Feuerwehren im Dauereinsatz: Starkregen und Hagel am Rursee

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Gewitter über dem Rursee und dem Kermeter: Von der Schönen Aussicht in Schmidt ließ sich gut beobachten, wie sich das Unwetter über der Eifel entlud. Foto: A. Gabbert

Nordeifel. Schwere Gewitter mit Starkregen und Hagelschauern sind am Sonntag über die Eifel gezogen. Während es im Stadtgebiet Monschau und im Gemeindegebiet Roetgen eher ruhig blieb, hatte die Feuerwehr am Rursee viel zu tun.

Dort wurden Straßen überflutet und Kanaldeckel von den Wassermassen hochgedrückt. Siebenmal musste die Feuerwehr wegen Wassereinbrüchen ausrücken. Um 15.39 Uhr wurde die Löschgruppe Einruhr zunächst zum Heilsteinhaus in die Franz-Becker-Straße gerufen. Dort waren auch die Räume der Rursee-Touristik betroffen.

Bei der Anfahrt stellten die Einsatzkräfte fest, dass ihr Feuerwehrgerätehaus ebenfalls 30 bis 40 Zentimeter unter Wasser stand. „Zuerst waren aber die anderen dran“, sagte Simmeraths Wehrführer Christian Förster. Das „Café zur Post“ meldete ebenfalls Land unter im Keller, hier rückte die Löschgruppe Erkensruhr aus.

Da weitere Meldungen über Wassereinbrüche im Verlauf der Rurstraße folgten, wurde die Löschgruppe Hammer-Dedenborn zur Unterstützung gerufen. Die Meldung über einen Erdrutsch auf der B 266 in Richtung Vogelsang bestätigte sich nicht. Die Straße wurde zwar an mehreren Stellen durch Wassermassen überspült, war aber noch befahrbar.

Die Löschgruppe Rurberg stellte in den betroffenen Bereichen Warnschilder auf. An der Woffelsbacher Straße in Rurberg war der Hang aber tatsächlich ein Stück abgerutscht. Dabei wurde auch ein Baum mitgerissen, dessen Wurzel anschließend in den Straßenbereich hineinragte und von der Feuerwehr beseitigt werden musste.

Um 17.47 Uhr wurde die Löschgruppe Rurberg nochmals alarmiert und musste aufgeschwemmte Kanaldeckel auf der L166 einsetzen. Die Löschgruppe Einruhr wurde schließlich um 22.06 Uhr zu einem Wassereinbruch in die Rurstraße gerufen. Die Eigentümer waren verreist und erst abends zurückgekehrt, wobei sie dann das Unheil entdeckten.

Durch die Hagelschauer am Nachmittag wurden zudem zahlreiche Fahrzeuge beschädigt. In Mitleidenschaft gezogen wurde auch der Spazierweg zwischen Rurberg und der Urfttalsperre. Als eine Mitarbeiterin der Gastronomie an der Talsperre mit dem Auto auf dem Heimweg war, versperrte Geröll, das den Hang hinunter gerutscht war, den Weg. Ein Bekannter kam ihr mit seinem Traktor zur Hilfe und räumte den Weg frei.

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