Fischarten erfasst: Was schwimmt in der Urfttalsperre?

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Der im letzten Jahr erstmals bei der Fischartenerfassung in der Urfttalsperre nachgewiesene Signalkrebs ist aggressiver und fruchtbarer als heimische Arten. Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/A. Simantke

Nordeifel. Fischereifachleute vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) waren in den vergangenen Tagen auf der Urfttalsperre im Nationalpark Eifel unterwegs. Sie zählten dabei mit verschiedenen Methoden (E-Befischung, Reusen, Netzfang) Fische, bestimmten Arten und untersuchten Mageninhalte, um Schlüsse auf das Futterverhalten ziehen zu können.

Einmal im Jahr kommt Fischwirtschaftsmeister Sven Hüttemann mit seinem Team in das Großschutzgebiet, um das sogenannte Fischmonitoring für die Nationalparkverwaltung und den Wasserverband Eifel-Rur durchzuführen. Der Fischbestand hat große Bedeutung für die Wasserqualität. „Wie schon in den Vorjahren konnten wir auch 2016 hauptsächlich Flussbarsche feststellen“, so Hüttemann.

Da es sich bei der Urfttalsperre um ein künstliches Gewässer mit starken Wasserstandsschwankungen handelt, haben es verschiedene Fischarten, insbesondere die für die Wasserqualität wichtigen Raubfischarten Hecht und Zander, nicht leicht sich natürlich zu vermehren. Die Ergebnisse des Fischmonitorings werden neben Befunden zur Wasserqualität alljährlich im Arbeitskreis Urfttalsperre durch Fachleute des Landes und des Eigentümers Wasserverband Eifel-Rur mit Beteiligung der Fischerei-Pächtergemeinschaft bewertet.

Danach waren zur Sicherung der Wasserqualität seit dem ersten Monitoring im Jahr 2003 keine Entnahmemaßnahmen beim Fischbestand der in der Managementzone des Nationalparks liegenden Urfttalsperre erforderlich. Aus Naturschutzgründen ist das Angeln jedoch weiterhin an der Urfttalsperre ausgeschlossen.

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