FDP: Steckensperrung wieder aufheben

Von: P. St.
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Motorradfahrer und Bürger müssen sich arrangieren, findet die FDP Simmerath. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Das Thema Motorradlärm ist in der Region schon sehr lange aktuell. In diesem Frühjahr hat das streitbare Thema mal wieder richtig Fahrt aufgenommen, auch weil auf Initiative des Bürgermeisters der Gemeinde Simmerath Anfang März in Rurberg ein Symposium zum Thema Motorradlärm stattfand.

Auch eine Vielzahl anderer Kommunen aus NRW, die wegen ihrer ähnlichen topografischen Lage die Problematik der Rurseegemeinde teilen, hatten sich eingefunden.

Vor Beginn der neuen Motorradsaison hat sich auch die FDP Simmerath der Thematik angenommen und spricht sich für einen ausgewogene Umgang mit dem emotional belasteten Thema aus . Man solle nicht den „paar Gegnern“ von lärmenden Motorrädern folgen, „die sich lauthals beschweren und Front machen“.

Man müsse aber auch erwähnen, „dass es ein paar schwarze Schafe gibt, welche sich in unserer Gegend das Recht herausnehmen, auch mal über die Stränge zu schlagen, egal ob lautes Motorrad, Oldtimer oder Sportwagen“, hält Benjamin Steinborn fest, selbst Motorradfahrer und bei den Simmerather Liberalen zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.

Da es nur wenige Befürworter für Lautstärke gebe, gebe es auch „keine repräsentative Meinung“ in der Gemeinde Simmerath, vor allen was das Thema Lärm betreffe. „In unseren Augen sind die Gesetze so gestaltet, dass sich Privatleute und Industrie daran halten müssen. Bloß weil irgendwas laut ist, kann man nicht gleich eine Straße sperren oder Strafen auferlegen, nur weil ein paar Leuten dies nicht passt“, betont Steinborn.

„Nachbars Sohn, der mit seiner fahrenden Bassbox allen auf den Nerv geht oder ein anderer Nachbar, der mit Motorgeräten im Garten arbeitet und vor allem mit seinem Laubsauger nervt, kann man auch nicht einfach wegsperren oder bestrafen.“

Der Versuch des Simmerather Bürgermeisters Karl-Heinz Hermanns mit dem Motorrad-Symposium Klarheit zu schaffen und Lösungsansätze zu finden, sei in Augen der FDP Simmerath „ein guter Schritt in die richtige Richtung“ gewesen.

Als einen Schritt in die „absolute falsche Richtung“ sehe man allerdings den Ansatz, weitere Straßen zu sperren. Steinborn: „Das bringt keinem was, eher schadet es. Die FDP Simmerath ist eher der Meinung, dass man die Sperrung zwischen Steckenborn und Woffelsbach wieder aufheben sollte, denn durch diese Sperrung wurde nichts geschaffen, außer Unmut bei den Gastronomen und den Touristik-Leistungsträgern in Rurberg und Woffelsbach, die durch das Wegbleiben der Motorräder Verluste machen.“

Ein paar Motorradfahrer, die trotz Straßensperrung diese Strecke am Wochenende beführen, retteten die Gastronomie in Woffelsbach und Rurberg am Wochenende nicht.

So könne es in Augen der FDP Simmerath nur eine Lösung geben: Die Sperrung der L 128 zwischen Steckenborn und Woffelsbach für Motorräder müsse wieder aufgehoben werden, um die Touristik und Gastronomie wieder anzukurbeln. Gleichzeitig sollten verstärkte Kontrollen stattfinden. Die Liberalen: „Die Städteregion muss mehr Personal und gut geschulte Experten in die Region entsenden, um dem Problem Herr zu werden. Eine Straße zu sperren bringt überhaupt nichts und verlagert das Problem nur in ein anderes Tal.“

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