Flüchtlinge überwintern im Sonnenhof

Von: red
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Der Sonnenhof auf dem Hostertberg bleibt auch für die nächsten Monate ein Platz für Flüchtlinge. Die Bezirksregierung Köln hat die Frist für den Fortbestand der Erstaufnahmeeinrichtung in Einruhr bis Januar 2016 verlängert. Foto: P. Stollenwerk

Eifel. Angesichts der anhaltenden Engpässe bei der Unterbringung von Flüchtlingen in NRW dürfte es keine wirklich große Überraschung sein, dass auch die Erstaufnahmeeinrichtung in Einruhr weiterhin bestehen bleibt.

Wie die Bezirksregierung Köln am Mittwoch auf Anfrage der Lokalredaktion bestätigte, soll die Frist für den Fortbestand der Unterkunft zunächst bis Ende Januar 2016 verlängert werden. Derzeit leben 130 Flüchtlinge im Nebengebäude des leerstehenden Hotels Sonnenhof auf dem Hostertberg.

Als hier Anfang Juli die ersten Flüchtlinge eintrafen, war die Unterbringung zunächst bis auf den 15. September terminiert worden. „Wir müssen auf die aktuelle Situation reagieren“, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung. Eine baulich durchaus mögliche Erweiterung der Kapazitäten im Hauptgebäude des Hotels zur Aufnahme von rund 50 weiteren Personen sei nicht geplant.

Auch Einruhrs Ortsvorsteher Christoph Poschen zeigt sich von der Fristverlängerung nicht überrascht: „Wer die Tagesschau sieht, musste mit dieser Entwicklung rechnen.“ Im nächsten Bürgerbrief werde über die aktuelle Situation berichten. Seit gut zwei Monaten leben nun die Flüchtlinge, die bereits mehrfach wechselten, in Einruhr.

Auch wenn es zu Beginn teilweise Unruhe in der Einruhrer Bevölkerung gab, weil die Bezirksregierung die Bürger erst sehr kurzfristig informiert hatte, gehörten die Flüchtlinge bald zum Alltagsbild in Einruhr. Über Störungen oder negativen Begegnungen ist bislang nichts bekannt geworden. Nun werden die Flüchtlinge im Dorf am Obersee überwintern.

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