Eicherscheid - Fantastische Reise durch die Filmmusik mit dem Trommler- und Pfeiferkorps

Fantastische Reise durch die Filmmusik mit dem Trommler- und Pfeiferkorps

Von: peo
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Zum Schluss einer musikalischen Reise durch die Filmgeschichte begeisterten die befreundeten Vereine aus Kesternich und dem schwäbischen Wangen ihr Publikum mit dem Colonel Bogey March aus dem Film-Klassiker „Die Brücke am River Kwai“ von David Lean mit William Holden und Sir Alec Guinness in den Hauptrollen. Foto: Peter Offermann
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Für langjährige Mitgliedschaft im Trommler und Pfeierkorps Kesternich wurden Birgit Schmitz, Silke Peeters, Annette Johnen, Rainer Jansen, Anneliese Hermes, Kurt Rosarius, Bernd Jestädt, Heike Bruckmann und Uli Offermann (v.l.n.r.). Für die Aktiven gab es von André Löhrer (verdeckt) eine Urkunde des Volksmusikerbundes. Foto: Peter Offermann

Eicherscheid. Was wären Blockbuster und TV-Hits ohne die passende Musik? Nicht auszudenken, wenn der Krieg der Sterne zwischen Jedis und Sith nicht mit den klassisch-epochalen Klängen von John Williams unterlegt wäre?

Und so trafen sich in bester Spiellaune Samstagabend in der Eicherscheider Tenne James Bond, Robin Hood, Darth Vader und viele andere zum musikalischen Stelldichein beim Konzert des Trommler- und Pfeiferkorps Kesternich und ihren Freunden aus dem schwäbischen Wangen.

Den Anfang machten die Trommler und Pfeifer aus Kesternich unter der Leitung von Benjamin Vogt mit Jerry Goldsmiths berühmtem Marsch aus Patton – Rebell in Uniform. Weiter führte ihre Reise in die Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs. Das berühmte Thema aus Fackeln im Sturm und die Melodie „With guns and drums“ waren hier zu hören. Thomas Will stellte den interessierten Zuhörern die Stücke vor und erläuterte sie.

Weiter ging die Reise nach Europa: Hier gab es ein Wiedersehen mit Robin Hood, der TV-Serie „Freunde fürs Leben“ und mit Louis de Funes.

Wie aber schafft es ein Trommler- und Pfeiferkorps Star Wars zu intonieren? Das Epos der Musikgeschichte von John Williams ist doch schon für breit besetzte Blasorchester eine extreme Herausforderung. Das Lob gebührt hier Annette Johnen die die weltbekannten Stücke für den Verein passend und spielbar arrangierte. Vom Weltraum nahm die musikalische Reise mit „Iko, Iko“, dem Partyhit aus Hangover ihr Ende. Natürlich musste ob dieser Darbietung eine Zugabe her. Und diese wurde rasant. Es kam zum Aufeinandertreffen von Clint Eastwood (The Good), Lee van Cleef (The Bad) und Eli Wallach (The Ugly), in Deutschland besser bekannt als „Zwei glorreiche Halunken“. Der Westernklassiker von Sergio Leone aus dem Jahre 1966 wäre ohne die Kompositionen von Ennio Morricone nicht der Film, der er heute ist.

Langjährige Mitglieder geehrt

Was wäre ein besserer Rahmen für Ehrungen, als diese während eines großartigen Konzertes vorzunehmen? Und so wurden an diesem Abend verdiente aktive und inaktive Mitglieder durch die Vorsitzende Birgit Schmitz, Schriftführer Siegfried Peeters und Andre Löhrer vom Volksmusikerbund ausgezeichnet. Bei den Aktiven waren dies für 10 Jahre Bernd Jestädt, für 30 Jahre Birgit Schmitz, Silke Peeters, Heike Bruckmann, Annette Johnen und für 45 Jahre Uli Offermann. Bei den Inaktiven wurden Anneliese Hermes für 25 Jahre und Rainer Jansen, Kurt Rosarius und Anton Henn für jeweils 50 Jahre geehrt.

Nach einer kurzen Pause ging die musikalische Reise mit den Freunden aus Wangen weiter. Diese Freundschaft, die vor 27 Jahren begann, wird bis heute mit regelmäßigen Besuchen gepflegt. Aber wie ist diese Freundschaft entstanden? Eigentlich typisch rheinländisch. Was machen zwei Eifeler Schlagwerker, wenn sie im Urlaub sind und dem dortigen Verein in diesem Register zwei Mann auf Trommel und Becken fehlen? Sie bieten ihre Hilfe an. Und durch die tatkräftige Unterstützung von Uli (Uli Offermann) und Hubi (Hubert Hermes) entwickelte sich eine Freundschaft, die bis heute Bestand hat.

„Wo bitte geht’s nach Hollywood?“ war dann auch die Frage, auf die der Musikverein Wangen mit dem „Concert March from 1941“ des Star-Wars-Komponisten John Williams die passende Antwort zum Auftakt parat hatte. Bei den Freunden aus Wangen lieferte Dirigent Markus Kottmann nicht nur eine hervorragende Leistung am Taktstock, sondern übernahm zugleich noch die Moderation zwischen den Musikstücken.

Das zweite Stück hätte man besser nicht aussuchen können. Was läuft gerade in den Kinos? James Bond natürlich. Der britische Geheimagent, der 1962 mit Dr. No seinen ersten Einsatz hatte, durfte nun auch in der Tenne ran. Die Soundtracks zu den 007-Filmen sind ein eigenes Genre. Vielseitig, abwechslungsreich, aber immer unverkennbar und das, obwohl der klassische Bond-Sound erst im zweiten Film „Liebesgrüße aus Moskau“ mit der typischen Eröffnung aus Titelsequenz, Actionszene und Titelsong in Erscheinung trat. Einen kleinen Einblick ins Bonduniversum konnten die Zuhörer mit Goldfinger, All time high (Octopussy), John Barrys Bond-Theme und For your eyes only (In tödlicher Mission) genießen.

Weiter ging die Reise ins Moulin Rouge von David Baerwald, bevor diese im Wilden Westen ihren Abschied nahm. Passend zur Freundschaft mit den Trommlern und Pfeifern aus Kesternich wurden hier die bekannten Melodien aus „Die glorreichen Sieben“, Martin Böttchers berühmtes Thema aus „Winnetou und Old Shatterhand“ dargeboten, bevor man sich auf der aus Bonanza bekannten Ponderosa Ranch einfand.

Nach dieser Leistung des Oberstufenorchesters war es klar, dass die Zuschauer mehr wollten. Und da Zeichentrickfilme bislang noch nicht stattgefunden hatten, wurde mit den Klängen aus Disneys „Wilder Mustang“ auch dieser Wunsch erfüllt. Das war aber noch nicht alles. Wie es sich für Freunde gehört, besonders in der Musik, gab es im gemeinsamen Spiel der beiden Vereine mit dem weltbekannten Colone Bogey March aus David Leans „Die Brücke am River Kwai“ noch einmal cineastischen Schmackes für die Ohren.

Damit fiel dann auch die letzte Klappe für die Musiker und ihre 150 begeisterten Zuhörer. Und in Kesternich ist man sich sicher, auch wenn es noch etwas hin ist, bis zum 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2021, das man voll und ganz mit dem Besuch der schwäbischen Freunde rechnen kann.

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