Einruhr - Fehlentwicklungen in Einruhr einen Riegel vorschieben

Fehlentwicklungen in Einruhr einen Riegel vorschieben

Von: Mü
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Die geplante Änderung des Bebauungsplans in Einruhr bewegt den Ort. Bei der Vorstellung des Plans durch die Gemeinde fanden sich rund 70 Bürger im Heilsteinhaus ein. Foto: Dieter Münker

Einruhr. Viele Bürger waren der Einladung ins Heilsteinhaus gefolgt, wo die Gemeinde mit dem Planungsbüro Becker und Ruth Roelen von der Regionalentwicklung beim Kreis die wesentlichen Punkte bei der vorgesehenen Änderung des Bebauungsplans Einruhr vorstellten.

Notwendig war die Änderung geworden, weil Fachbehörden in Frage gestellt hatten, ob eingereichte Bauanträge städtebaulich noch verträglich seien. Denn der alte Bebauungsplan hatte Bauvorhaben zugelassen, die nun als Präzedenzfälle herangezogen wurden, um weitere Bauvorhaben in ihrer Zulässigkeit zu begründen. Doch gerade für den Bereich Wollseifener Straße und Am Hostertberg wollte man nicht alten baulichen Fehlentwicklungen neue folgen lassen.

Allerdings wurden die Bürger in einem Ausmaß mit Informationen überschüttet, dass sie nur gut beraten sind, wenn sie sich bei der anstehenden Offenlegung der Bebauungsplanänderung das Ganze im Rathaus noch einmal in Ruhe ansehen und erläutern lassen.

Es beginnt schon bei der Frage, für welche Bereiche die geänderten textlichen Festsetzungen Gültigkeit haben. Dabei wurde zumindest bei einem Teil der Bürger anerkannt, dass die Neuplanung ihnen auch mehr Individualität bei ihren Bauvorhaben zugesteht.

Anstoß zum Ärgernis gaben vor allem zwei Punkte: Einmal hatten Neubürger Grundstücke von der Gemeinde am Hostertberg gekauft und mussten nun erfahren, dass sie wegen der ausgesprochenen Veränderungssperre mit dem Bau nicht beginnen durften, schlimmer noch, die Bebaubarkeit der Grundstücke gegenüber der Rechtssituation beim Kauf eingeschränkt werden sollte. Und nicht zu Unrecht beschwerten sie sich diese nun: Von der Gemeinde als Verkäufer hätte man den Hinweis erwarten müssen, dass das Baurecht, nach altem Bebauungsplan bauen zu können, sieben Jahre nach Inkrafttreten des Plans erlischt.

Und geradezu erbost reagierten viele Bürger auf die Mitteilung, dass sie Häuser - etwa nach einem Brand - nicht wieder in den alten Dimensionen aufbauen dürfen, sondern sich an die neuen Festsetzungen halten müssen. „Das nenne ich Enteignung,” hieß es.

„Finger hoch, wer für Bestandsschutz ist”, forderte ein Bürger, und sogleich hoben sich fast alle Hände in die Höhe.

Bürgermeister Hubert Breuer sagte zu, dass Verwaltung und Rat nach einem Weg suchen würden, unnötige Härten zu vermeiden, doch versprechen könne er nichts, die endgültige Entscheidung liege in den Händen von Planungsausschuss und Rat.
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