Fertiggestellt: Am Vennbahnradweg wird gefeiert

Von: P.St.
Letzte Aktualisierung:
6189725.jpg
Von der Eisenbahn zum Fahrrad: Auf die Vennbahnweg-Eröffnung am 15. September freuen sich Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Aachens Bürgermeisterin Margrehte Schmeer und Walheims Bezirksbürgermeister Eberhard Büchel (v li.). Foto: Peter Stollenwerk

Nordeifel. Weder das Braunkehlchen noch das Birkhuhn konnten das Projekt aufhalten: Nach mehr als vier Jahren Bauzeit ist der Vennbahnradweg nun fertiggestellt. Er gilt als einer der längsten und schönsten zusammenhängenden und grenzüberschreitenden Radwege Europas.

Über eine Gesamtlänge von 125 Kilometern führt der multifunktionale Weg fast ausschließlich auf der Trasse der ehemaligen Vennbahn von Aachen nach Ulfingen im Großherzogtum Luxemburg.

Das 56 Kilometer lange Teilstück zwischen Aachen-Hauptbahnhof und Kalterherberg an der belgischen Grenze wird am Sonntag, 15. September offiziell seiner Bestimmung übergeben. An elf Punkten entlang der Strecke gibt es unterschiedliche Aktionen, von Blasmusik über Hüpfburgen bis hinzu einer kontrollierten Grafitti-Aktion im Fahrradtunnel unter der Himmelsleiter. Am Bahnhof Lammersdorf findet die zentrale Feier statt, die federführend von der Städteregion Aachen vorbereitet wird.

Im Vorgriff auf das Programm am kommenden Sonntag sprach Städtregionsrat Helmut Etschenberg von einem Projekt, das mit vielen Emotionen verbunden sei, aber von seiner Attraktivität her von anderen Regionen „kaum zu überbieten“ sei. Emotionen bestimmten das Geschehen beim Naturschutz, bei der Klärung grenzüberschreitender Fragen oder der Verkehrsregelung an Überwegen. Aachens Bürgermeisterin Dr. Margrethe Schmeer sprach von einem „außerordentlichen gelungenen“ grenzüberschreitenden Projekt und versprach, dass die Stadt Aachen bis zum Jahresende auch noch „ihre Hausaufgaben“ entlang der Strecke erledigen werde.

Die Realisierung des Vennbahnweges auf der Gesamtstrecke von 125 Kilometern kostete 14,7 Millionen Euro. Die beteiligten Regionen (insgesamt gab es 13 Projektpartner in drei Ländern) versprechen sich von der Strecke, die maximal drei Prozent Steigung aufweist und daher als sehr familientauglich gilt, einen hohen touristischen Nebeneffekt mit prognostizierten rund 30.000 Übernachtungsgästen pro Jahr und bis zu 70.000 Tagestouristen.

Beteiligt waren 13 Projektpartner in drei Ländern. Die Wallonische Region steuerte, 5,6 Millionen Euro bei, die EU 3,9 Millionen, das Land NRW 1,9 Mio., Luxemburg 1,4 Mio., die Städteregion Aachen 653.000 Euro, Monschau 286.000, Roetgen 244.000 Euro, Simmerath 92.000 Euro sowie 9000 Euro die Stadt Aachen.

Leserkommentare

Leserkommentare (7)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert