Farbattacke auf die Großplakate

Von: hes
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Kommt die Blueman-Group? Vom AC-Gefühl, dass die lokalen und regionalen FDP-Politiker auf ihren großen Plakatwänden beschwören, scheinen die Vandalen, die in der Nacht zum Freitag mit der Sprühfarbe unterwegs waren, nicht sonderlich viel zu halten. Foto: Heiner Schepp

Nordeifel. Der Wahlkampf ist in vollem Gange und damit auch die offensive Plakatierung der einzelnen Parteien auf öffentlichen Plätzen in der Nordeifel. Und selbst wenn einige Parteien erst kürzlich angefangen haben, ihre Plakate „auf die Straße zu bringen“, ist bereits jetzt, zwei Wochen vor der Wahl, kaum ein Straßenschild oder eine Laterne von den bunten Pappbildern, auf denen einem meist die Politiker entgegenlächeln und ihre Wahlsprüche verbreiten, verschont geblieben.

Für einige Bürger sind die Plakate nicht nur ihrer Masse wegen veritable Reizobjekte, die es zu bearbeiten gilt: Hier mit aufgemalten Zahnlücken und Hasenohren, dort mit einem nachträglich angebrachten Bärtchen auf der sonst so babyglatt rasierten Wange, eine Straßenecke weiter ein zerrissenes Foto des Kandidaten, an einer anderen Straßenecke eine klare, mit Filzstift aufgekritzelte Botschaft an den Politiker.

Die Zerstörung von Wahlplakaten ist ein ebenso immer wiederkehrendes Phänomen vor Wahlen wie die Wahl selbst. Und die Zeitgenossen, die ihr politisches Engagement (oder ihre Langeweile?) auf das Zerstören oder Verunstalten von Wahlplakaten beschränken, scheinen auch nicht auszusterben.

In der Nacht zum Freitag war mal wieder einer oder waren mehrere Plakat-Vandalen aktiv, und das sogar gemeindeübergreifend. In Simmerath, Am Gericht und vor dem Baumarkt in Imgenbroich wurden die riesigen Plakatwände für Europa- und Kommunalwahlen mit schwarzer Sprühfarbe verunstaltet und mit Parolen wie „Leere Versprechen“ versehen. Nach Kenntnisstand von gestern Nachmittag wurden ausschließlich Großaufsteller von CDU und FDP beschädigt.

Ob die örtlichen Parteiverbände Anzeige wegen Sachbeschädigung erstatten, stand gestern noch nicht fest. Wer verdächtige Beobachtungen in den genannten Bereichen gemacht hat, sollte diese aber der Polizei mitteilen.

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