Imgenbroich - Feuerwehr übt sehr realistisch am alten Kaisersaal

Feuerwehr übt sehr realistisch am alten Kaisersaal

Von: Daniel Raab
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Beißender Qualm steigt aus dem Keller des „Kaisersaals“ auf und im zweiten Stock rufen Jugendliche um Hilfe: Die Rettung der vier Jugendlichen erfolgte mittels Drehleiter. Foto: Daniel Raab
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Die Einsatzkräfte sind versammlt und besprechen sich.

Imgenbroich. Stechender Rauch quoll aus dem Kellerschacht des ehemaligen Imgenbroicher Hotel-Restaurants „Kaisersaal“. An den beiden Fenstern im zweiten Stock standen vier Jugendliche und riefen laut um Hilfe.

Die herbeieilenden Einsatzfahrzeuge der freiwilligen Feuerwehr Monschau parkten im Jennegäßchen, es folgte eine kurze Lagebesprechung- und schon wurde die Drehleiter ausgefahren, um die Jugendlichen aus dem Haus zu retten. Nach wenigen Minuten war der Einsatz erfolgreich beendet. Neben den Jugendlichem im zweiten Stock konnten die Einsatzkräfte auch noch den Hausmeister retten, der im Keller ohnmächtig zusammengebrochen war.

„Hier wurde eine Rettungssituation simuliert, bei der mehrere Personen aus einem brennenden Haus zu bergen waren.“, schilderte Löschzugführer Guido Schmitz die Situation vor Ort. „Wir sind dankbar dafür, dass wir hier einen ganzen Tag lang die Möglichkeit haben, diverse Gefahrensituationen in realistischer Umgebung nachzustellen.“

Hierfür bot sich das altehrwürdige und traditionsbehaftete Gebäude förmlich an, das in naher Zukunft abgerissen wird und einem neuen, großen Wohn- und Geschäftshaus weicht. Insgesamt acht verschiedene Übungen hatten die Verantwortlichen für die Löschzüge aus Monschau Konzen, Imgenbroich, Rohren und Mützenich an diesem Tag geplant. Hierbei standen unter anderem die Rettung von Personen und das Öffnen von Türen auf dem Plan. Nebelmaschinen sorgten für den nötigen Rauch und Qualm, die den Einsatz von schwerem Atemschutzgerät unabdingbar machten.

Erfolgreiche Nachwuchswerbung

Die freiwillige Feuerwehr hatte in der Vergangenheit und hat auch in der Gegenwart immer wieder mit dem Problem zu kämpfen, dass es nicht genügend Nachwuchskräfte gibt. In Imgenbroich und Konzen hatte man im Frühsommer diesen Jahres kreativ für neue Mitglieder geworben. Dafür stellte man an verschiedenen Punkten aus Holz gefertigte blau-rote Figuren auf, die mit passenden Sprechblasen dafür sorgten, dass man sich mittlerweile über ein gutes Dutzend neuer Mitglieder in der Jugendfeuerwehr freuen kann. Und genau diese neuen Mitglieder kamen bei diesen Übungen im Imgenbroich auch das erste Mal zum Einsatz. Mehr als 50 aktive Einsatzkräfte probten einen Tag lang alle erdenklichen Ernstfälle in realistischer Umgebung.

Zusätzlich zu den aktiven Feuerwehrmännern standen dem Großaufgebot noch vier neutrale Übungsbeobachter zur Verfügung, die von befreundeten Wehren angefordert wurden. „Die Übungsbeobachter sind äußert wichtig“, erklärte Löschzugführer Guido Schmitz. „Sie sind als neutrale Beobachter vor Ort und helfen unter anderem bei der Nachbesprechung der durchgeführten Übungen mit ihren Beobachtungen. Sie sind objektiv und neutral.“

Verpflegung im Gerätehaus

Ein solcher Übungstag sollte gut und strukturiert geplant werden. Das dies der Fall war, zeigte sich schon morgens, bevor die erste Übung des Tages durchgeführt wurde. Jeder der Einsatzkräfte packte tatkräftig mit an. Die „alten Hasen“ erklärten den neuen Mitgliedern der Jugendfeuerwehr in aller Ruhe und Schritt für Schritt, wie man die Schläuche ordentlich einrollt, wie die Einsatzfahrzeuge beladen werden müssen und standen jederzeit für jeden als Ansprechpartner zur Verfügung.

Zwischen den kräftezehrenden Einsätzen hatten die Feuerwehrkräfte die Möglichkeit, sich im Gerätehaus „Am Himo“ zu stärken.

Mit der Übung im ehemaligen „Kaisersaal“ in Imgenbroich konnte die freiwillige Feuerwehr Konzen/Imgenbroich mit den Wehren aus Rohren und Mützenich eindrucksvoll demonstrieren, das sie gemäß dem Leitspruch „Retten-Löschen-Bergen-Schützen“ für kommende Aufgaben gewappnet sind.

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