Simmerath - Familienspielfest: Ein riesiger Puzzletisch

Familienspielfest: Ein riesiger Puzzletisch

Von: Max Stollenwerk
Letzte Aktualisierung:
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An die Puzzle, fertig, los: Der große Puzzle-Wettbewerb war sicherlich eines der Highlights des 17. Familienspielfestes in der Sekundarschule Nordeifel. Foto: Max Stollenwerk
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Sie haben sichtlich Spaß an der Sache: Das Familienspielfest lädt Jung und Alt ein, zahlreiche Spiele auszuprobieren und kennenzulernen.

Simmerath. Der Parkplatz ist prall gefüllt, Stimmengewirr ist zu hören, es riecht nach frischen Waffeln, überall sind leuchtende Augen zu sehen und unzählige Spiele befinden sich auf den Tischen: Am vergangenen Sonntag hieß es in der großen Eingangshalle der Sekundarschule Nordeifel zum zweiten Mal „Das Familienspielfest Nordeifel kann beginnen“.

Von 13 bis 18 Uhr hatten Familien, vom Kleinkind bis hin zur Großmutter, die Möglichkeit, mehr als 200 Spiele nach Herzenslust auszuprobieren. Dabei waren neben Klassikern wie Monopoly und Mensch ärgere dich nicht auch die neuesten Spiele, wie zum Beispiel „Codenames“, das Spiel des Jahres 2016, mit von der Partie.

„Das Wichtigste ist es, die Kommunikation und die gemeinsamen Aktivitäten innerhalb der Familie zu stärken. Hier gibt es die Möglichkeit des aktiven Austauschs und der Harmonie“, äußert sich Ralf Pauli, Jugendpfleger beim Amt für Kinder-, Jugend- und Familienberatung bei der Städteregion Aachen zur Intention des Spielfestes, das vormals 15 Jahre in der Monschauer Elwin-Christoffel-Realschule stattgefunden hat. Dabei sei es ihm vor allem wichtig, dass alle Altersgruppen teilnehmen und dadurch ein generationsübergreifender Charakter und Dialog entstehe.

Egal wo man hinschaut, sieht man nur fröhliche Gesichter. Dies liegt auch an den zahlreichen Spielehelfern, die sich in der Halle verteilen. Die ehrenamtlichen Helfer erklären den Besuchern alle Spiele und geben auf Anfrage auch Tipps. Für die Familien entfällt dadurch ein langes Studieren der Regeln, und das Spiel kann direkt beginnen.

„Das Spiel spiele ich am liebsten, weil ich immer gewinne“, sagt der vierjährige Lukas lachend und zeigt auf das Spiel „Pinguin Land“, das gerade vor ihm auf dem Tisch liegt. Daneben sitzt der zwölfjährige Leon mit seiner Familie und spielt mit „Dog Deluxe“ eine moderne Version von Mensch ärgere dich nicht. „Ich bin schon mehrmals hier gewesen und komme auch immer wieder gerne“, verrät er freudig, bevor er sich wieder dem Spiel zuwendet.

Derweil hat die vom Förderverein der Sekundarschule angebotene Cafeteria alle Hände voll zu tun. Sogar eine ehemalige deutsche Meisterin ist in der Simmerather Sekundarschule zu Gast: Maria Feige aus Roetgen war Weltmeisterin im Scrabble und erklärt den interessiert lauschenden Besuchern die Regeln des Brettspiels, bei dem man aus zufällig gezogenen Buchstaben Wörter zusammenlegen muss. Sie äußert munter, dass sie es „schön findet, so viele Menschen spielen zu sehen, die auch etwas Neues ausprobieren wollen“.

Plötzlich ist es zum ersten Mal am heutige Tage fast komplett still in der großen Halle. Einer der Spielehelfer steht neben einem endlos langen Tisch, auf dem 66 verschiedene Puzzles ausgebreitet sind. Er zählt einen Countdown herunter und schleunigst beginnen die eifrigen Puzzler, die richtigen Teile zu finden.

Denn es geht um einen bundesweiten Puzzle-Wettbewerb, der erstmals auf dem Programm steht und dessen Ziel es ist, den schnellsten Puzzleort Deutschlands zu finden. „Dieser Wettbewerb ist ein Highlight am heutigen Tage“, beschreibt Ralf Pauli das konzentrierte Puzzlen passend.

Bernd Goffart, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Simmerath, schaut den Teilnehmern dabei einmal aufmerksam über die Schulter. „Wir sind sehr froh darüber, dass das Familienspielfest nun zum zweiten Mal hier in Simmerath stattfindet. Womöglich ist es auch eine Initialzündung für den ein oder anderen, mehr zu spielen und zu sehen, dass es neben dem Smartphone auch noch andere Spiele gibt“, sagt er erfreut und von dem Konzept des Spielfestes überzeugt.

Er ist sich sicher, dass das gemeinsame Erlebnis auch dazu beitrage, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Die große Resonanz bestätigt ihn dabei und lässt vermuten, dass die Zahl von circa 250 Personen, die letztes Jahr am Familienspielfest teilgenommen haben, nochmals überboten wurde.

Wer in der mittlerweile bereits eingesetzten Dunkelheit noch immer nicht genug gespielt hat, der konnte auf dem Heimweg die Möglichkeit nutzen, seine Lieblingsspiele aufzuschreiben – in der Hoffnung, das ein oder andere vielleicht unter dem Weihnachtsbaum wieder zu finden.

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