Finanzielle Probleme bei Ausbau und Erweiterung der Grundschule Roetgen

Von: Ernst Schneiders
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Wird die Altbausanierung der Grundschule Roetgen ein Fass ohne Boden? Foto: Ernst Schneiders

Roetgen. Was die Roetgener Gemeinde-Entwicklungs-Gesellschaft (RGEG) vor Karneval hinter verschlossenen Türen zur Kenntnis genommen hat, sickert nach und nach an die Öffentlichkeit durch.

Das liegt auch an der UWG, die ihr Wahlversprechen, für mehr Transparenz in der Politik zu sorgen, einlöst und einige Fakten bereits auf ihrer Homepage kommuniziert hat.

Es geht um etwa 400.000 Euro, die vom Budget nicht gedeckt sind. Deshalb sollen die Gewerke, die den Abriss der alten Aula und den Neubau des Treppenhauses betreffen, neu ausgeschrieben werden. Beides sind Kernstücke der zweiten Bauphase.

Architekt Georg Wittfeld hat bis Ende des Monats Zeit, nach Einsparungsmöglichkeiten zu suchen. Sollten die Angebote auf die Ausschreibungen innerhalb des geforderten Finanzrahmens bleiben, sind Umplanungen nicht erforderlich.

Falls Wittfeld jedoch zu Stift und Lineal greifen muss, kommt auf die Bauherrin eine dicke Extra-Rechnung des Architekten zu.

Der Zeitrahmen ist bereits jetzt nicht mehr einzuhalten. „Wenn die Dinge, die an die Öffentlichkeit gedrungen sind, zutreffen, dann wird der Zeitplan nicht einzuhalten sein”, vermied RGEG-Geschäftsführer Hubert Pauls gegenüber unserer Zeitung eine klare Aussage.

Das heißt, die Container, in denen die Schulklassen während der Sanierungsphase des Altbaus unterrichtet werden, müssen von der Gemeinde unter Umständen erheblich länger angemietet werden als geplant. Erste Schätzungen sprechen von Mehrkosten in sechsstelliger Höhe.

Für die Gemeinde ist das eine äußerst prekäre Situation, denn Roetgen muss mit einem Nothaushalt leben und sich folglich jeden zusätzlichen Euro als Ausgabe von der Kommunalaufsicht genehmigen lassen. Ob man sich im Haus der Städteregion in Aachen großzügig zeigt, ist ungewiss, zumal nicht feststeht, dass es sich beim aktuellen Fehlbedarf um einen einmaligen Ausreißer handelt, oder ob weitere folgen.

„Alle an einen Strang ziehen”, lauten bereits die ersten Vorschläge zur Schadensbegrenzung aus der Politik. Sie kommen ausgerechnet von den Fraktionen, die der Gemeinde diese Suppe eingebrockt haben, ohne andere gemeinsam mit am Strang ziehen zu lassen.

Die politische Aufarbeitung dieser Situation interessiert Rektorin Elisabeth Gerhards-Eckert nicht wirklich. Ihr ist es um die Kinder und das Kollegium zu tun. „Wir waren alle auf das Ende der Bauarbeiten im Sommer fokussiert, damit endlich wieder Ruhe einkehrt. Doch daraus wird ja wohl nichts.”

Schulleiterin Gerhards-Eckert ist außerdem in Sorge, dass an den „Hauptorten des Lernens”, an den Klassenräumen, gespart werden muss. „Ich möchte nicht, dass es dort, wo alle Kinder sich den ganzen Vormittag aufhalten müssen, am Ende nur noch erbärmlich aussieht!”
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