Nordeifel - Ferienangebot: Spiel, Spaß und Sprache werden verbunden

Ferienangebot: Spiel, Spaß und Sprache werden verbunden

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Mit Liedern und Tanz zur Begrüßung: So empfingen die Kinder ihre Gäste zur Präsentation der Projektergebnisse. Foto: A. Gabbert

Nordeifel. Während die letzten Vorbereitungen laufen, wächst die Aufregung der Kinder von Minute zu Minute. Schließlich dauert es nicht mehr lange, bis sie ihre Familien im Café International in Imgenbroich empfangen werden, um ihnen zu zeigen, was sie in dieser Woche so alles erlebt und gemacht haben.

„Gemeinsam ins Ferienabenteuer! Spiel – Spaß – Sprache“, heißt das Projekt“, an dem von Montag bis Freitag rund 20 Kinder teilgenommen haben. Viele der Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren sind als Flüchtlinge in die Region gekommen oder stammen aus Familien mit Migrationshintergrund. Dieses Ferienangebot sollte dazu dienen, ihre sprachlichen und sozialen Kompetenzen zu erweitern und neue Kontakte zu knüpfen.

Die Kinder aus unterschiedlichen Nationen sollten eine Woche lang durch kreative und kulturelle Angebote Einblicke in neue Welten erhalten und ihre deutschen Sprachkenntnisse verbessern. Ziel war, in den Ferien Spaß zu haben und gleichzeitig Deutsch zu lernen.

Veranstaltet wurde das Projekt vom Kommunalen Integrationszentrum der Städteregion Aachen in Kooperation mit der Katholischen Hochschule Aachen. Unterstützt wurde es vom Café International und der Monschauer Tafel. Studierende der Fachhochschule hatten mit der Pädagogin und Singleiterin Claudia Makhmaltchi ein vielfältiges Programm entwickelt, das Sprache mit kreativen Aktivitäten verband.

„Wir konnten wählen, ob wir in den Wald gehen wollen, kochen, basteln oder Musik machen wollen. Ich habe mich für Kunst und Kochen entschieden“, erzählt der kleine Leon, während er dabei hilft, den Tisch zu decken.

Im Wald gingen die Kinder auf Spurensuche und entdeckten kleine Tiere, sie bauten Hütten und legten Staudämme an. Sie haben Pizza gebacken und Spaghetti gekocht. Sie haben Lieder gesungen, einen Tanz einstudiert und mit verschiedenen Techniken kunstvolle Bilder geschaffen. Dabei drehte sich alles immer um die vier Elemente. Besuche bei der Feuerwehr und auf dem Spielplatz standen auch auf dem Programm.

Prof. Dr. phil. Marianne Genenger-Stricker hatte das Projekt während des Sommersemesters in einem Seminar mit Studierenden vorbereitet und sich mit der Situation der Kinder und der Bedeutung von Freizeit beschäftigt. „Oft wird nur auf die Schule und die sprachliche Entwicklung geguckt. Genauso wichtig sind aber auch die sozialen Komponenten und freundschaftliche Kontakte.

Wenn man über Integration spricht, müssen auch diese Aspekte berücksichtigt werden. Deshalb ist es wichtig, dass es Orte wie das Café International gibt“, erklärt sie. Neben den Kindern hätten aber auch die Studierenden von dem Projekt profitiert, da sie die gelernten Konzepte nun in der Praxis erproben konnten. „Das ist eine gute Kombination von Theorie und Praxis“, sagt Genenger-Stricker.

Phantastische Unterstützung

Für das Gelingen des Projektes sei die Unterstützung durch das Café International und die Monschauer Tafel immens wichtig gewesen, betont die Hochschullehrerin. Für die Familien der Kinder sollten nämlich keine Kosten entstehen. „Das wäre eine Hürde mehr gewesen.“

Die Mitarbeiter des Cafés hatten die Familien der Kinder zum Mitmachen motiviert und dafür gesorgt, dass die Kinder jeden Tag ins Pfarrheim nach Imgenbroich kommen konnten. Entweder wurden die Kinder abgeholt oder die Kosten für die Busfahrt übernommen. Die Monschauer Tafel versorgte die Teilnehmer täglich mit Lebensmitteln.

„Die Unterstützung, die wir erfahren haben, war einfach fantastisch“, sagt Genenger-Stricker. Für die Organisation und die Finanzierung des Projektes zeichnete das Kommunale Integrationszentrum der Städteregion verantwortlich. „In Zeiten knapper Kassen überlegen wir sehr genau, wie wir mit dem Geld umgehen. Sprache ist die Voraussetzung für Integration. Deshalb ist es hier sehr gut angelegt“, sagt Timur Bozkir, der Leiter des Integrationszentrums.

Dann ist es endlich soweit, und die Kinder können ihren Lieben die Ergebnisse dieser Projektwoche präsentieren. Draußen vor dem Pfarrheim wird ein großer Kreis gebildet, es wird gesungen, gelacht und getanzt, bevor es an den reich gedeckten Tisch geht, den die Kinder mit den Studierenden vorbereitet haben – und langsam legt sich auch die Aufregung der Kinder. „Das hat mit hier sehr viel Spaß gemacht“, sagt Leon.

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