Finanzielle Förderung: Tennisclub und Kinderchor verpassen Frist

Von: ag
Letzte Aktualisierung:

Roetgen. Die Jugendarbeit in den Vereinen wird von der Gemeinde Roetgen mit einem Betrag in Höhe von 7470 Euro gefördert. Ausschlaggebend für die Verteilung sind die bei der Verwaltung eingegangenen Meldungen über die Zahl der betreuten Jugendlichen.

Darum ging es jetzt auch in der jüngsten Sitzung des Bildungs-, Generationen-, Sozial- und Sportausschusses der Gemeinde.

Der Vorsitzende des Ausschusses, Ronald Borning (CDU), erinnerte zunächst an einen älteren Beschluss, wonach nach Ablauf der Meldefrist keine Nachträge mehr möglich sind. „Zwei Vereine haben es geschafft, sich trotz Erinnerung nicht rechtzeitig zu melden“, sagte Bürgermeister Jorma Klauss. Dabei handele es sich um den Tennisclub und den Kinderchor Kimundi. Wobei im Falle des Tennisclubs ein Krankheitsfall die Ursache sei. „Irgendwo muss man eine Grenze ziehen.“ Die Verwaltung lasse aber die Politik entscheiden, ob noch eine Aufnahme der Vereine in die Förderung möglich sei, sagte Klauss.

Frank Knur (SPD) plädierte aufgrund der Krankheitsgründe für eine Aufnahme.

Silvia Bourceau (UWG) sah neben den Krankheitsgründen auch noch die Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit in den Vereinen, wodurch eine Betreuung der Kinder ermöglicht werde. „Stellen Sie sich vor, es wären zehn Vereine weniger. Die Vereine sind doch das, was Roetgen ausmacht“, sagte Bourceau und sprach sich dafür aus, auch noch den Eifelverein mit seiner Ferienbetreuung für Kinder in die Förderung miteinzubeziehen. „Wenn die Angebote nicht mehr da sind, ist das Geschrei groß“, betonte Bourceau.

Für Wolfgang Schruff (PRB) machte es keinen Unterscheid ob Krankheitsgründe vorliegen oder nicht. Die Jugendarbeit sei eine gute Investition mit der man auch die Wertschätzung der Vereine ausdrücke.

Petra Knur (SPD) schloss sich den Vorrednern an und erinnerte daran, dass die Bereitschaft zum Ehrenamt abnehme.

Margitta Hill (CDU) signalisierte ebenfalls ihre Zustimmung.

Nicht einverstanden war der Ausschussvorsitzende Ronald Borning (CDU). Wenn man jetzt die Frist aufweiche, müsste konsequenterweise auch bei anderen Vereinen nochmals nachgefragt werden. Eine andere Option sei, eine andere Grundlage für die Verteilung des Festbetrages zu finden. Sonst müsse man immer wieder nachfragen. „Antragsfrist ist Antragsfrist“, betonte Borning.

Dann ging die Diskussion von vorne los. Das Prozedere müsse für alle handhabbar bleiben, sagte Klauss und schlug vor den Tennisclub und den Kinderchor in die Förderung aufzunehmen und beim Eifelverein nochmals nachzufragen. Beim nächsten Mal solle in dem Schreiben an die Vereine noch dringender auf die Antragsfrist hingewiesen werden.

Rainer Welzel (UWG) sah die Gefahr, „dass sich die Leute nicht mehr engagieren“. Man müsse beide Seiten sehen: die Handhabbarkeit und das Ehrenamt.

Petra Knur schlug vor in Zukunft den Sitzungstermin als Frist zu setzen.

Ingrid Karst-Feilen (Grüne) meinte, über die Bedeutung des Ehrenamtes müsse nicht diskutiert werden. Ein Abtelefonieren aller Vereine sei nicht möglich. Die Fristregelung sei seinerzeit zwar mit Recht eingeführt worden, man müsse aber flexibel bleiben.

Für Silvia Bourceau lautete das wichtigste Wort „Miteinander“. Zum ersten Mal gehe es jetzt um Nachmeldungen. Eine erneute Diskussion sei deshalb unnötig und überzogen.

„Das sind vereinsinterne Probleme, mit denen wir uns jetzt als Ausschuss befassen müssen“, sagte Wiltrud Strunk (CDU).

Am Ende stimmte der Ausschuss dann doch einstimmig für die Aufnahme des Tennisclubs und des Kinderchores, für eine Nachfrage beim Eifelverein und die Auszahlung der Zuschüsse an die Vereine.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert