Finale im Bitburger-Kreispokal: Nordeifel-Derby verspricht Spannung

Von: Kurt Kaiser
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Anfang August trafen die beiden Pokalfinalisten beim Turnier des SV Rott aufeinander. Hoch her, wie hier bei dem Kopfballduell zwischen dem Roetgener Johannes Höfler und dem Eicherscheider Torjäger Stefan Kwasnitza, ging es in beiden Strafräumen. Genügend Strafraumszenen erwarten die Zuschauer auch heute Nachmittag wenn die beiden Eifeler Kontrahenten das Pokalendspiel bestreiten. Foto: Kurt Kaiser

Nordeifel. Nicht die Mittelrheinligisten SV Breinig oder SV Eilendorf, auch nicht die hochgehandelten Landesligisten VfL Vichttal SV Rott, Hertha Walheim oder Alemannia Mariadorf stehen im Pokalendspiel des Fußballkreises Aachen.

Nein, das Kreispokalfinale, das am heutigen Samstag um 17.30 Uhr an der Aachener Neuköllner Straße angepfiffen wird, bestreiten sensationell die beiden Nordeifelvereine Germania Eicherscheid und der FC Roetgen.

Da die drei bestplatzierten Teams der Kreispokalrunde sich für die FVM Runde qualifizieren, haben der Bezirks- und der A-Ligist aus der Eifel die lukrative Runde schon erreicht.

Während die Roetgener keine berauschende Pokalvergangenheit haben und noch nie auf Mittelrheinebene unterwegs waren, können die Eicherscheider schon auf eine erfolgreiche Pokalhistorie zurückblicken, allerdings erlebten die Blau-Weißen die guten Pokalzeiten auch bereits, als es noch den guten, alten Fußballkreis Monschau gab...

In diesem Jahr spielten die beiden Nordeifelteams aber eine sensationell gute Pokalrunde. Die Eicherscheider starteten mit einem 4:0-Erfolg bei Genclerbirligi Baesweiler und fertigten in der nächsten Runde Sparta Würselen mit einer 0:5-Packung ab. Im Achtelfinale landete die Germania einen 5:2-Sieg beim B-Ligisten Burtscheider TV.

Dass die Blau Weißen nicht nur die „sogenannten Kleinen“ verprügeln können, bewiesen sie in den beiden nächsten Runden. Im Viertelfinale landeten sie einen 3:2-Sieg beim Landesligisten Hertha Walheim. Im Halbfinale schafften die Eicherscheider die absolute Sensation und eliminierten den Mittelrheinligisten SV Eilendorf aus dem Pokal.

Eher schlecht als recht stolperte der FC Roetgen durch die ersten Runden. Gegen den B-Ligisten Sportfreunde Hehlrath benötigten die Schwarz Roten beim 9:5-Sieg die Verlängerung. Schwerer als erwartet taten sie sich auch beim 3:1-Erfolg gegen den B-Ligisten JSV Baesweiler. Im Achtelfinale angekommen, schalteten die Schwarz-Roten dann aber in den Pokalmodus und warfen den Landesligisten SV Rott im Elfmeterschießen (5:2) aus der Runde. Im Viertelfinale besiegte der FC den Landesligisten Alemannia Mariadorf mit 2:1 und landete im Halbfinale beim A-Ligakonkurrenten TSV Donnerberg einen knappen 1:0 Erfolg.

Die Generalprobe fürs Pokalendspiel verlief für die Schwarz Roten nicht wunschgemäß, denn bei Rasensport Brand kassierte man am vergangenen Spieltag eine 1:2 Niederlage.

„Durch die Belastung im Pokal und durch die Verletzten greifen bei uns die Automatismen nicht mehr, uns fehlt die Frische für den letzten Schritt“, konstatierte FC-Trainer Frank Küntzeler, der auch noch mit einigen personellen Sorgen ins Finale geht. Chris Sauren, Johannes Höfler und Tom Moosmayer werden verletzungsbedingt fehlen. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Stefan Mertens, Sebastian Szlosarczyk, Jerry Beyer und Simon Krebs. Auch wenn die Roetgener erst vor wenigen Wochen beim Turnier des SV Rott den Bezirksligisten mit 3:1 besiegen konnten, gibt Frank Küntzeler die Favoritenrolle an die Germania ab. „Wir sind klarer Außenseiter. Wir brauchen schon einen sehr guten Tag um die Sensation zu schaffen, den Eicherscheidern reicht ein gebrauchter Tag um Pokalsieger zu werden.“

So einfach lässt der Eicherscheider Coach Bernhard Schmitz sich die Favoritenbürde nicht andrehen. „Ich sehe uns nicht als Favorit. Jeder weiß, dass der FC Roetgen über einen Kader verfügt, der mindestens Bezirksliganiveau hat. Ich denke die Chancen sind 50 zu 50 und glaube, dass die bessere Tagesform entscheidend sein wird.“

Auch bei den Blau Weißen machte sich nach fünf englischen Wochen zuletzt ein Substanzverlust bemerkbar. Beim 2:1-Erfolg am vergangenen Spieltag bei Sportfreunde Uevekoven erkannte Bernhard Schmitz spielerische Defizite, jedoch konnte seine Mannschaft diese mit einer kämpferisch starken Leistung egalisieren.

Personelle Sorgen plagen vor dem Pokalfinale aber auch noch den Eicherscheider Coach.

Nico Wilden zog sich beim Training am Dienstag eine Zerrung zu, so dass sein Einsatz noch fraglich ist. Die Langzeitverletzten Jan Breuer, Emir Mehmedbegovic und Sascha Treitz fallen weiterhin aus. Auch die Urlauber Stefan Kwasnitza und Torwart Dominik Rollesbroich fehlen noch.

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