Flutwälle sind nicht die Lösung des Problems im Neubaugebiet

Von: P. St.
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Roetgen. Eine Situation wie im vergangenen Herbst, als Starkregen deutlich machte, dass es im den Baugebieten Im Dorf/Murenbruch/Greppstraße/ Lammerskreuzstraße ein nicht zu unterschätzendes Überschwemmungsrisiko herrscht, möchte man in Roetgen nicht mehr erleben.

Daher hat ein Planungsbüro ein Entwässerungskonzept erarbeitet, dass allerdings vor dem anstehenden Winter noch nicht komplett umgesetzt wird.

Zur vergangenen Bauausschusssitzung hatte die Roetgener UWG-Fraktion daher den Antrag gestellt zur Vermeidung von weiteren Schäden durch Starkregenereignisse, die Verwaltung zu beauftragen „vorbeugende Maßnahmen zügig umzusetzen.“

Der Antrag zielte vor allem auf die Überprüfung und Reinigung der Wegeseitengräben und Überläufe ab sowie auf die Ertüchtigung des Gewässers unterhalb des Vennbahnradweges. Außerdem sollte die Bauverwaltung prüfen, ob zum Schutz der Wohngebiete weitere Maßnahmen erforderlich sind, wie zum Beispiel die übergangsweise Errichtung von Flutwällen.

Dirk Meyer von Roetgener Bauverwaltung teilte dazu mit, dass die Graben- und Senkenreinigungen grundsätzlich zweimal im Jahr stattfinden würden. Bei Bedarf könnten diese Maßnahme auch häufiger erfolgen. Die Situation unterhalb des Radweges sei bereits in diesem Frühjahr durch das Ertüchtigen und Entfernen der Verrohrung seitens des WVER erfolgt.

Die Entwässerung des Baugebietes Greppstraße III werde durch den Stauraumkanal und die Hebeanlage konstant geregelt.

Von Errichtung von Flutwällen aber riet die Verwaltung ab, da eine solche Maßnahme ohne die Einwilligung der Grundstückseigentümer nicht umsetzbar sei. Auch sprächen technische Gründe dagegen, ganz abgesehen davon, dass eine solche Maßnahme kostenmäßig im Haushalt nicht einkalkuliert sei.

Das Ingenieurbüro ist inzwischen mit den Anwohnern übereingekommen, dass die Ursprungsvariante des Entwässerungskonzeptes umgesetzt werden soll. Demnach soll in den südlichen Grundstückseigentümern eine Rigole eingebaut werden (dabei handelt es sich um einen unterirdischen Speicher aus Kies und anderen Materialien, der eingeleitetes Regenwasser aufnimmt, das dann anschließend versickert. Die Kosten für diese Variante beziffert die Verwaltung mit 118.000 Euro.

Zunächst einmal muss das Planungsbüro jetzt eine wasserrechtliche Genehmigung einholen, so dass im ersten Halbjahr 2016 mit der Umsetzung begonnen werden könnte.

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