Roetgen - FC Roetgen: Frisches Grün taugt sogar für Fifa-Endrunde

FC Roetgen: Frisches Grün taugt sogar für Fifa-Endrunde

Von: Kurt Kaiser und heiner Schepp
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Sieht aus wie echter Rasen, fühlt sich beim Tritt unter den Ball auch so an, ist aber Kunstrasen: der neue Belag auf dem Sportplatz des FC Roetgen. Foto: Kurt Kaiser, Günther Sander, Archiv
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Der vorherige Belag ersetzte im Oktober 2002 den alten Aschenplatz. Foto: K. Kaiser, H. Schepp, G. Sander
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Der vorherige Belag wurde im Juni wieder eingerollt. Foto: K. Kaiser, H. Schepp, G. Sander

Roetgen. Etwas neidisch blicken die schon etwas älteren Spieler des FC Roetgen auf den nagelneuen Kunstrasenplatz an der Hauptstraße. Denn während sie sich in den erfolgreichen 70er- und 80er-Jahren mit einem schlechten Aschenplatz begnügen mussten, findet die heute aktive Fußballgeneration einen künstlichen Fußballrasen der neuesten Generation vor.

Am kommenden Wochenende wird der Rasen erstmals im Rahmen eines sogenannten Blitzturniers im Wettkampfmodus getestet wird.

Verletzungsrisiko

Ein neuer Kunstrasen in Roetgen? Da war doch was! Richtig, schon 2002 bekam der FC einen neuen Kunstrasenplatz, damals als erster Verein im Fußball-Altkreis Monschau. Doch der „Segen“ der frühen Ausstattung mit einem jahreszeitenunabhängigen Fußballplatz wurde zum Standortnachteil. Denn der damals verlegte Platz zeigte schon nach wenigen Jahren heftige Abnutzungserscheinungen, ja wurde zum Verletzungsrisiko für die Kicker, die auf ihm spielten.

„Als 2002 der damalige Aschenplatz unseres Vereins in einen pflegeleichten Kunstrasenplatz umgebaut und angelegt wurde, konnte niemand ahnen, dass bereits zwölf Jahre später die Kunstrasenoberfläche erneuert werden müsste. Die momentane Qualität der stark verhärteten, komprimierten Spielfläche ist auch nach Meinung verschiedenster Fachleute die eines mittelmäßig gepflegten Aschenplatzes.

Eine Sanierung des Sportplatzes mit einer weiterentwickelten hochwertigen Kunstrasenfläche ist allerdings mit hohen Kosten verbunden“, schrieb der FC-Vorsitzende Friedrich Kessel vor einigen Monaten auf der Internetseite des Vereins.

Schließlich erkannte man aber auch bei der Gemeinde Roetgen den unumgänglichen Sanierungsbedarf, hielt den Verein aber an, eine zehnprozentige Eigenleistung zu den geschätzten – und eingehaltenen – Gesamtkosten von 245.000 Euro zu erbringen. Wäre der 2002 angelegte Unterbau nicht so solide gewesen, hätte dieser jetzt auch erneuert werden müssen und wäre die Maßnahme noch deutlich teurer geworden.

Und so konnte Mitte Juni, nach Pfingst- und Moonlight-Turnier, damit begonnen werden, den alten Kunstrasen abzutragen. Nur vier Wochen später war der neue Kunstrasenplatz fertiggestellt. FC-Vorsitzender Friedrich Kessel ist stolz auf das neue Grün.

„Es sieht sehr gut aus“, gerät der Vereinschef ins Schwärmen, lobt aber gleichzeitig das Team „Objekt Kunstrasen“, zu dem Klaus Onasch, Jörg Biegmann, Jan Blankenagel, Marco Recchioni und der Pfleger der FC-Homepage, Peter Claßen, gehören „Dieses Quintett hat ganz hervorragende Arbeit geleistet“.

Erfreut ist Friedrich Kessel auch „von der Unterstützung der hiesigen Werbepartner und der Spendenbereitschaft der FC-Mitglieder“, die fleißig Parzellen des Kunstrasenplatzes für kleines Geld mieteten oder als Firma die Bandenflächen nutzen. Von diesen Spenden wird der Verein ein Großteil seines Eigenanteils von knapp 25.000 Euro abdecken können.

Trotz der großen Spendenbereitschaft hofft der Verein auf weitere Unterstützung, wenn der neue Platz in Betrieb ist.

Zwei-Sterne-Kategorie

Geplant ist, auch noch eine große Tafel mit den Logos der spendenfreudigen Werbepartner und mit einer Namensliste der Spender aufzustellen.

Zunächst aber wird nun der Ball über das neue Grün rollen. Dieses erfüllt die Voraussetzungen, um in die Zwei-Sterne-Kategorie der Fifa aufgenommen zu werden. Das Sterne-Zertifikat der Fifa für Kunstrasenplätze wurde speziell entwickelt, um den Anforderungen des Profifußballs gerecht zu werden.

Für Fifa-Endrunden und Uefa-Topwettbewerbe ist das Zwei-Sterne-Zertifikat im jeweiligen Wettbewerbsreglement vorgeschrieben, wobei man beim Nordeifeler A-Ligisten den Ball flach hält und nicht von höheren Weihen träumt. Die erforderlichen Rahmenbedingungen dazu kann man jedenfalls schon mal vorweisen...

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