Nordeifel - Fleißige Handwerker: Weißes Kreuz im neuen Glanz

Fleißige Handwerker: Weißes Kreuz im neuen Glanz

Von: M. S.
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Das vom Sturm zerstörte „Wei
Das vom Sturm zerstörte „Weiße Kreuz” wurde unter großer Teilnahme der Bevölkerung neu erstellt und eingesegnet. Foto: Manfred Schmitz

Nordeifel. „Wir bitten in unserem Festakt gern um Gottes Beistand, um dieses Kreuz wieder in frischem Glanz und auf Dauer zu errichten. Es ist seit Generationen ein beliebtes Wahrzeichen im Rurtal und gehört untrennbar zur Eifel und ihren Menschen”, wendete sich Simmeraths GdG-Pfarrer Michael Stoffels an seine Zuhörer.

Und weiter: „Dieses Denkmal ist Ausdruck unseres christlichen Glaubens und mahnt uns, auf unserem Lebensweg gute Werke zu tun. Deshalb widme ich meine priesterliche Einweihung mit herzlicher Anerkennung allen am Projekt beteiligten Kräften und ihrem Gemeinschaftswerk.” Die Segnung erfolgte am „Tag der deutschen Einheit” vor dem „Weißen Kreuz”, dem markanten Ausflugsziel und der Stätte besinnlicher Erinnerung zwischen Eicherscheid und Hammer.

Das malerische Gelände um das Monument lädt Wanderer und Naturfreunde zum Verweilen ein und gibt Betrachtern einen herrlich ungetrübten „Eifelblick” frei auf urtümliche Eifelimpressionen, die Flussniederung wie die steilen grünen Höhen rund um das pittoresken Örtchen Widdau.

Eine stattliche Besucherschar gab - steifem Herbstwind und grauem Niesel zum Trotz - dem religiösen Zeremoniell um die glückliche Vollendung eines anspruchsvollen Bauvorhabens das Geleit. Das 6,50 Meter hohe Kruzifix aus nun massiver, langlebiger Douglasie/Lärche wurde erstmals 1927, so die Chronik, vom Eicherscheider Theaterverein „Concordia” „aus christlicher Überzeugung und Dankbarkeit” gefertigt und aufgestellt.

1948 oblag es der ortsansässigen Schreinerei Ludwig Offermann, die ärgsten Kriegsschäden des religiösen Symbols auszubessern. 1959 freilich war der Zustand des vom Zahn der Zeit arg zernagten Holzkörpers jedoch so schlecht, dass die Schreinerei Alois Förster ein komplett neues Gebälk zimmerte und montierte.

Im Herbst 2000 mussten die 180 Kilogramm schwergewichtigen, wenngleich morschen Querbalken der Konstruktion erneuert werden. Dann kam die regional vielfach Schäden anrichtende stürmische Winternacht 2011, in der das Kreuz zersplitternd vom Sockel krachte.

Das hätte sein Ende sein können, „wären Eicherscheids Bürger nicht Eicherscheid”, wie Bernd Goffart, Simmeraths stellvertretender Bürgermeister, anerkannte, denn:„Die Eicherscheider krempeln bekanntlich auch oder gerade in einem solchen Fall ihre Ärmel hoch und packen die neue Aufgabe vehement und vereint an.”

Ludwig Siebertz und Kurt Förster waren die Koordinatoren der gemeinnützigen Aktion „Kreuzrettung”. Für Siebertz war klar: Das Kreuz durfte einfach nicht am Boden verrotten: „Es ist ein Mythos für Eicherscheid, die Nachbarn ringsum und zahlreiche auswärtige Gäste. Ohne dieses markante und einladende Symbol wäre sein Platz verwaist, undenkbar.”

In einhelliger Kooperation gewannen beide Projektleiter tüchtige Partner: die Firma Mobau Thelen als großzügige Sponsorin, die Holzarbeiten führte die Schreinerei Manfred Förster aus, die Stahlarbeiten für den Kippsockel der Anlage sowie die Abdeckungen aus rostfreiem Stahl steuerte die Firma Agrar-Rolf-Küpper zum Gelingen der guten Sache bei.

Nicht zu vergessen eine treue Helferschar aus versierten ortsansässigen Handwerkern. Die Patenschaft zur Pflege des faszinierenden Blickfanges habe, teilte Siebertz mit, „wie zuvor die Eicherscheider Eifelvereins - Ortsgruppe übernommen. Auch dafür gebührt Dank.” Dietmar Thelen berichtete, wie sein Engagement pro Kreuzrettung erwachte: „Ich habe in jüngster Zeit meine Liebe zum Wandern entdeckt, durchstreife gern heimische Wälder. Dabei entdeckte ich das zertrümmerte Kreuz. Da musste ich helfen.”

Eicherscheids Ortsvorsteher Günter Scheidt hofft zum perfekten Abschluss der Arbeiten auf das Wohlwollen der Forstverwaltung, „damit wir den Platz um das Kreuz stets freischneiden dürfen, um rastenden Wanderern den herrlichen Panoramablick ins Tal stets zu garantieren”.
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