Forschen und Fragen in der Kletterkiste

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Selber etwas erkunden und dabei etwas lernen: Das ist das Konzept der Lernwerkstatt, die die Erzieherinnen in Ausbildung für die Kindern der Kita Kletterkiste aufgebaut haben. Foto: Brigitte Palm

Strauch. Forschen beginnt mit „F“ – Fragen beginnt mit „F“. Forschen wird begleitet von Fragen, Tüfteln, Prüfen, Aufspüren, Auskundschaften, Fühlen, Erfinden und ist letztendlich selbstständiges Eperimentieren, Auseinandersetzen mit Naturphänomenen, das Entdecken neuer Sinnzusammenhänge, Staunen über neue Erkenntnisse und Wissenserweiterung.

Die Inklusive Kita „Kletterkiste“ in Strauch wurde in der vergangenen Woche für einen Vormittag zur Lernwerkstatt „Naturwissenschaften“ und dies in Kooperation mit dem Berufskolleg Simmerath-Stolberg.

Zu diesem Bildungsbereich hatten die Studierenden der Eingangsstufe zur Erzieherinnenausbildung mit ihren Fachlehrern sechs Stationen, darunter Farbenmischen, Magnetismus und Erzeugung unterschiedlicher Gemische, vorbereitet und als Lernumgebung für die Kinder eingerichtet.

Eigenständig konnten die Kinder die einzelnen Angebote entdecken, ausprobieren, vergleichen, erforschen und variieren. Forschendes, selbstständiges Lernen ist den Kindern der Kletterkiste, in der das Konzept der „Offenen Arbeit“ gelebt wird, nicht neu, zumal ihnen täglich neben vielfältigen Funktions- und Aktionsräumen auch ein Raum für kleine Forscherinnen und Forscher zur Verfügung steht. Diese Haltung zum Kind setzt voraus, dass die Kinder ihre Selbstlernpotenziale nutzen „dürfen“, sie somit Akteure und Experten ihrer eigenen Entwicklung sind und an Entscheidungsprozessen wesentlich beteiligt werden.

Aussagen der Kinder bestätigen die Logik und das Wissen der Kinder: Eileen ist sich sicher: „Ich hab‘ mit Farben gespielt und eine Kiste gewackelt und alles wurde grün.“ Adrian weiß es genau: „Die hatten keine grüne Farbe, die war gemischt: Gelb und Blau war da.“ Liam berichtet über seine Riechkasten-Erfahrung: „Ich habe Zitrone, Zwiebel und Shampoo so noch nie gerochen.“ Benjamin zweifelt keinen Augenblick: „Am Magnet klebte alles fest.“ Nico lässt uns wissen: „Ich war an zwei Stationen: Ein Instrument habe ich gebastelt und Riechmemory habe ich in der Turnhalle gespielt.“

Das Fazit der Schulleiterin Ingrid Wagner reflektiert zutreffend, was eine wertschätzende Lernatmosphäre bewirken kann: „Ich freue mich sehr, dass wir mit der Kita Kletterkiste bereits für unseren ersten Ausbildungsjahrgang der Erzieherinnen und Erzieher am Schulstandort Simmerath einen kompetenten Kooperationspartner gewinnen konnten. Diese Kooperation ermöglicht uns eine praxisnahe schulische Ausbildung im wichtigen Bildungsbereich der ökologisch-naturwissenschaftlich-technischen Bildung.“

Die Schülerinnen und Schüler selbst hätten, so Wagner, in der Reflexionsrunde rückgemeldet, dass ihnen die Stunden in der Kletterkiste sehr gut gefallen haben und sie, bezogen auf die Gestaltung von Lernwerkstätten, noch einmal sehr viel gelernt haben.

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