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FDP will keine „Manhattan-Skyline“ in Roetgen

Von: Günther Sander
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Mit den beiden „Zugpferden“ Dr. Georg Dittmer (sitzend) und Franz-Josef Zwingmann (links) geht das Team der FDP Roetgen die Kommunalwahlen im Mai an. Foto: Günther Sander

Roetgen. Beim Ortsparteitag und der Wahlversammlung stellte der FDP Ortsverband die Weichen für die Kommunalwahl im Mai und präsentierte 13 Direktkandidaten, zehn für die Reserveliste und einen für die Städteregion Aachen. Und: „Wir werden 2015 auch einen Bürgermeisterkandidaten präsentieren“, war zu hören.

Im Restaurant „Kim’s Asia“ strichen die beiden „Zugpferde“ Dr. Georg Dittmer und Franz-Josef Zwingmann deutlich heraus, die Liberalen werden die Mitte wieder stark machen, sie seien in der Vergangenheit stets ein Regulativ in unserer Gesellschaft gewesen.

In seinem Rechenschaftsbericht und Programm 2014 ging Dr. Dittmer auf den Haushalt der Gemeinde Roetgen ein und forderte, Ziel müsse es sein, die Handlungsfähigkeit der Gemeinde wieder herzustellen. „Allerdings nicht zu Lasten von Ortscharakter und Wohnqualität oder mit irreparablen Schäden im Tourismusbereich“, so der Ortsvorsitzende, der nunmehr seit 1972 diese Funktion inne hat. „Manhattan in Roetgen“, auf der Rosentalstraße, von einer Skyline wolle die FDP nichts wissen.

„Wir möchten keine endlosen Straßen mit Reihenhäusern, zu eng stehende Doppelhäuser und in der Höhe überdimensionierte andere Bauvorhaben im Ort, wie jetzt in der Rosentalstraße geplant“, monierte Georg Dittmer. Nach der Zahnarztpraxis, dem Abriss Schuhhaus Hoch und Neubau zwei großer Häuser, stehe nun auch das ehemalige Feinkostgeschäfte an der Ecke Rommelweg zur Debatte. Da soll etwas „Großes hin.“

Die FDP wünscht auch keine für das Ortsbild schädigende Maßnahmen wie die Versiegelung großer Flächen bei einer etwaigen Vergrößerung des Gewerbegebietes. „Dieses haben wir nicht befürwortet“, hob er hervor. Die FDP verspreche sich eine Verbesserung der Lebensqualität vor Ort von der besseren Pflege inner- und überörtlicher Fuß-, Wander- und Radwege. Dies sei ein Angebot auch für die Touristik. Leider kämen die Pläne für bessere innerörtliche Verbindungswege „nur schleppend voran.“

Die Kultur- und Denkmalpflege sei für die Liberalen ein wichtiges Thema, so sei man an der Neugestaltung des Ortskerns von Mulartshütte besonders interessiert. Die Aula der Grundschule biete eine ideale Gelegenheit für kulturelle Veranstaltungen. Der Fremdenverkehr liege der FDP besonders am Herzen, sie bemühe sich um eine Verschönerung der Ortseinfahrten und Ortsdurchfahrten, aber eben auch um eine Verbesserung in den Ortsbereichen. Ein heißes Eisen bleibe der Bereich Umwelt und Verkehr. Verkehrsberuhigte Wohnanlagen sollten erhalten oder geschaffen werden, aber ohne Einbauten von Schikanen.

„Dies ist nicht nur eine Missachtung des mündigen Bürgers, sondern in der Regel auch eine echte Behinderung für Feuerwehr, Krankenwagen und Radfahrer“, meinte der Ortsvorsitzende. Natürlich lehne die FDP den geplanten Windpark im Münsterwald ab.

Gefährdung für Schüler

Zum Thema Nahversorgung hob Dr. Dittmer hervor, ein weiteres Einkaufszentrum im Bereich Faulenbruchstraße „sei nicht mehr sinnvoll.“ Fraktionsvorsitzender und Vize Franz-Josef Zwingmann hakte noch einmal nach. Dr. Dittmann habe viele Themen bereits angeschnitten, aber zur Ortspolitik bleibe noch manches zu sagen. Beim Knotenpunkt Kreuzung Rosentalstraße/Bundesstraße fordere die FDP seit Jahren einen „Mini-Kreisverkehr“ und eine Querungshilfe mit Zebrastreifen für Fußgänger, der gut beleuchtet sein müsse.

„Bauchschmerzen“ habe er beim Gedanken an den Verkehrsbereich Hauptstraße, zwischen Markt und Mittelstraße, wo es permanent zu einer ernsthaften Gefährdung für die Schüler komme. „Auch die Parkplätze vor den Geschäften an der Hauptstraße leisten keinen Beitrag zur Entschärfung der unübersehbaren Parksituation“, so Zwingmann deutlich.

Ein weiterer Wunsch sei die Errichtung eines Bushofes an der B 258, gegenüber dem bestehenden Gewerbegebiet.

„Ich werde mich auch weiterhin für unsere Forderungen einsetzen“, sagte er abschließend. Die anstehenden Wahlen leitete Kurt Victor (Fraktions- und Parteivorsitzender der FDP Monschau).

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