Feiern wie im Karneval, nur ohne Kamelle

Von: ho
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Tausende Besucher strömten au
Tausende Besucher strömten auch in diesem Jahr zum Erntedankzug in Mützenich: Auf der Eupener Straße herrschte wie üblich der größte Andrang. Foto: Hoffmann

Mützenich. Immer größer, schöner und voller. Mit diesen Superlativen lässt sich auch der diesjährige Erntedankzug in Mützenich kurz zusammenfassen. Zudem scheinen die Mützenicher einen guten Draht nach „oben” zu haben, da am Sonntag im Vergleich zum Vortag „Kaiserwetter” herrschte.

Beim 60. Erntedankfest war die Eupener Straße bereits eine Stunde vor Beginn des Zuges mit Zuschauermassen gefüllt. Wie im Vorjahr säumten weit über 10.000 Besucher die Straßenränder, als sich der mit 35 Wagen und über 500 Teilnehmern besetzte zweitgrößte Erntedankzug in der Städteregion (nach Walheim) am Sonntagnachmittag nahezu pünktlich in Bewegung setzte.

Zwei Kilometer lang

Auf zwei Kilometer Länge kam der Erntedankzug auch in diesem Jahr. Schon vorher hatte an der Kirche die Melano-Band mit mächtigem Sound für Stimmung gesorgt. Weiter unten auf der Party- und Stimmungsmeile der Eupener Straße präsentierte sich gegenüber dem „Weißen Pferdchen” die Musikvereinigung Mützenich. Und überall am Straßenrand wurden an Zelten und Pavillons Getränke und Speisen der verschiedensten Art angeboten.

Viele Mützenicher hatten sich wie immer vor ihren Haustüren entsprechend gemütlich eingerichtet und boten gastfreundlich den Vorbeigehenden Speisen und Getränke an. Die im Zug befindlichen Gruppen und Wagen waren wie immer eine Augenweide, was Farbe, Vielfalt und Ideenreichtum anging. Unter den Traktoren befanden sich viele Schätzchen aus Großvaters Zeiten, die knatternd im Zug mitrollten.

Blickfang

Absoluter Blickfang waren selbstverständlich die mit viel Aufwand und Mühe gestalteten Wagen, auf denen sich beispielsweise Bäume, Saftpressen, Gemüsebeete, Zwiebel- und Äpfelladungen, Kaninchen, Schafe und allerlei Federvieh befanden. Der Ideenvielfalt waren hier offensichtlich keine Grenzen gesetzt. Sogar Weinranken wurden an den staunenden Besuchermassen vorbei gefahren.

Daneben wurde Erntetechnik von einst präsentiert, und von den Wagen wurden wie üblich Schnäpschen nach Hausmannsart sowie kleine Häppchen und Köstlichkeiten an den Straßenrand gereicht.

Zum ersten Mal dabei

Darüber hinaus konnten die Besucher auf vielen Gebieten ihr Wissen erweitern, da an den Wagen manche Weisheiten im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Produkten prangten. Und tatsächlich gab es dort einige, die zum ersten Mal das „Erntedank-Spektakel” in Mützenich erlebten. Sie kamen wie einige angereiste Laurensberger aus dem Staunen nicht heraus, die beeindruckt zum Zug feststellten: „Wie beim Rosenmontagszug - nur ohne Kamelle!”

Im Anschluss an den Zug strömten die Massen wie schon am Vorabend beim Ernteball ins Festzelt auf dem Dorfplatz. Dort hatten das dreitägige Feiern am Freitagabend mit einem Jugendball begonnen und klang dann am Sonntag langsam aus.
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