Simmerath - Familienbefragung: Betreuung in den Ferien ist ein Problem

Familienbefragung: Betreuung in den Ferien ist ein Problem

Von: Andreas Gabbert
Letzte Aktualisierung:

Simmerath. Familien fühlen sich wohl in der Gemeinde Simmerath. Das geht aus einer Befragung der Städteregion Aachen hervor. Rund 160 Familien wurden zur Situation in der Gemeinde befragt. Demnach ist die finanzielle Situation der Familien gut.

Das Durchschnittseinkommen ist eines der höchsten in der Städteregion. Zwar sind auch in Simmerath einige Familien von Armut bedroht, rund 18 Prozent haben monatlich weniger als 750 Euro zur Verfügung. Gleichzeitig ist dies aber auch der zweitniedrigste Wert in der Region, lediglich in der Gemeinde Roetgen gibt es weniger Familien, die von Armut bedroht sind (17 Prozent). In Alsdorf oder Baesweiler sind es deutlich mehr als 30 Prozent.

Beruf und Familie vereinbaren

Bei der Betreuung der unter dreijährigen Kinder geben 23 Prozent der Familien an, dass sie einen Betreuungsplatz benötigen und bereits eine Zusage haben. 15 Prozent stehen auf der Warteliste, 19 Prozent können den Bedarf nicht abschätzen und 38 Prozent benötigen keine Betreuung ihrer unter dreijährigen Kinder.

Die größten Probleme, Familie und Beruf zu vereinbaren, haben Familien mit Kindern zwischen drei und sechs Jahren mit den Schließzeiten der Kindertagesstätten wegen der Ferien. Das geben 64 Prozent der Familien an, ungünstige Öffnungszeiten geben 40 Prozent als Problem an, zu lange Wegstrecken werden von 16 Prozent der Befragten bemängelt.

Auch Familien mit Grundschulkindern geben die Schließzeiten wegen der Ferien als das größte Problem bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. Hier ist die Zahl aber deutlich kleiner als bei den Familien mit Kindergartenkindern. 33 Prozent bemängelten hier die Schließzeiten. Auffallend ist, dass 16 Prozent angaben, dass nicht gesicherte Grundschulstandorte als Problem gesehen werden. Zum Vergleich: in der gesamten Städteregion liegt dieser Wert bei neun Prozent.

Aus der Sicht von Familien mit Kindern, die weiterführende Schulen besuchen, sind fehlende Ausbildungsplätze nach dem Abschluss das größte Problem. Das gaben 60 Prozent der befragten an (Städteregion gesamt 49 Prozent). Ein zu langer Schulweg wurde von 42 Prozent der Befragten bemängelt.

Punkten kann die Gemeinde Simmerath in Sachen Kinderfreundlichkeit. Rund zwei Drittel der Familien erleben die Gemeinde als kinderfreundlich.

Zufrieden sind die Familien durchweg auch mit ihrer Wohnung (90 Prozent) und mit ihrem Wohnumfeld (79 Prozent). Dabei zeichnet sich die Gemeinde aus Sicht der Familien durch eine hohe Wohnortsicherheit, einen guten Ruf, eine „kinderfreundliche Verkehrsbelastung“ und durch ein ausreichendes (preisgünstiges) Angebot an Wohnraum bzw. Bauland aus. Positiv wird auch das Vereinsleben in Simmerath bewertet. 66 Prozent bewerten es als attraktiv für Familien.

Mehr Freizeitangebote gewünscht

Verbesserungsmöglichkeiten sehen die Familien bei der ÖPNV-Anbindung und bei den Treffpunkten für ältere Kinder und Jugendliche. Nur 18 Prozent der Befragten geben an, dass es ausreichend Freizeitangebote für Jugendliche in der Gemeinde gebe. 61 Prozent stimmten dem eher nicht oder überhaupt nicht zu.

Verbesserungsbedarf scheint es auch bei der Information über familienspezifische Angebote der Kommune zu geben. Nur jede dritte Familie fühlt sich gut informiert.

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