„Flüchtlinge eine Riesenchance für den ländlichen Raum“

Von: P. St.
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Der Erstaufnahme folgt die wirkliche Aufgabe: die Integration der Flüchtlinge. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Das Zusammenleben zwischen Bevölkerung und Flüchtlingen in Monschau funktioniert gut: Zu dieser übereinstimmenden Erkenntnis kamen bei ihrem Besuch der Stadt Monschau jetzt auch Bundestagsabgeordneter Helmut Brandt und Landtagsabgeordneter Axel Wirtz (beide CDU).

Brandt freute sich zu hören, dass es bislang „noch kein wirkliches Problem gegeben hat“.

In einem zweiten Schritt sei es jetzt aber wichtig für die Menschen, in deren Herkunftsländern aktiv zu werden und dort Ursachenforschung für die Fluchtgründe zu betreiben. Brandt lobte das „enorme Engagement“ der ehrenamtlichen Kräfte bei der Flüchtlingsbetreuung in der Städteregion Aachen. Die Notunterbringung in Turn- und Sporthallen betrachte er als reine Übergangslösung. Daher unterstütze er auch die Absicht der Städteregion, die belegten Hallen bis Mitte nächsten Jahres wieder freizumachen.

Auch Axel Wirtz freute sich über das gut funktionierende Miteinander, was er auch in hohem Maße den in den Notunterkünften tätigen ehrenamtlichen Kräfte zuschrieb. „Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer wäre die Krise nicht zu bewältigen gewesen.“

Auch die finanzielle Sicherheit für die Kommunen in der Flüchtlingsfrage sei ein wichtiger Aspekt, sagte Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter mit Blick auf die der Kommune fest zugewiesenen Flüchtlinge. Dabei handelt es sich um aktuell etwa 150 Asylbewerber. Ritter begrüßte die feste Zusage des Bundes, dass Monschau eine Sonderzahlung von 317.000 Euro für diese Aufgabe erhalten werde. Für die Unterbringung von Flüchtlingen in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes in Höfen und Monschau (hier sind aktuell knapp 500 Personen untergebracht) entstehen der Stadt keine Kosten.

Dezentrale Unterbringung

Helmut Brandt: „Wir sehen die Not der Kommunen. Deshalb muss dieser Prozess auch fortgesetzt werden.“ Die Verabschiedung dieses weiteren Finanzpaketes des Bundes sei daher auch eine wichtige Botschaft gewesen.

Die Betreuung der Flüchtlinge in den Erstaufnahmeeinrichtungen kann aus der Sicht von Margareta Ritter nur eine temporäre Maßnahme sein. Das Ziel müsse lauten, die Menschen zu integrieren. Diese Integrationsmöglichkeiten bezeichnete die Monschauer Bürgermeisterin als „eine Riesenchance für den ländlichen Raum, der ja bei den Demografen bereits abgeschrieben worden ist“.

Bei der langfristigen Betreuung von Flüchtlingen habe sich der Weg der dezentralen Unterbringung, wie in der Stadt Monschau praktiziert, bewährt. Das sei der beste Weg, um von vorneherein „die Bildung von Parallelgesellschaften zu vermeiden“.

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