Finanzielle Hilfe bei der Sanierung alter Häuser

Von: ag
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Hausbesitzer können Fördermittel in Anspruch nehmen, wenn sie alte Gebäude in der Altstadt aufwerten wollen. Foto: A. Gabbert

Monschau. Wer in der Monschauer Altstadt Eigentum besitzt, darf auch künftig darauf hoffen, in den Genuss von Fördermitteln zu kommen. Der Stadt Monschau wurden nämlich durch die Bezirksregierung Köln aus dem Programm „städtebaulicher Denkmalschutz“ Fördermittel für die kommenden Jahre bis 2018 bewilligt.

Ein Teil dieser Städtebaufördermittel in Höhe von 200.000 Euro pro Jahr ist für das Wohnumfeldprogramm in der Altstadt vorgesehen. Außerdem wurde auf der Grundlage der Förderrichtlinien Stadterneuerung 2008 für die Stadt Monschau eine eigene Förderrichtlinie entwickelt, die die baulichen Besonderheiten berücksichtigen soll.

Mit der Förderrichtlinie soll den Eigentümern finanzielle Unterstützung angeboten werden, um ihre privaten Gebäude aufzuwerten, so dass die Ziele des Ortsstatuts der Stadt Monschau zügiger und effektiver umgesetzt werden können.

Für die Sicherung, Herrichtung und Gestaltung privater Freiflächen sowie die Modernisierung und Sanierung von Dächern und Fassaden können Fördermittel in Anspruch genommen werden. Ebenso stehen Fördermittel für die Wiederherstellung und Sanierung privater Bruchstein- und Schichtenmauern zur Verfügung.

Als diese Förderrichtlinie nun zunächst dem Bau- und Planungsausschuss und später dem Rat der Stadt Monschau zum Beschluss vorlag, wollte die SPD-Fraktion diesen Punkt der Tagesordnung verschieben, da den Sitzungsvorlagen nicht zu entnehmen war, dass die Sache bereits von übergeordneten Behörden juristisch geprüft wurde. Das wurde erst im Verlauf der Sitzung deutlich.

Die SPD trieb die Sorge an, dass im Zweifelsfalle Fördergelder wieder zurück gezahlt werden müssten. Da der Tagesordnungspunkt nicht verschoben wurde, stimmte die SPD gegen den Beschluss. Weil sie den Eigentümern aber keine Steine in den Weg legen wollte, enthielt sie sich, als im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung über Förderanträge abgestimmt wurde.

„Natürlich ist Denkmalschutz wichtig“, sagte der Fraktionsvorsitzende der SPD, Gregor Mathar. Andererseits vertrat er auch die Meinung, dass Eigentum eben verpflichtet – egal ob auf den Dörfern oder in der Altstadt. Der Grund für die Ablehnung sei aber ein anderer.

„Wenn man durch die Altstadt geht, ist an vielen Stellen Sanierungsbedarf zu erkennen“, sagte Hilmar Weber (CDU). Die neue Förderrichtlinie sei eine Möglichkeit, die Kosten für die Eigentümer zu mildern. „Wir müssen alles daran setzen, das Stadtbild zu erhalten“, betonte Weber. „Schön wäre es, wenn dieses Mittel weiter gepflegt würde“, erklärte Claus Sieverding (Grüne).

Bei vier Gegenstimmen der SPD wurde die Förderrichtlinie schließlich beschlossen.

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