Ferienbetreuung: Spiel, Spaß und Spannung für Kinder vieler Länder

Von: pia
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Langeweile kennen diese Kinder nicht: Jede Menge Attraktionen und Spielmöglichkeiten wartet auf sie in der Ferienfreizeit. Für die Organisation sind die Leiterin Marita Delvenne und zahlreiche Betreuer zuständig. Foto: Pia Sonntag

Konzen. Mit freudigen Blick guckt der kleine Glendi aus Albanien zu seinen deutschen Spielkameraden. Kinder aus Deutschland, Albanien oder Syrien toben sich gemeinsam im Konzener Sportpark aus. Neue Freundschaften entstehen.

Spiel, Spaß und spannende Tage stehen für die Kinder, die an der dreiwöchigen Ferienbetreuung des Fördervereins Ferienfreizeit Monschau e.V. teilnehmen, auch in diesem Jahr wieder auf dem Programm. Die 55 Kinder aus Monschau, Simmerath und Roetgen zwischen sechs und elf Jahren , finden sich jeden Morgen im Sportpark in Konzen ein und werden liebevoll von der Leiterin der Ferienbetreuung, Marita Delvenne, sowie weiteren größtenteils minderjährigen Betreuern umsorgt.

Bereits zum zweiten Mal findet die Ferienbetreuung in Konzen statt, die vorher rund um die Jugendherberge Hargard veranstaltet wurde. In diesem Jahr würden sich die Betreuer besonders darüber freuen, dass auch acht Flüchtlingskinder teilnehmen, sagt die Leiterin.

Die Kinder starten mit einem ausgewogenen Frühstück in den Tag. Danach können sie je nach Wunsch ihre Zeit selbst gestalten. Sie werden von einem jungen Team betreut, das mit ihnen Kartenspiele spielt, sie schminkt, Fußball spielt und ganz individuell auf ihre Bedürfnisse eingeht. Neben der kreativen Arbeit, können die Kinder sich bei einigen sportlichen Aktivitäten austoben. Sie können sich nach Lust und Laune im Freien mit Inlinern, Wakeboards oder Einrädern mit ihren Spielkameraden vergnügen.

Die neunjährige Lucy Menzo ist schon zum dritten Mal dabei und erklärt mit einem breiten Grinsen, dass sie sich sehr wohl fühlt und sehr viel Spaß hat. Neue Freunde hätte sie auch schon gefunden. Zu ihren neuen Spielkameraden zählen die elfjährigen Flüchtlingskinder Lazri und Glendi aus Albanien. Glendi erzählt, dass er froh ist, nach Deutschland gekommen zu sein. Er ist seit drei Monaten in Imgenbroich und spricht schon ziemlich gut Deutsch: „Ich mag es in Deutschland, in der Schule und hier bei Frau Delvenne. Alle sind nett und besonders gerne spiele ich Fußball.“

Seine Schwester Lazri schaut ein wenig schüchtern und verlegen zu. Sie nimmt ihre deutsche Freundin an die Hand, die ihr Mut macht, auch mal was zu sagen. Mit ein bisschen Unterstützung sagt sie dann, dass auch ihr die Ferienbetreuung gefällt. „Es ist schön zu sehen, wie die Kinder verschiedener Kulturen sich verstehen und sich gegenseitig helfen“, sagt Marita Delvenne. Man müsse sich zwar manchmal mit „Händen und Füßen“ verständigen, „aber bisher haben wir Betreuer und auch die Kinder untereinander die Situation gut gemeistert“.

Dass die Kinder sich wohl fühlen steht für die Pädagogin im Vordergrund: „Die Kinder sollen einfach eine tolle Zeit haben. Deswegen unternehmen wir auch schon mal was mit ihnen. Wir veranstalten Fußballturniere, eine Schnitzeljagd, entdecken den Wald zusammen oder gehen ins Schwimmbad. Langeweile steht für die Kinder nicht auf der Tagesordnung.“ Davon würden mit Sicherheit auch die Eltern profitieren, ist sich die Leiterin sicher. Die Kinder würden von 8 Uhr morgens bis 16 Uhr betreut.

Die berufstätigen Eltern müssten sich in dieser Zeit nicht sorgen, wer sich um ihre Lieblinge in der Ferienzeit kümmert und könnten getrost ihrer Arbeit nachgehen. Das sei ein Grund, warum die Ferienbetreuung überhaupt ins Leben gerufen wurde, erklärt die Leiterin.

Der 25-jährige Daniel Mertens ist seit vier Jahren mit großer Leidenschaft für die Kinder zuständig und schwärmt von seiner ehrenamtlichen Arbeit: „Ich habe viele neue Kontakte geknüpft und auch die Kinder sind in mein Herz gewachsen. Man engagiert sich nicht nur ehrenamtlich, sondern nimmt aus dem Umgang mit den Kindern auch noch selber etwas mit.“ Den Kleinen gefällt die Ferienfreizeit so gut, dass sie später selber Betreuer werden und auf die nächste Generation aufpassen wollen.

Alle Betreuer und Teilnehmer sind sich einig, dass die Ferienbetreuung alle Jahre wieder ein unvergessliches Erlebnis ist. Viele Kinder wollen auch nächstes Jahr wieder dabei sein.

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