Monschau - Fest zum Frauentag: Internationale und bunte Party

Fest zum Frauentag: Internationale und bunte Party

Von: ale
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Kinder, Jugendliche und Frauen, kurzum: fröhliche Menschen aus vielen Ländern. Als beim Frauenfest im Aukloster, das internationaler nicht hätte sein können, Musik erklang, gab es kein Halten mehr. Foto: A. Lauscher

Monschau. Dass sich Frauen aus Syrien, Libanon, Iran, Irak, Algerien, Marokko, Ghana, Nigeria, Elfenbeinküste, Eritrea, Somalia, Afghanistan, Pakistan, China, Tadschikistan, Aserbaidschan, Albanien, Serbien, Kosovo, Deutschland, Belgien und Holland treffen, Einheimische und Flüchtlinge ein Buffet voller kulinarischer Köstlichkeiten zusammenstellen, junge und ältere Frauen und Kinder fröhlich tanzen – das geht. Und zwar in Monschau beim Internationalen Frauentag.

„Frauen – wir gemeinsam“, so hatte Andrea Compes, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Monschau, den Tag überschrieben. Sie wollte Frauen und Mädchen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen zusammenführen und mit ihnen ein Fest feiern. Ihre Bitte um Unterstützung stieß auf offene Ohren, beispielsweise bei den Frauen aus dem Café International und aus den Monschauer Flüchtlingsunterkünften – und bei allen, die sich mit guten Ideen einbringen, um einen schönen Nachmittag zu gestalten.

In Scharen strömten Frauen, Mädchen und Kinder dann am Dienstagnachmittag zum Bürgersaal des Auklosters; einige waren zu Fuß im Sternmarsch von der „Funk“ und der „Haag“ heruntergekommen.

Im Aukloster wurden sie mit Musik begrüßt: Am Klavier hatte sich Birgit Röseler eingefunden, sie spielte schöne, lebhafte Stücke, die Ballade für Adeline und Beethovens „Für Elise“ für alle. Andrea Compes strahlte ob des regen Zuspruchs: „Wir haben zum ersten Mal von der Stadt aus eine solche Einladung ausgesprochen. Es ist unglaublich, welch vielfältiges Buffet wir zusammenstellen konnten.“ Da lief einem das Wasser im Mund zusammen: Börek aus dem Kosovo, albanische Pite, Kuchen aus Aserbaidschan und Bosnien, Streuselkuchen aus Deutschland, Chin-Chin aus Nigeria, frittierte Maniokstückchen und Kochbananen nach afrikanischem Rezept, dazu scharfe Soße… Der duftende Kaffee kam aus dem Mützenicher Weltladen, auch alkoholfreie Getränke standen bereit.

Aus Langschoss sowie aus den Unterkünften Funk, Haag und Einruhr waren Frauen und Kinder gekommen. Bürgermeisterin Margareta Ritter, die die Schirmherrschaft dieses Festes übernommen hatte, musste sich in dem bunten Gewusel Ruhe verschaffen. Sie begrüßte die vielen Menschen herzlich: „Ich freue mich sehr, dass Andrea Compes mit starken, engagierten Frauen aller Nationalitäten, die hier leben, dieses Fest verwirklicht hat.“ Es gehe nicht um ein politisches Bekenntnis, sondern um eine „verbindende Wertegemeinschaft“. Sie wünschte sich, dass ein solches Fest „Tradition wird“. Ihre Worte wurden in Englisch, Französisch, Arabisch und Farsi übersetzt und bekamen viel Beifall.

Anschließend durfte die Bürgermeisterin Glückwünsche zu ihrem Geburtstag in allen Sprachen entgegennehmen – und ein Geschenk: eine Collage, die sich „bunter Mensch“ nennt. Hierzu erläuterte die Künstlerin Patricia Govers-Tesch: „Kunst ist eine Sprache ohne Wörter. Wir erstellen hier zusammen eine große Collage. Frauen und Kinder können aus bunten Karten ein Mosaik fertigen, das wird unser ‚bunter Mensch‘. Er ist ein Sinnbild für die Vielfalt der Menschen, die hier sind.“

Als die Musik ertönte, gab es kein Halten. Zunächst waren es arabische Klänge, und junge Frauen fingen an, sich im Rhythmus zu bewegen. Eine Frau schlug die Trommel im Takt, und immer mehr fügten sich ein in den fröhlichen Kreis, da wurden schließlich auch Schuhe ausgezogen, denn barfuß ging es noch besser. Auch die Afrikanerinnen hatten ihre Musik mitgebracht, und schon ging es los, die Hüften wippten im Takt, die Tanzfreude war ansteckend. Auch manche Kinder, die bis dahin gemalt, gebaut und gespielt hatten, drehten sich mit ausgebreiteten Armen im Tanz. „Wir können noch gut Unterstützung gebrauchen“, sagte Inge Theißen vom Café International. Wer sich durch das schöne Fest angesprochen fühle, in irgendeiner Form mitzumachen, der sei herzlich willkommen.

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