritas dar. Politische Einblicke zur Gesetzgebung und Förderung wird Landtagsmitglied Daniela Jansen geben, während die Monschauer Bürgermeisterin Margareta Ritter die kommunale Perspektive bezüglich der Kinderbetreuung vertritt.

Nach den beiden Themenblöcken findet eine Podiumsdiskussion statt, die wie die vorhergehenden Themen von Robert Esser moderiert wird. Hitzige Diskussionen und kritische Nachfragen seitens der Teilnehmer, die sich noch im Forum anmelden können, werden von den Veranstaltern freudig erwartet.
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