Förderverein unterstützt neues Projekt in Tansania

Von: P. St.
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Es kann losgehen: Der erste Spatenstich für den Bau der Turbine ist getan. Bruder Theo Call (Mitte) und der Bischof von Kasumo starteten das Wasserkraftprojekt in Tansania.

Konzen. „Jeden Montag packe ich meinen Koffer und fahre bis freitags zu der vier Fahrstunden entfernten Baustelle nach Itarambogo“, erzählt Bruder Theo Call. Der aus Konzen stammende „weiße Vater der Afrika-Missionare“ wird nicht müde für eine Verbesserung der Lebensumstände der Menschen auf seiner mitten in Afrika liegenden Missionsstation zu arbeiten.

Bruder Theo Call ist inzwischen 77 Jahre alt und ging im Dezember 1967 nach Afrika, genauer gesagt nach Tansania. Dort lebt er seitdem in dem Dorf Kabanga im Nordwesten des Landes und arbeitet als Afrika-Missionar.

Der gelernte Schlosser und Schmied kämpft seit 47 Jahren unermüdlich dafür, das Leben für die Menschen vor Ort durch seine Projekte zu verbessern: Kirchen, Schulen, ein Krankenhaus, Werkstätten, Strom- und Wasserversorgung sowie ein Heim für Albinos hat der „Hokwa“ – wie der „starke Mann“ in der Landessprache Kisuaheli genannt wird – schon auf die Beine gestellt.

Seit einigen Jahren aber gibt es auch tatkräftige Unterstützung aus der Heimat für Theo Call, seitdem Martin Krings in Konzen vor sechs Jahren den Förderverein Theo Call ins Leben rief, der inzwischen 500 Mitglieder zählt.

Auch mit 77 Jahren ist Theo Call noch voller Tatendrang, wenn er sich in sein altes, klappriges Auto, einen Pick-up setzt und über holprige und schlammige Straßen zur Baustelle nach Itarambogo fährt. An der dortigen bischöflichen Knabenschule wird unter seiner Leitung mit Unterstützung des Fördervereins ein Wasserkraftwerk errichtet, um Strom für die Schule und die angrenzende Infrastruktur zu erzeugen.

Insgesamt wird das Wasserkraftwerk 400.000 Euro kosten und zu einem großen Teil über Spenden finanziert. Der erste Spatenstich erfolgte durch den Bischof der Diozöse Kigoma im März 2015. Seitdem sind 30 Mitarbeiter dabei, einen 600 Meter langen, 2,50 Meter breiten und zwei Meter tiefen Kanal auszuheben. Hier soll ein Fluss angestaut werden, der über Fallrohre eine Turbine antreibt. Die Arbeiter erhalten drei Euro Tageslohn, was für die Familien eine wichtige Unterstützung bedeutet. Inzwischen hat auch das tansanische Energieministerium die Bedeutung des Projektes erkannt und die Regierung hat Fördermittel bewilligt.

Aktuell baut Theo Call eine weitere Schule in Kasumo und man ist gerade dabei, über eine Spannweite von 22 Metern die Dachkonstruktionen aus Eisenträgern zu errichten. „Der TÜV war in den Ferien als wir auf dem Dach waren“, ließ der tatkräftige Missionar augenzwinkernd jetzt in einem Brief an seine Konzener Unterstützer wissen.

Einen kurzen Überblick über die aktuellen Aktivitäten gab kürzlich der Förderverein seinen Mitgliedern bei einem Vortrag im Konzener MuK. Vorsitzender Martin Krings und Geschäftsführer Dieter Johnen berichteten über den Stand der Dinge. Im Oktober wird erneut eine Reisegruppe aus der Eifel nach Tansania zu Bruder Theo Call fliegen, um sich persönlich vom Fortschritt der Projekte zu überzeugen.

Bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins am Donnerstag, 3. Dezember, um 18.30 Uhr im Saal Achim & Elke wird es dann erneut einen ausführlichen Reise- und Tätigkeitsbericht geben.

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