FDP will absolute Mehrheit der Union verhindern

Von: Mü
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Simmerath. In nur 24 Minuten gelang es dem FDP-Gemeindeverband Simmerath zur Verwunderung des Kreisvorsitzenden Dr. Werner Pfeil, die Regularien seiner Wahlversammlung abzuwickeln. Möglich, weil der Vorstand im Vorfeld bei der Kandidatensuche erfolgreich gewesen war.

Die FDP konnte auch jüngere Wähler für eine Direktkandidatur in einem der 16 Wahlbezirke gewinnen, wenn ihnen der Sprung auf einen aussichtsreichen Platz der Reserveliste auch diesmal noch verwehrt blieb.

Einstimmig wurden so als Direktkandidaten nominiert für die drei Lammersdorfer Wahlbezirke Jennifer Paulus, Klaus-Jörg Achenbach und Adolf Oberthür, für Kesternich Hans Mecking und Dietmar Thelen, für Steckenborn Wolfgang Müller, für Strauch Arno Lutterbach, für Simmerath Eleonore Heckmann, Maria May und Hannelore Schwalke, für Rollesbroich Peter Treutwein, für Rurberg Thomas Frost, für Woffelsbach Hermann-Josef Bongard, für Einruhr Detlev Bröcker, für Eicherscheid Benjamin Steinborn und für Hammer-Dedenborn Annette Frost.

Platz 1 für Bongard

Für die so bedeutsame Reserveliste wurden nur die ersten vier Plätze in Einzelabstimmung vergeben, die übrigen wurden Kandidaten nach dem Vorschlag des Vorstands im Block gewählt. Zwar gab es auch zum Vorschlag des Vorstands für die ersten vier Plätze keine Gegenvorschläge, doch nur Hermann-Josef Bongard als Spitzenkandidat und Peter Treutwein auf Platz Vier wurden einstimmig gewählt, Detlev Bröcker auf Platz Zwei und Benjamin Steinborn auf Platz Drei erhielten jeweils eine Gegenstimme. Die weiteren Kandidaten der Reserveliste: Adolf Oberthür, Eleonore Heckmann, Arno Lutterbach, Wolfgang Müller, Hannelore Schwalke und Hans Mecking.

Als Kandidat für den Städteregionstag wurde einstimmig Hermann-Josef Bongard nominiert.

Auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten verzichtet die FDP, da man sich, wenn diesmal die einfache Mehrheit entscheidet und es keine Stichwahl mehr gibt, keinerlei Chancen für einen eigenen Kandidaten ausrechnet. Man werde aber beide Bürgermeisterkandidaten kritisch begleiten, stellte Hermann-Josef Bongard in Aussicht. Bei beiden vermisste er bislang klare Aussagen, da beide bemüht seien, „nur ja niemand zu verprellen”.

Die FDP trete für eine Ortsumgehung bei Kesternich ein, dies liege schließlich im Interesse der gesamten Gemeinde und ihrer vielen Pendler. Erst durch die Beharrlichkeit der FDP habe man schließlich einen tragbaren Kompromiss bei der Trassenwahl gefunden, nachdem andere Parteien sich auf den nicht durchsetzbaren Standpunkt „die oder keine” gestellt hätten. Froh sei er auch, dass es mit der „neuen Mitte” in Woffelsbach nun vorangehe.

Wille der Partei bleibe es, absolute Mehrheiten zu verhindern, denn nur so komme man dem Ziel „so wenig Staat wie möglich” näher. Wichtig bleibe aber auch dann, benachteiligte Bürger mit Hilfen des Staates zu stützen.

Himmelsleiter vierspurig

Bei der Schulpolitik mahnte er, die Eifel dürfe sich nicht auseinander dividieren lassen: Die Last Monschaus mit hohen Kosten der Schülerbeförderung dürfe nicht auf andere Kommunen abgewälzt werden, hier sei das Land mit seiner Ausgleichsfunktion gefordert. Simmerath solle das Ziel einer „Mittelschule” als Nachfolger der Hauptschule nicht aus den Augen verlieren. Hier sei im Übrigen eine Grundsanierung mit Kosten von rund sieben Millionen Euro erforderlich. Für die Himmelsleiter forderte er einen vierspurigen Ausbau, der mit 1,50 Meter Breite mehr möglich sei. Die Gemeindestraßen seien „das reine Elend” und mit jedem Jahr, um das man die Sanierungen hinausschiebe, werde alles nur teurer.

Die FDP bleibe bei der Forderung, die Gewerbesteuer zumindest auf den Satz der Nachbarkommune Monschau zu senken. Dazu solle man die Chance der beschränkten Ausschreibung nutzen, wo dies möglich sei, als eigener Beitrag zur Förderung der heimischen Wirtschaft.
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