Hürtgenwald - Fernab vom Lärm: der Ruhehain

Fernab vom Lärm: der Ruhehain

Von: ale
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Der Ruhehain Hürtgenwald wurd
Der Ruhehain Hürtgenwald wurde seiner Bestimmung übergeben; Bürgermeister Axel Buch, Pater Peter, Pastor Boehme und Pastor Neuenhover (v.l.) sowie Vertreter von Bestattungsunternehmen bei der kleinen Feier im Wald zwischen Vossenack und Simonskall. Foto: Anneliese Lauscher

Hürtgenwald. Einen Ort der Stille, einen ruhigen Platz im Wald, fernab von Lärm und Hektik, suchten jetzt Bürgermeister Axel Buch, mehrere Ratsmitglieder sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger auf. Der Ruhehain wurde eigeweiht, er liegt an der Verbindungsstraße zwischen Vossenack und Simonskall.

Auf dem kleinen Platz inmitten hundert Jahre alter Buchen waren Späne ausgestreut worden, die Sonne schien durch die Bäume und gab der kleinen Feier einen freundlichen Rahmen. Kurz blickte Axel Buch auf die recht lange Zeit zurück, die von der Idee bis zur jetzigen Übergabe vergangen ist.

2005 war der Gedanke erstmals im Rat geäußert worden, dann besuchten Ratsmitglieder im darauf folgenden Jahr einen „Friedwald”, um sich eine Vorstellung zu machen. Es wurde ein „runder Tisch” organisiert, damit alle involvierten Behörden über die Maßnahme beraten konnten. Sogar eine Baugenehmigung musste erteilt werden, obwohl nichts gebaut wird. Jetzt endlich war es soweit: Der Ruhehain wurde seiner Bestimmung übergeben.

Schon 80 Anfragen

Pastor Neuenhover und Pastor Boehme sowie Pater Peter vom Franziskanerkloster waren gekommen, um die Feier zu gestalten. „Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben”, zitierte Pastor Neuenhover Martin Luther. Es wurde für Sterbende gebetet und für Pflegende und für alle, die die Gräber besuchen, dass sie dort Trost und Zuversicht finden mögen.

Anonym, wie es ursprünglich beabsichtigt war, werden die Bestattungen nicht sein. Vonseiten der Kirchenvertreter wurden anonyme Bestattungen abgelehnt. Deshalb musste man einen Kompromiss finden, die vom Gemeinderat beschlossene Friedhofssatzung musste wieder geändert werden.

Schon jetzt ist die Nachfrage erstaunlich groß: Es liegen bereits über 80 Anfragen vor, und in den nächsten Tagen werden die ersten Bestattungen dort vorgenommen.

Bürgermeister Axel Buch meint hierzu: „Viele Menschen suchen für ihre Grabstätte einen Ort, wo sie glauben, der Schöpfung nahe zu sein.”

Dies ist zwischen Vossenack und Simonskall gegeben: Im Wurzelbereich der alten Bäume werden die Urnen in die Erde versenkt.
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