Nordeifel - Flüchtlingsrat Roetgen lädt für Sonntag zum Fest der Begegnung ein

Flüchtlingsrat Roetgen lädt für Sonntag zum Fest der Begegnung ein

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Nordeifel. Gemeinsam feiern, spielen, sich austauschen und miteinander klönen und dies bei einer kulinarischen Reise um die Welt: Der Flüchtlingsrat in Roetgen lädt alle Bürger zu einem Fest der Begegnung für Sonntag, 5. Juni, ab 16 Uhr ins katholische Pfarrheim an der Hauptstraße in Roetgen ein.

„Derzeit spielt sich die sogenannte ‚Flüchtlingskrise‘ in Griechenland und der Türkei ab. Die im vergangenen Jahr bei uns benannte Krise – es lässt sich trefflich streiten, ob es eine Krise war bzw. ist oder nicht – hat sich, zumindest in der Anzahl der neu zu uns kommenden Flüchtlinge, beruhigt“, schreibt Ingrid Karst-Feilen für das Orga-Team des Flüchtlingsrates in Roetgen.

Die in Roetgen wohnenden Asylbewerber – sie sind der Gemeinde kommunal zugewiesen, wohnen also nicht in Erstaufnahmeeinrichtungen wie in Monschau oder Einruhr – haben sich laut Karst-Feilen gut eingelebt. Von den etwa 170 Menschen, die in Roetgen wohnen, sind viele bereits in Maßnahmen untergekommen, das heißt, sie lernen fleißig Deutsch und absolvieren teilweise bereits Praktika, um möglichst schnell einer Arbeit nachgehen oder sogar eine Ausbildung machen zu können. Die Kinder gehen in die Schule oder in den Kindergarten und haben bereits Freunde gefunden.

„Der Alltag scheint sich einzustellen, wäre da nicht die große Sorge um die Zukunft“, sagt Ingrid Karst-Feilen und nennt quälende Fragen dieser Menschen: Wie geht es mit dem Asylverfahren weiter? Wie geht es meiner Familie im Heimatland? Wann werde ich meine Kinder wiedersehen? Wie geht es meinen Verwandten, die derzeit in Griechenland oder der Türkei unter katastrophalen Zuständen warten und hoffen?

Und: Warten, ja auf welche Chance, welche Zukunft? „Bei aller Sorge um die eigene Zukunft und die ihrer Familien sind diese Menschen sehr froh, bei uns in Roetgen leben zu dürfen, und sie fühlen sich wohl. Man trifft sich beim Einkaufen, beim Arztbesuch, beim Sport, und es bestätigt sich der Anschein, dass sie ebensolche Dorfbewohner sind, wie alle“, so die Sprecherin des sehr rührigen Flüchtlingsrates.

Am kommenden Sonntag möchte der Flüchtlingsrat das „Get Together“ vom vergangenen November wiederholen und sich im Pfarrheim treffen mit Freunden, Nachbarn, Mitbürgern. Mit allen, die miteinander einen schönen Nachmittag haben möchten, sich austauschen, neue Kontakte knüpfen und vor allem Freude haben wollen.

Das Buffet wird international sein und eine kleine Reise durch die Roetgener Bevölkerung darstellen, es werden sich dort syrische oder albanische Wurzeln widerspiegeln, ebenso wie schwäbische oder norddeutsche. „Man darf gespannt sein, was sich da alles bieten wird“, so die Mitorganisatorin.

Pfadfinder und Jugendbeirat

Dankbar sind die Mitarbeiterinnen des Flüchtlingsrates für die Unterstützung der Roetgener Pfadfinder und des gerade erst neu gegründeten Roetgener Jugendbeirates. Beide werden bei der Organisation bzw. Abwicklung behilflich sein. Es wird für die Kinder wieder Stockbrot am Lagerfeuer geben und natürlich eine Spiel- und Schminkecke.

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