Förderverein Nationalpark wünscht mehr Mut zur Wildnis

Von: P. St.
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Das Wegegebot im Nationalpark Eifel wird nicht von allen Wanderern ernst genommen. Der Förderverein Nationalpark Eifel fordert nun in einer Resolution eine stärkere Kontrolle. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Der Förderverein Nationalpark Eifel nutzte seine Mitgliederversammlung in Gemünd, um seine Positionen zum Großschutzgebiet noch einmal deutlich zu machen.

Die Wünsche und Forderungen des Förderverein münden in einer Resolution, die an die Nationalparkverwaltung aber auch die interessierte Öffentlichkeit adressiert ist.

In der „Resolution zur weiteren Entwicklung des Nationalparks Eifel” werden die wichtigsten Ziele und Forderungen des Vereins zusammengefasst, die in den nächsten Jahren die Arbeit des Fördervereins prägen sollen. Dabei orientiert sich der Verein vor allem an den internationalen Richtlinien der Weltnaturschutzunion IUCN. Ziel ist es, die internationale Anerkennung des Nationalparks Eifel möglichst schnell zu erreichen.

Der Förderverein hatte sich im Jahre 2002 gegründet, um den Nationalpark Eifel ins Leben zu rufen. Er zählt inzwischen 735 Mitglieder.

Nachdem dieses Ziel mit Inkrafttreten der Nationalpark-Verordnung zum 1. Januar 2004 erreicht wurde, setzt sich der Verein heute zur Aufgabe, die Entwicklung des Nationalparks kritisch und konstruktiv zu begleiten. Mit der Resolution formuliert der Förderverein nun ein „an den aktuellen Erfordernissen orientiertes Grundsatzprogramm, das allen Mitgliedern, Förderern, Partnern und an der Entwicklung des Nationalparks interessierten Bürgerinnen und Bürgern anhand von elf Zielen darlegt, was nach Meinung des Vereins für die weitere Entwicklung des Nationalparks wichtig ist und wofür sich der Verein in den nächsten Jahren vorrangig engagieren will,” erläutert Stefan Lehrke, Geschäftsführer des Förderverein mit Sitz in Gemünd.

„Die Resolution ergänzt nun die 2007 verabschiedeten Leitlinien und Leitziele des Vereins und konkretisiert diese inhaltlich. Dies ist uns wichtig, um die Ziele und Inhalte der Vereinsarbeit auch öffentlich verständlich darzulegen” betont Stefan Lehrke.

Die inhaltlichen Ziele stellte Uwe Schröder, Leiter des Arbeitskreises Ökologie und Regionalentwicklung, näher vor: „Als übergeordnetes Leitprinzip ist vor allem darauf zu achten, dass sich die Natur möglichst ungestört selbst entwickeln kann. So müssen zum Beispiel mehr großflächige Kernzonen mit Ruheräumen ohne jegliche Nutzung eingerichtet werden und das Management auf möglichst kleine Flächen beschränkt bleiben,” Der so genannte Prozessschutz, also das Prinzip „Natur Natur sein lassen”, müsse im Nationalpark „Vorrang vor allen Nutzungen haben.”
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